Forscher und Forscherinnen um Manfred Gahr vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen haben die Verwandtschaftsverhältnisse der Vogelfamilien auf der Erde untersucht und konnten erstmals die Verwandtschaftsbeziehungen aller Familien der Nicht-Sperlingsvögel und fast aller Familien der Sperlingsvögel aufklären.
Der Umgang mit der aktuellen Covid-19-Pandemie könnte wertvolle Erkenntnisse für die Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels liefern. Ein Forscherteam des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat die Parallelen zwischen der globalen Gesundheits- und der Klimakrise aufgezeigt und analysiert, was politische Entscheidungsträger und Bürger von der Corona-Pandemie lernen können und wie man die Lektionen daraus auf die Reduzierung der globalen CO2-Emissionen anwenden kann. Ihr Vorschlag: Ein "Klima-Corona-Vertrag", der die jüngere und die ältere Generation gleichermaßen mit einbezieht.
Der politische Trend zu "alternativen Fakten" trifft nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Fakten gelten heute oft nur noch dann als Fakten, wenn sie ins eigene Weltbild passen. Doch wie schaffen wir es, vernunftgeleitet zu entscheiden? Zum Thema "Rationalität in der Krise" veranstaltet das Hans-Albert-Institut (HAI) mit Unterstützung der Giordano Bruno Stiftung (gbs) einen hochkarätig besetzten Kongress.
Ein paar Stunden lang sah es so aus, als wäre bald ein Ende in Sicht. Schon für Herbst kündigte das Robert Koch-Institut am Mittwoch einen Corona-Impfstoff an – zog die Pressemeldung jedoch schon am selben Abend wieder zurück. Indessen steigen die Fallzahlen, und auch die "Epidemie der Verschwörungymythen" wird wohl weiterhin grassieren. Ein brandaktuelles Thema also, das die Kölner Skeptiker für ihren ersten Online-Vortrag gewählt hatten. Mit dem Physiker und Buchautor Dr. Holm Hümmler saß ein anerkannter Fachmann und Szenekenner vor der Kamera.
Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen hat am Computer mögliche Verläufe der Corona-Pandemie simuliert. Die Berechnungen zeigen, dass regionale Maßnahmen die Epidemie mit deutlich weniger Einschränkungen unter Kontrolle halten können als national verhängte Lockdowns, wenn die Anzahl überregionaler Infektionen niedrig genug ist.
Für eher schlichte Gemüter der älteren Generation ist Nietzsche derjenige, der mit der "Peitsche" zu "Frauen" geht, weil er sich das anders wohl nicht traut. Für viele Humanisten, Sozialisten und Linke hingegen derjenige, der "die blonde Bestie" als "frohlockendes Ungeheuer" losgelassen und der braunen Meute Wege freigeschrieben hat. Doch stimmt wenigstens Letzteres?
Laut einer aktuellen Studie der Bosch-Stiftung vertrauen 73 Prozent der Deutschen "in Zeiten von Corona" der Wissenschaft und Forschung. "Die religiösen Bedürfnisse finden in einem weitgehend selbstsäkularisierten Christentum keinen Halt und suchen in der Wissenschaft unterzukommen", diagnostizierte hingegen Christian Geyer vor ein paar Wochen bei der FAZ.
Das aktuelle Heft von "Aufklärung und Kritik", der umfangreichen Vierteljahreszeitschrift der Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg, ist erschienen. Die Redaktion hat dem hpd wieder das Vorwort zu Verfügung gestellt.
Um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie zu stoppen, haben viele Länder die Bewegungsfreiheit ihrer Bevölkerung eingeschränkt. Die neue "COVID-19 Bio-Logging Initiative", an der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenen Forschungseinrichtungen beteiligt sind, untersucht, wie Tiere auf den Rückgang der menschlichen Aktivität reagiert haben.
Ihre Gehirnhälften laufen in letzter Zeit nicht mehr ganz synchron, der Zellstoffwechsel schwächelt und der Körper hat sich auch schon mal harmonischer angefühlt?
"Zahlen sind ein Schlüssel zur Welt". Wenn ein Universitätsprofessor dies feststellt, sollte es stimmen. Oder doch nicht? Laut Umfragen ist Mathematik das bei weitem unbeliebteste Fach bei Schülern, und über 80 Prozent der Erwachsenen gestehen, mit mathematischen Fragen nicht oder nur sehr schwer zurechtzukommen. Der renommierte, vielfach ausgezeichnete Mathematiker der Universität Gießen, Albrecht Beutelspacher, will dies ändern.
Polarisierung, Verschwörungstheorien, Fake News: Für demokratische Gesellschaften ist es eine bedenkliche Entwicklung, wenn intransparente Algorithmen einiger weniger Konzerne entscheiden, was wir im Internet zu sehen bekommen. Dabei könnten wir das Internet auch so gestalten, dass Autonomie und Transparenz gefördert und damit das positive Potenzial des Internets verstärkt wird.
Unsere Vorfahren zeugten mit anderen Menschenarten gemeinsamen Nachwuchs. Dass dabei fortpflanzungsfähige Nachkommen entstanden, ist der Tatsache zu verdanken, dass der anatomisch moderne Mensch mit Neandertalern und Denisova-Menschen genetisch enger verwandt war, als es heutige Eis- und Braunbären sind. So das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität Oxford, die die reproduktive Kompatibilität von Säugetieren untersuchte.
Aufgrund der Corona-Krise steht die Wissenschaft aktuell so sehr im gesellschaftlichen Fokus wie noch selten zuvor. Zudem steht sie ungerechtfertigt in der Kritik. Ein Großteil der Kritik beruht auf zwei grundsätzlichen Missverständnissen. Zum einen werden Wissenschaftler und Wissenschaft oft gleichgesetzt und verwechselt. Und zum anderen fehlt es zuweilen an einem Verständnis, was man unter Wissenschaft versteht und wie sie funktioniert.
Nach mehrjähriger Pause haben Rainer Rosenzweig und Helmut Fink 2018 unter neuen Rahmenbedingungen wieder ein Symposium zur "Conditio humana" im Lichte der Neurowissenschaften veranstaltet – diesmal mit dem Schwerpunkt "Alter". Der vorliegende Band gewährt einen umfassenden Einblick in die dort gehaltenen Vorträge.