Tierschutz

geschlossener Eingang des Berliner Zoos

Covid-19: Infektionsherd Zoo?

Zoos zählen zu den meistbesuchten Freizeiteinrichtungen hierzulande: Wie in Freibädern oder Fußballstadien kommen hier an Spitzentagen zehntausende Menschen auf relativ beengtem Raum zusammen. Sehr zu Recht wurden deshalb Zoos und zooähnliche Einrichtungen Mitte März 2020 auf behördliche Anordnung für den Publikumsverkehr geschlossen. Zugleich drängten sie vom ersten Tage an auf schnellstmögliche Wiedereröffnung. Und natürlich auf staatliche Hilfen.

Auch das Verbrennen von Hexen und Ketzern hat eine lange Tradition.

Religion oder Tierwohl

Deutschland ist ein säkularer Staat. Also: Er sollte es eigentlich sein. Denn immer wieder versuchen religiöse Partikularinteressen, diesen Grundsatz auszuhebeln und religiöse Vorschriften über das Gemeinwohl zu stellen.

Mit dem Beobachtungssystem Icarus können Wissenschaftler die Bewegungen von Tieren rund um den Globus verfolgen

Icarus ist angeschaltet

Das deutsch-russische Beobachtungssystem für Tierbewegungen Icarus ist diese Woche in den Testbetrieb gegangen. Nach Abschluss aller Tests wird Icarus der Wissenschaftsgemeinschaft voraussichtlich im Herbst oder Winter 2019 zur Verfügung stehen.

Einsatz für Tiere jenseits der eigenen Komfortzone

Für die Entwicklung effektiver Strategien zur Tierleidminderung wurde am vergangenen Samstag Mahi Klosterhalfen mit dem Peter-Singer-Preis 2019 ausgezeichnet. Tenor der Preisverleihung und Motto des Preisträgers: Wer Tierleid vermindern will, muss die eigene Komfortzone verlassen und auch ungeliebte Kooperationen suchen – grundsätzliche Gegner der Nutztierhaltung ebenso wie jene, die nicht auf Fleisch verzichten wollen.

Rinderhälften in einem Kühlhaus

Belgien: Verbote rituellen Schlachtens treten 2019 in Kraft

Im nordbelgischen Flandern ist mit dem ersten Januar ein Verbot rituellen Schlachtens ohne Betäubung in Kraft getreten. Wallonien soll im September 2019 folgen. Beim rituellen Schlachten gibt es Unterschiede zur nicht religiös gebundenen üblichen Schlachtung. Diese werden teilweise aus den Reihen des Tierschutzes und der Religionskritik bemängelt. Religiöse Gemeinschaften protestieren gegen das Verbot.

Noch dürfen Rinder angebunden gehalten werden

2030 soll es keine Anbindehaltung mehr geben

Noch immer wird die Hälfte aller bayerischen Rinder ganzjährig angebunden. Jetzt kommt Druck von den Molkereien, auf Laufstallhaltung umzustellen. Davon sehen sich kleine Landwirtschaftsbetriebe bedroht. Während sich der Bayerische Bauernverband gegen Befristungen wehrt, geht es Tierschützern nicht schnell genug.

So stellt man sich junge Ferkel vor. Die Realität sieht leider häufig anders aus.

Kein Schwein gehabt

Weil Fleischessen ja so natürlich ist, funktioniert die Tierhaltung in den Industriestaaten selbstverständlich auch ganz naturnah. Viele VerbraucherInnen sehen offenbar auch ein eingeschweißte Stück Kadaver, das auf seinem eigenen Etikett das erste Mal mit grüner Wiese in Kontakt kommt, noch als etwas "Natürliches" an.

Skandalöse Zustände im Zoo Neunkirchen

Der diesjährige Ostermontagsausflug einer saarländischen Tierfreundin in den Neunkircher Zoo – eine angeblich "wissenschaftlich" geführte und damit zu den besseren ihrer Art zählende Einrichtung – geriet für sie zum Desaster. Angesichts des sogenannten "Pavianfelsens", auf dem mehr als 100 Tiere auf engstem Raume zusammengepfercht sind, musste sie, wie sie tags darauf schrieb, weinend den Zoo verlassen.