Bangladesch
Muttermilchspende aus religiösen Gründen eingestellt
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Der Plan eines Krankenhauses in Bangladesch, unterernährten Säuglingen durch Muttermilchspenden zu helfen, wurde aufgrund von Protesten fundamentalistischer Muslime eingestellt. Die Kritiker sehen in dem Programm einen möglichen Verstoß gegen religiöse Regeln.
Laut Medienberichten hat ein Krankenhaus in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, nach Protesten fundamentalistisch-muslimischer Kleriker seine Pläne für ein Muttermilchspenden-Programm eingestellt. Das Programm, das ursprünglich im Dezember gestartet werden sollte, sah vor, mit Muttermilchspenden bis zu 500 unterernährte und verwaiste Kindern aufzupäppeln. Bangladesch hat eine der höchsten Raten an Unterernährung bei Kindern weltweit.
Die muslimischen Kleriker, die das Programm kritisieren, befürchten durch die Muttermilchspenden einen möglichen Verstoß gegen religiöse Regeln des islamischen Rechts. Darin sei vorgeschrieben, dass zwei Babys, die Milch derselben Mutter trinken, später nicht heiraten dürfen. Dies sei jedoch im Fall einer Muttermilchspende nicht ausgeschlossen, da sich die Kinder als Erwachsene begegnen und heiraten könnten – unwissend, dass sie Milch derselben Mutter getrunken hätten. Ihre Heirat und ihre Nachkommenschaft wären damit aus streng islamischer Sicht nicht rechtmäßig.
Der Islam ist in Bangladesch Staatsreligion. Fundamentalistische muslimische Kreise gewinnen in dem südasiatischen Land seit Jahren immer mehr Einfluss. Morde an Menschen, die sich öffentlich zum Säkularismus oder gar Atheismus bekennen, sind dort keine Seltenheit.

Kommentare (6)
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Es ist fast unglaublich, dass
Es ist fast unglaublich, dass so ein Schwachsinn im einundzwanzigsten Jahrhundert noch möglich ist. Wie realitätsfern ist dieser glaube, der die Menschen NUR unterdrückt und gängelt. Ich frage mich, was haben die muslimischen Priester davon derartige Gesetze zu erlassen? gegen Ihr eigenes Volk.
Es geht darum, Inzest zu
Es geht darum, Inzest zu unterbinden, was an sich nicht falsch ist. Im Fall dieses "Rechts" werden die Kinder mit Milchspende offiziell zu Geschwistern erklärt. Auch in unseren Breitengraden ist die sexualisierte Liebe zwischen Bruder und Schwester gesetzlich untersagt, was auf reinen religiösen Überzeugungen beruht. Nach heutigem Standard könnten beide sich lieben und dabei verhüten, das wäre überhaupt kein Problem. Es wird aber als ungewöhnlich und moralisch verwerflich empfunden - genauso wie im Fall dieser Waisenkinder in Bangladesh.
Religiöse - werden sie mit
Religiöse - werden sie mit ihren Texten konfrontiert - reagieren oft damit, dass sie auf die Bildhaftigkeit der Verse abheben, d.h. dass dies Metaphern seien. "Zwei Babys, die Milch derselben Mutter trinken" - was könnte das in metapherisch bedeuten? Etwa, dass beide blutverwandt sind, weil sie die gleiche Mutter haben? Um Inzest zu vermeiden? Aha! Das könnte es sein. Seltsam, dass hier die wörtliche - und damit unsinnige - Auslegung bevorzugt wird.
Die einen machen das so, die anderen so - äh, nein: Die einen machen das so und dieselben nach Laune mal anders.
Dass deswegen Säuglinge Not leiden müssen...?! Leute, ja ihr von der religiösen Front, es reicht. Wir haben längst verstanden! Keine weiteren Beweise bitte! Religion schadet!
........Morde an Menschen die
........Morde an Menschen die sich, zum Säkularismus bekennen, sind dort keine Seltenheit. - Aber Spendengeldern von der westlichen ungläubigen Zivilisation werden natürlich nicht zurückgewiesen!!
Ja Herr Bolz, ist halt die
Ja Herr Bolz, ist halt die Konsequenz einer verlogenen Moral, was will man anderes erwarten,
sowie im Christentum so im Islam und insgesamt bei allen Märchenerzählern die davon gut leben.
„Darin sei vorgeschrieben,
„Darin sei vorgeschrieben, dass zwei Babys, die Milch derselben Mutter trinken, später nicht heiraten dürfen.“
Das klingt in meinen Ohren eher nach einer religiösen Metapher, die als ein allgemeines Verbot der Inzucht zu verstehen ist.
Aber klar, einige nehmen ihre Religion ja immer wortwörtlich, da sie die tiefe Bedeutung dahinter nicht verstehen können.