Sogar drei Meter Abstand schützen nicht: Selbst bei dieser Distanz dauert es keine fünf Minuten, bis sich eine ungeimpfte Person, die in der Atemluft eines Corona-infizierten Menschen steht, mit fast 100-prozentiger Sicherheit ansteckt. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist: Wenn beide gut sitzende medizinische oder noch besser FFP2-Masken tragen, sinkt das Risiko drastisch.
Der Marburger Politikwissenschaftler Frank Deppe legt mit "Sozialismus. Geburt und Aufschwung – Widersprüche und Niedergang – Perspektiven" eine bilanzierende Stellungnahme persönlichen wie politischen Zuschnitts vor. So faktenreich und informativ das Buch ist, so ist es doch von einer Ökonomiezentriertheit durchzogen, welche dann demokratischen und menschenrechtlichen Defiziten im "real existierenden Sozialismus" nur einen geringen Stellenwert zuschreibt.
"Die Aufklärung des 18. Jahrhunderts gehört zu den einflussreichsten kulturellen und gesellschaftspolitischen Strömungen der westlichen Zivilisation", lautet der erste Satz eines Buches, das sich zum Ziel setzt, die Bedeutung dieser geistigen Entwicklung in allen Bereichen des Denkens und Handelns in Erinnerung zu setzen und die zunehmenden Widerstände und Bedrohungen, denen sie ausgesetzt ist, aufzuzeigen.
Eine experimentelle Methodenstudie der TU Chemnitz und der Universität Konstanz deutet auf eine Überschätzung der Impfquote gegen Covid-19 in Bevölkerungsumfragen hin – denn Gründe der "sozialen Erwünschtheit" verzerren die Umfrageergebnisse.
In einer Studie mit dem Titel "Ohne Gott und gegen die Kirche?" wollen Mitarbeitende des Instituts für Praktische Theologie der Universität Leipzig die Einstellungen organisierter Konfessionsfreier untersuchen. Doch unter den Forschungsobjekten gibt es durchaus Kritik an der Studie. Ein Kommentar von Adrian Gillmann.
Religions- und Kirchensoziologen der Universität Leipzig erforschen derzeit die Einstellungen von organisierten Konfessionsfreien in Deutschland. Hierfür bitten sie um Teilnahme an einer Online-Umfrage.
Das aktuelle Heft von Aufklärung und Kritik, der umfangreichen Vierteljahreszeitschrift der Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg (GKP), ist erschienen. Die Redaktion hat dem hpd wieder das Vorwort zu Verfügung gestellt.
Wie lässt sich prüfen, ob Informationen echt und vertrauenswürdig sind – gerade solche, die über das Internet oder die Sozialen Medien verbreitet werden? Die Möglichkeit, etwa Videos und Fotos mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) zu manipulieren, machen eindeutige Antworten immer schwieriger. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben sich im Auftrag des Europaparlaments mit den potenziellen Gefahren der Deepfake-Technologie beschäftigt und Optionen für eine bessere Regulierung entwickelt.
Woraus entspringt die menschliche Religiosität und der Glaube an explizite Gottheiten? Drei Erklärungsansätze haben sich in den letzten Jahren herauskristallisiert: ein sozialpsychologischer, ein kognitiver und ein kontextueller. Ein Team von Forschenden hat diese Ansätze in einer umfangreichen Studie auf die Probe gestellt.
Jonas Schöley, Forscher am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, und ein internationales Demograf*innen-Team berechneten, dass die Perioden-Lebenserwartung in europäischen Ländern und den USA durch die Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 um mehrere Monate oder sogar Jahre gesunken ist. Dabei haben Männer in den USA mit 2,2 Jahren im Durchschnitt am meisten eingebüßt. In Deutschland ist die Perioden-Lebenserwartung für Männer und Frauen dagegen nur um einige Monate gesunken.
Das alte Ägypten als Fundgrube für den Esoterikmarkt, ein ungewöhnliches Zahlenspiel mit der DNA und ein Ausblick auf das neue Buch, das der Physiker Holm Hümmler gemeinsam mit der Psychologin Ulrike Schiesser verfasst hat: Dies und vieles mehr ist in der aktuellen Ausgabe des Skeptiker zu finden. Die Zeitschrift der GWUP e. V. ist ab sofort als Print oder e-Paper erhältlich.
"Einzeln sein bedeutet, aus einer Tatsache – jeder ist einzeln – eine Aufgabe zu machen, für das Leben und für das Denken. Dann bemerkt man, wie schwierig es ist, zu unterscheiden, ob man selbst oder die Gesellschaft in einem denkt und empfindet." Rüdiger Safranski, Philosoph, Literaturwissenschaftler und mit zahlreichen Preisen ausgezeichneter Schriftsteller, erzählt in seinem neuesten Buch anhand der Lebensentwürfe bedeutender Philosophinnen und Philosophen, verbunden mit geschichtlichen Reflexionen, was "einzeln sein" heißt.
Seit Jahren warnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor den Gefahren des Klimawandels. Die Folgen sind längst auch hierzulande spürbar. Nur durch schnelles und entschlossenes Handeln ließen sie sich zumindest begrenzen. Was aber hindert uns daran, dringend notwendige Maßnahmen zu ergreifen? Der Psychologe Ralph Hertwig, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, erläutert die Gründe und gibt Anregungen, wie wir unsere Gewohnheiten ändern können.
Religiös-fundamentalistische Einstellungen werden häufig als ein wichtiger Erklärungsfaktor für extremistische Gewalt betrachtet. Empirische Belege sind aber rar. Um die Rolle gewaltlegitimierender Schriftverse zu untersuchen, haben die WZB-Forscher Ruud Koopmans und Eylem Kanol ein Umfrageexperiment unter gut 8.000 christlichen, muslimischen und jüdischen Befragten in sieben Ländern durchgeführt.
Sönke Zaehle vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena hat sich für den Bericht des Weltklimarats unter anderem mit den globalen Kohlenstoffsenken beschäftigt. Außerdem erforscht er, wie wichtig die Methan- und Lachgaskreisläufe für die Berechnung des verbleibenden Kohlenstoffbudgets sind, um den Klimawandel auf eine bestimmtes Niveau zu begrenzen. Harald Rösch hat ihn für die Max-Planck-Gesellschaft interviewt.