Tierschutz

Tiger im Zirkus

Missstände in Zirkussen und Zoos

Allein in Deutschland gibt es 864 Zoos und zooähnliche Einrichtungen sowie 141 Zirkusse, die Wildtiere im Programm führen. In vielen dieser Einrichtungen sind die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten und zur Schau gestellt werden, als tierschutzrelevant zu werten. Veterinäramtliche Kontrollen können (oder wollen) dem, aus unterschiedlichsten Gründen, nicht ausreichend entgegenwirken.

Der Heilige Leonhard, Schutzpatron der Pferde

Die Tierheiligen

Wann immer die besondere Tierfreundlichkeit des Christentums und insbesondere der katholischen Kirche hervorgehoben werden soll, kommt über kurz oder lang die Rede auf die zahllosen "Tierheiligen", die sie in ihren Reihen führt.

Modell eines Schweinekoteletts: Die Antibiotika-Einlagerungen im Knochen sind gelb gezeichnet.

Antibiotika im Billigfleisch

Greenpeace zeigt schädliche Folgen der Massentierhaltung auf. Die Methode dazu ist simpel: Untersuchungsgegenstand ist ein Schweinekotelett, das in einem grünen Kästchen liegt. Über das Mikroskop zeigen sich unter der zugeschalteten Schwarzlichtlampe Rückstände von Antibiotika, die sich in den Knochen des Tieres abgelagert haben.

Tierheilpraktische Quacksalberei

Vom 7.-9. Juli finden in einem 4-Sterne-Tagungshotel in der hessischen Kuppenrhön die sogenannten "Tierheilpraktikertage 2017" statt, ein mittlerweile zum 19tenmale veranstaltetes Stelldichein alternativveterinärer Heilkundiger und all derer, die sich dafür halten.

Ausweg aus der Tierqual-Ökonomie

Der Tierarzt und "Food Watch"-Aktivist Matthias Wolfschmidt macht in seinem Buch "Das Schweine-System. Wie Tiere gequält, Bauern in den Ruin getrieben und Verbraucher getäuscht werden" den im Untertitel stehenden Zusammenhang deutlich. Es handelt sic ein gut lesbares, reportagenartiges Buch, das auf der Basis von Studien die erwähnten Verbindungslinien anschaulich macht und gegen Ende auch Forderungen formuliert und Protestformen skizziert.

Osnabrücker Zoo. Eingangsgebäude

80 Jahre Osnabrücker Zoo

OSNABRÜCK. (hpd) Kaum ein Zoo, in dem nicht derzeit über ein "Sommerfest" o.ä. zahlende Kundschaft angelockt werden sollte. Im  Zoo Osnabrück fanden insofern an letzten Wochenende die alljährlichen "Dschungelnächte" statt: "Livemusik, Feuershows und heiße Tänze warten auf die Besucher", wie es im Festprogramm heißt. Es gab ein eigenes Kinderprogramm mit Zaubershow, Puppentheater, Stockbrotbacken und Rodeoreiten, für Erwachsene gab es afrikanische Trommelgruppen, orientalischen Bauchtanz und weitere "Attraktionen", bei denen man sich fragt, was das alles mit "Zoo" zu tun haben soll; und: wie's den zu lebenden Kulissen degradierten Tieren geht bei all dem Lärm und Rummel.

Orang-Utans im Camp Leakey tragen ein "Gen-Cocktail" in sich, der in freier Wildbahn unter normalen Umständen nicht vorkommen würde.

Vermischung von Orang-Utan-Unterarten beunruhigt Forscher

LEIPZIG. (mpg) Weil ihre Lebensräume zunehmend zerstört werden, gelangen weltweit immer mehr vom Aussterben bedrohte Tierarten in Pflege- und Auffangstationen. Oberstes Ziel ist oft die Auswilderung und Integration der Tiere in frei lebende Populationen. In einer neuen Studie warnen Graham L. Banes und Linda Vigilant vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig davor, dass es dabei unter Umständen zu einer ungewollten Einschleppung von nicht einheimischen Unterarten kommen kann.

Küken in der Massentierhaltung bei der Einstallung

Ein erster Erfolg in Sachen "Kükenschreddern"

STEISSLINGEN. (hpd) In Deutschland werden jedes Jahr zig Millionen männliche Eintagsküken direkt nach dem Schlüpfen vergast und geschreddert. Der Grund dafür ist, dass sie keine Eier legen können, aber auch nicht als Masthähnchen zu gebrauchen sind. Solche "Abfallprodukte" müssen folglich entsorgt werden.

Einwände gegen Tierversuche: Antworten auf 80 Fragen

BONN. (hpd) Der von der Tierärztin Corina Gericke verfasste Band "Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten. Ein Blick hinter die Kulissen" enthält Antworten auf 80 Fragen, welche die ethische Begründung und den medizinischen Nutzen von Tierversuchen in Zweifel ziehen. Auf engem Raum werden relevante Fragen angesprochen und tragfähige Gegenargumente genannt, welche die Anhänger von Tierversuchen in Legitimationsnotwenigkeit bringen.

Schimpansen Uschi (34) und Kaspar (32)

Auffangstation statt Qualhaltung: Schimpansen aus dem Tierpark Nadermann gerettet

BERLIN. (hpd) Viele Jahre stand der Delbrücker Tierpark Nadermann wegen der unzureichenden Haltungsbedingungen für seine beiden Schimpansen Kaspar (32) und Uschi (34) in der Kritik. Als Anfang 2015 Pläne bekannt wurden, wonach die Menschenaffen nach China verkauft werden sollten, starteten animal public, Great Ape Project, PETA Deutschland e.V. und Pro Wildlife eine Kampagne zur Rettung der beiden Tiere.