Einige dunkle Jahrhunderte lang galt die Bibel als Gottes Wort. Ihre mannigfaltigen Absurditäten öffentlich zu bemerken, war gefährlich. Einer der Ersten, die es taten, war im 18. Jahrhundert der Hamburger Gelehrte Hermann Samuel Reimarus: Er unterzog die Bibel einer Prüfung mit den Augen der Vernunft. Und fand natürlich haarsträubende Widersprüche. Als er die Glaubwürdigkeit der Ostergeschichte massiv angriff, war der Skandal riesig. Reimarus erlebte den Rummel nicht mehr - aus guten Gründen hatte er seine Hauptschrift zu Lebzeiten nicht veröffentlicht. Das übernahm dann Lessing. Und handelte sich gewaltigen Ärger ein.
Der im März 2017 zum Rücktritt gezwungene ehemalige Leiter des Münchner Hauses der Kunst ist Scientologe und war dies, wie die SPD Landtagsabgeordnete Isabell Zacharias in einer Nachforschung ermittelte, schon bevor er vor über 20 Jahren als Hauptverantwortlicher für eben dieses Haus benannt wurde.
Der Erziehungswissenschaftler Ahmet Toprak und der Sozialwissenschaftler Gerrit Weitzel haben den Sammelband "Salafismus in Deutschland. Jugendkulturelle Aspekte, pädagogische Perspektiven" mit zwölf Beiträgen zur Attraktivität für Salafismus und Präventionsstrategien dagegen herausgegeben. Auch wenn der Band durch fehlende inhaltliche Abstimmung und häufigere Wiederholungen geprägt ist, liefern die Erörterungen zu den Attraktivitätspotentialen des Salafismus wichtige Anregungen für eine differenzerte Ursachenanalyse.
Im Luther gewidmeten Sonderband (2/2017) der Zeitschrift "Aufklärung und Kritik" wurde unter anderem auch ein Beitrag veröffentlicht, worin Gabriele Röwer Ausschnitte aus dem 11. und 12. Kapitel des 8. Bandes der "Kriminalgeschichte des Christentums" von Karlheinz Deschner zusammenstellte. Dem hpd stellte Frau Röwer ihren Begleittext zur Verfügung.
Der Erziehungswissenschaftler Ahmet Toprak und der Sozialwissenschaftler Gerrit Weitzel haben den Sammelband "Salafismus in Deutschland. Jugendkulturelle Aspekte, pädagogische Perspektiven" mit zwölf Beiträgen zur Attraktivität für Salafismus und Präventionsstrategien dagegen herausgegeben. Auch wenn der Band durch fehlende inhaltliche Abstimmung und häufigere Wiederholungen geprägt ist, liefern die Erörterungen zu den Attraktivitätspotentialen des Salafismus wichtige Anregungen für eine differenzerte Ursachenanalyse.
Es ist nur schwer möglich, sich im Jahre 2017 dem allgemeinen Hype um Martin Luther zu entziehen, der vor 500 Jahren seine "reformatorischen" Thesen an das Tor der Schlosskirche zu Wittenberg angenagelt haben soll.
Wer hat am meisten Angst vorm Tod? Die Atheisten natürlich! Diese beliebte, doch nie recht überprüfte Denkfigur ist jetzt durch eine Metastudie der Universität Oxford ins Wackeln gekommen.
Homosexuelle sind "gestörte Menschen", und verführt von der "Religion des Teufels". Mit diesen Erkenntnissen hat sich jetzt der allseits beliebte österreichische Weihbischof Andreas Laun zu Wort gemeldet.
Luthers Freiheit des inneren Glaubens ist das Gegenteil von dem, wie wir heute Freiheit im Sinne von Selbstbestimmung verstehen. Dem fundamentalistischen Reformator zufolge entscheidet allen die göttliche Gnade über Heil oder Verdammnis. Luthers Judenhass ist sprichwörtlich und wird heute gern als doch hinreichend bekannt abgetan – ein Zeitgeistphänomen eben, nicht der weiteren Rede wert. Doch erweist sich der Theologe in seiner Studierstube – durch Wissenschaftsfeindlichkeit gepaart mit Teufels- und Hexenglaube – als Mann des Mittelalters.
Wir trauern in Maßen um Joseph Nicolosi, den Begründer der Homo-Heilung. Kürzlich ist der amerikanische Psychologe im Alter von 70 hoffentlich emotional und sexuell erfüllten Jahren gestorben.
Im deutschsprachigen Raum findet der alljährliche Auftakt der sogenannten "Lebensschützer"-Märsche traditionell im März in Münster/Westfalen statt. Wie in jedem Jahr säumten auch am vergangenen Samstag wieder zahlreiche Gegendemonstranten den Weg des christlichen Marsches.
Junge Protestanten verteilten Kondome mit Anspielungen auf Luther-Zitate an Jugendeinrichtungen, um für reformatorische Botschaften zu werben. Die Verteilaktion kam bei der Evangelischen Kirche im Rheinland aber gar nicht gut an.
Als das Spiel Pokémon GO noch auf allen Handys zu finden war, trieb es einen jungen Russen dazu, in einer russisch-orthodoxen Kirche nach dem digitalen Kleingetier zu suchen. Er ließ sich dabei filmen – was ihm jetzt möglicherweise bis zu 5 Jahren Haft einbringen könnte.
Vor zwei Jahren erlebte sie einen beispiellosen Boom und bereicherte die Nachrichtenschlagzeilen weltweit. Jetzt ist die Glaubensgemeinschaft der Zuisten in Island am Ende.
Es war ein Exorzismus mit tödlichen Folgen: Weil ein evangelikaler Pastor aus einem kleinen nicaraguanischen Dorf geglaubt hat, dass eine 25-jährige Frau vom Dämon besessen gewesen war, warfen Dorfbewohner sie nackt auf einen Scheiterhaufen. Später verstarb die Frau an ihren Verbrennungen. Das Dorf schützt unterdessen ihren Pastor.