Internationales

Mike Johnson und Donald Trump

Der neue Speaker des US-Kongresses: Homophob, Trump-Lügen-Influencer, Kreationist

Der rechte Flügel der republikanischen Partei hat sich mit der Wahl von Mike Johnson als Sprecher des Repräsentantenhauses, laut US-Verfassung die drittbedeutendste politische Funktion des Landes, durchgesetzt. Einige Beobachter meinen, es hätte nach der Abwahl von Kevin McCarthy durch rechte Hardliner Anfang Oktober dieses Jahres und mit der Aufstellung der rechten Galionsfigur Jim Jordan deutlich schlimmer werden können. Sie irren sich, denn was Johnson als Hinterbänkler von Jordan unterscheidet, ist lediglich seine bisherige politische Bedeutungslosigkeit, seine Ansichten aber sind um nichts weniger radikal und demokratiefeindlich.

Satanic Temple-Konzert im Indiana State Capitol

Im Mai diesen Jahres erhielt der missionarisch-christliche Musiker Sean Feucht die Möglichkeit im Indiana State Capitol aufzutreten. Ein klarer Verstoß gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten: Diese sieht die Trennung von Staat und Kirche vor und verbietet es der Regierung eine Religion einer anderen vorzuziehen. Um Gerechtigkeit bemüht hat der Satanic Temple ein Konzert der Band "Satanic Planet" im Regierungsgebäude organisiert. Unter lautem Gebrüll und Gebet eines christlichen Grüppchens konnte "Satanic Planet" fünf Lieder präsentieren und einige Menschen enttaufen.

Symbolbild

Spanien: Gefilmte Vergewaltigungen entdeckt – Priester festgenommen

Ein katholischer Priester hatte im südspanischen Vélez-Málaga seine ehemalige Lebensgefährtin bei der Polizei angezeigt, weil sie ihm elektronische Geräte gestohlen haben soll. Wie sich herausstellte, befanden sich auf den Geräten Videos, die der Priester selbst gedreht hatte. In ihnen vergewaltigte er Frauen, die er vorher betäubt hatte. Ihm werden vier Vergewaltigungen und weitere Verbrechen vorgeworfen. Die von der ehemaligen Lebensgefährtin zuerst informierte Kirche hatte die Behörden nicht kontaktiert.

Protestschild gegen die israelische Justizreform

"Ihr habt dieses Land auseinandergerissen": Der Zorn Israels bahnt sich seinen Weg nach Hause

Die Bilder des Kriegs zwischen der Hamas und Israel haben nicht nur ein Schisma in der Weltbevölkerung aufgerissen, sondern auch innerhalb der israelischen Öffentlichkeit und Politik. Denn anders als bei früheren Konfrontationen richtet sich die Wut der Bevölkerung nicht nur auf die Hamas, sondern auch auf die eigene Regierung: Jahrelange Klientelpolitik und allen voran die kürzlich entgegen immenser Proteste in Gang gesetzte Justizreform sollen die jüngsten Angriffe überhaupt erst ermöglicht haben. Der Versuch einer historischen Einordung.