Die neueste Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX konnte gestern seine Stärke demonstrieren. Der Testflug verlief erfolgreich und die Fracht befindet sich auf dem Weg in Richtung Mars.
Wie stark wird das Geschlecht von der Biologie oder der Kultur bestimmt? Über diese schwierige Frage diskutierte der Soziobiologe und Philosoph Eckart Voland mit der Biologin und Wissenschaftsjournalistin Brynja Adam-Radmanic beim Humanistischen Salon in Nürnberg.
Der Mensch greift in die Landschaft ein – durch Städtebau und Straßen, landwirtschaftliche Nutzflächen sowie den Abbau von Rohstoffen. Welche Auswirkungen hat dieser menschliche Einfluss auf Tiere und ihre Lebensräume? Mit Hilfe von GPS-Bewegungsdaten von mehr als 800 Tieren wiesen Wissenschaftler nun weltweit einen Rückgang von Tierbewegungen in Gebieten fest, die vom Menschen beeinflusst sind.
In einer Studie beschreiben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, dass sich die für den modernen Menschen typische runde Gehirnschädelform erst spät während der Evolution unserer Art herausgebildet hat.
Ganze Scharen von Raubvögeln werden immer wieder entlang der Feuerfront der Buschbrände Australiens beobachtet. Fast wie bei uns die Saatkrähen, wenn der Acker umgepflügt wird: Schwarzmilane, Keilschwanzweihen und Habichtfalken jagen Echsen, Schlangen und Insekten, die vor den Flammen fliehen. Helfen sie den Bränden nach? Mark Bonta und Bob Gasford sind überzeugt, dass an den Erzählungen der Aborigines über Feuer legende Falken etwas dran ist.
Humanmediziner interessieren sich angesichts der Frage, wie man Organe für Transplantationen länger lebensfähig hält, für ihre Arbeiten. Sogar Weltraumforscher schauen genau hin, was bei der Torpor-Forschung herauskommt. Die vergleichende Tierphysiologin Lisa Warnecke untersucht den Winterschlaf, besser: die Winterstarre und die Hitzestarre. Das führte sie über vier Kontinente, erzählt sie in ihrem Buch "Das Geheimnis der Winterschläfer".
Einstein hat unser Weltbild revolutioniert wie kein anderer. Ohne seine Forschungen gäbe es so weder die Relativitätstheorie und moderne Kosmologie noch die Quantenphysik. Diese äußerst schwierigen Themen hat der Wissenschaftsreporter und Philosoph Rüdiger Vaas nun geradezu "schwerelos" verständlich gemacht – getreu Einsteins Motto, die Dinge so einfach wie möglich zu erklären, aber nicht einfacher. Der hpd bringt hier einen Auszug seines gerade im Kosmos-Verlag erschienenen Buchs "Einfach Einstein!".
Zivilcourage zu zeigen, ist nicht leicht. Doch gerade in Zeiten, in denen der Populismus immer größeren Zulauf hat, sind "Bürgermut" und die Fähigkeit, für andere mutig einzustehen, gefragt wie nie. Doch warum zögern wir so oft, uns für Gerechtigkeit einzusetzen? Und was unterscheidet die Zivilcouragierten von den anderen? Anna Baumert und ihr Team versuchen darauf Antworten zu finden.
Was haben ein Computer, ein Kleinkind und ein junger Zebrafink miteinander gemeinsam? Sie analysieren auf ähnliche Weise Wort- beziehungsweise Tonfolgen, fand Richard Hahnloser vom Institut für Neuroinformatik der Universität Zürich zusammen mit seinem Team heraus. Zebrafinken lernen das Singen ähnlich wie Kinder das Sprechen. Kein Wunder, sie verfügen über dasselbe FOXP2-Sprachgen.
Statt einer Sprache der Schuld brauchen wir echte Innovationen, meinen Michael Braungart und Monika Griefahn. Das prominente Paar, das zu den Pionieren der deutschen Umweltbewegung gehört, warb im Humanistischen Salon Nürnberg für das "Cradle to Cradle"-Prinzip und die Neuausrichtung des Bio-Gedankens im humanistischen Sinne.
In den nächsten 50 bis 100 Jahren werden extreme Dürreereignisse mit großer Wahrscheinlichkeit stark zunehmen und eine immer größere Bedrohung für Pflanzen und Tiere darstellen. Es ist weit bekannt, dass ein stetiger Temperaturanstieg bereits seit Jahrzehnten im Gange ist, aber diese und andere Studien zeigen, dass das Ausbleiben von Regen eine noch größere Auswirkung auf das Überleben von Pflanzen haben wird. Bis 2070 wird es in Mitteleuropa voraussichtlich deutlich weniger Niederschlag geben als heute. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen stellte fest, dass Pflanzen in dieser Region die Genvarianten fehlen, die sie brauchen, um sich an zukünftige Verhältnisse anzupassen.
Damit wir in Gemeinschaften zusammenleben können, müssen wir miteinander kooperieren. Um das zu organisieren, bestrafen wir Mitmenschen, wenn sich diese unkooperativ verhalten. Bisher war unklar, wann sich in uns der Antrieb entwickelt, dieses Verhalten zu bestrafen – und ob diese Eigenschaft eine rein menschliche ist. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Kognitions- und Neurowissenschaften und für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun herausgefunden, dass bereits sechsjährige Kinder und Schimpansen unsoziales Handeln rügen wollen – und dafür sogar Kosten und Mühen auf sich nehmen, um selbst bei der Bestrafung dabei sein zu können.
Neue Besetzung, neues Buch, neue Programme: Zehn Jahre nach der Gründung des Wissenschaftskabaretts haben sich die "Science Busters" neu erfunden. Skeptiker-Chefreporter Bernd Harder sprach mit ihnen über Männerstammtische, Game of Thrones und die erste Verhaltensbiologin in der Gruppe.
Die GWUP e.V. (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) hat auch für 2017 die Prognosen von Hellsehern, Astrologen und Wahrsagern unter die Lupe genommen und die Blamage der Augurenzunft dokumentiert.
Auch Bakterien haben Feinde – im Wasser ernähren sich zum Beispiel einzellige Wimperntierchen, die sogenannten Ciliaten, mit Vorliebe von den Mikroben. Diese schützen sich mit diversen Tricks vor den Räubern, welche die Ciliaten wiederum auszuhebeln versuchen. So entsteht ein evolutionärer Wettlauf um die besten Verteidigungs- und Angriffswaffen.