Gorilladame KOKO starb, knapp 47jährig, letzte Woche in Kalifornien. Sie war aufgrund ihrer außergewöhnlichen kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten – sie galt als "erster und einziger sprechender Gorilla" – zu Weltruhm gelangt.
Luxemburg ist das zweite Land nach der Schweiz, welches Tieren eine Würde zugesteht. Ein entsprechendes Tierschutzgesetz wurde dort Anfang Juni beschlossen, nachdem es zwei Petitionen mit tausenden Unterschriften gab.
Der diesjährige Ostermontagsausflug einer saarländischen Tierfreundin in den Neunkircher Zoo – eine angeblich "wissenschaftlich" geführte und damit zu den besseren ihrer Art zählende Einrichtung – geriet für sie zum Desaster. Angesichts des sogenannten "Pavianfelsens", auf dem mehr als 100 Tiere auf engstem Raume zusammengepfercht sind, musste sie, wie sie tags darauf schrieb, weinend den Zoo verlassen.
Allein in Deutschland gibt es 864 Zoos und zooähnliche Einrichtungen sowie 141 Zirkusse, die Wildtiere im Programm führen. In vielen dieser Einrichtungen sind die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten und zur Schau gestellt werden, als tierschutzrelevant zu werten. Veterinäramtliche Kontrollen können (oder wollen) dem, aus unterschiedlichsten Gründen, nicht ausreichend entgegenwirken.
Seit langer Zeit war ich mal wieder in einem Zoo. Neben den Tieren begann ich die Menschen zu beobachten und es stellten sich mir grundsätzliche Fragen: Dürfen wir das? Und ginge es auch anders?
Noch heute werden Tiere zur Belustigung des Menschen ausgebeutet. Sie müssen zu Sport- und Freizeitvergnügen jedweder Sorte herhalten, zu Pferderennen, Hobbyjagd, Sportangeln, Stierkampf, Rodeo und vielerlei sonstigem Missbrauch im Namen von Kultur, Tradition und Entertainment. Zum weitestverbreiteten und kulturell tiefstverwurzelten Missbrauch von Tieren zählt ihre Zurschaustellung in Zoos und Zirkussen.
Die "schrittweise Überwindung der Auftritte von Tieren im Zirkus" will das italienische Parlament mit dem neuen Gesetz erreichen. Am Mittwoch wurde es beschlossen. Der deutsche Tierschutzbund begrüßt die neue Legislation – und ruft die neue Bundesregierung zum wiederholten Male dazu auf, in Sachen (Wild-)Tierverbot im Zirkus nachzuziehen.
Die Lektorin Julia Kockel und der Grafiker Oliver Hahnlegen mit "Tierethik. Der Comic zur Debatte" eine Einführung zu den ethischen Aspekten des Mensch-Tier-Verhältnisses vor. Angesichts von Konzeption und Umfang kann es sich dabei nur um eine Überblicksdarstellung handeln, gleichwohl enthält sie eine Fülle von Anregungen zur Reflexion – auch für Kenner der Materie.
Auch Ferkel lernen von ihren Müttern und Tanten. Das bewies eine Versuchsreihe von Verhaltensbiologen des Veterinärmedizinischen Instituts der Universität Wien. Die Jungtiere schauten sich von den alten Schweinedamen ab, wie man an einer Schaltanlage einen Hebel löst, um eine Schiebetür an einer Futterkiste nach rechts oder links zu bewegen.
Buckelwale helfen einem Grauwalkalb gegen einen Angriff von Orcas, das sind zu den Delphinen zählende kleine Schwertwale. Orcas rufen sich beim Namen, jeder hat seinen eigenen Pfiff. Tun die Männchen sich zu Lebenspartnerschaften zusammen, die nur kurz, wenn sie Nachwuchs zeugen, unterbrochen werden, entwickeln sie einen gemeinsamen Pfiff. Dies und vieles mehr verrät Karsten Brensing in "Das Mysterium der Tiere. Was sie denken, was sie fühlen".
Wer den Islam kritisch sieht hierzulande, gerät schnell in den Verdacht, verkappter Rassist oder Fremdenhasser zu sein. Ungeachtet möglicher Berechtigung der Kritik wird der Kritiker kurzerhand der "Islamophobie" geziehen und in eine Ecke gestellt mit Rechtspopulisten und "Meine-Heimat-gehört-mir!"-Stammtischparolenplärrern. Vorneweg deshalb ein Zitat des jeder Islamophobie unverdächtigen Islamkritikers Samuel Schirmbeck: "Die Leute, die islamkritisch sind, die sind ja nicht islamophob: Sondern sie sind nur gewaltophob, intolerantophob, sie sind homophobophob." Ich selbst, um in Schirmbecks Diktion zu bleiben, bin überdies entschieden tierqualophob.
Vom 7.-9. Juli finden in einem 4-Sterne-Tagungshotel in der hessischen Kuppenrhön die sogenannten "Tierheilpraktikertage 2017" statt, ein mittlerweile zum 19tenmale veranstaltetes Stelldichein alternativveterinärer Heilkundiger und all derer, die sich dafür halten.
Jedes Jahr wieder ist die Aufregung groß. In China essen sie Hunde! In der Empörung bricht eine verdrängte Wahrheit heraus: Dass das millionenfache Einkerkern, Töten und Verzehren von intelligenten, sympathischen, sozial lebenden Säugetieren bei uns eine völlige Selbstverständlichkeit ist.
Denken wir an seinem Geburtstag am 23. Mai 1924 an Karlheinz Deschner, so haben wir zunächst seine fulminante "Kriminalgeschichte des Christentums" vor Augen. In diesem monumentalen Werk demonstriert der Autor seinen ungläubig staunenden Lesern eine vom verkirchlichten Christentum zu verantwortende Leidensgeschichte. Weitaus weniger bekannt ist, dass Deschner als Kirchenkritiker nicht nur auf Seiten unterdrückter Menschen steht, sondern auch an der Seite der Tiere.
Zur Belustigung der Touristen werden im Norden Thailands Elefanten gequält. Jungtiere werden früh von ihren Muttertieren getrennt, um sie mit Gewalt abzurichten, sprich: Ihren Willen brechen zu können und sie "dem Menschen untertan" zu machen. Um dann ein Leben lang Touristen zu dienen.