Ivo Sasek, Gründer und Führer der christlich-fundamentalistischen Freikirche "Organische Christus-Generation" (OCG), wehrt sich stets vehement gegen den Vorwurf, seine Gemeinschaft trage die Züge einer radikalen Sekte. Nun berichtet Simon, der älteste Sohn des Sektengründers, von den totalitären Allüren seines Vaters.
Endlich ist Donald Trump Geschichte! Die Welt atmet auf. Trump, der angekündigt hatte, dass vor der Angelobung des neuen Präsidenten "noch viel passieren wird", machte seine Drohung zügig wahr. Er verkündet weiter den Mythos der gewonnenen Wahl und hat vor, weiter zu "kämpfen", was immer das angesichts eines gesperrten Twitter-Accounts heißen möge. Die Rolle des armen, verlachten Losers will ihm so gar nicht zu Gesicht stehen.
Die Stadt Köln erlebt einen beispiellosen Exodus von Gläubigen, befeuert vom geheimniskrämerischen Umgang des umstrittenen Kardinals Rainer Maria Woelki mit einem Gutachten zum Kindesmissbrauch im Bistum. Obwohl die Stadt die Anzahl an Terminen für den Kirchenaustritt seit Januar mehr als verdoppelt hat, rauchte vergangenen Freitag der Terminvergabeserver ab – wegen zu großen Interesses.
Die Angst vor Unfällen, Schicksalsschlägen und schweren Krankheiten begleitet uns ein Leben lang. Wie ein lästiger Schatten, der sich nicht abschütteln lässt. Zu oft haben wir erlebt, dass wir zerbrechlich sind und rasch aus der Bahn geworfen werden können. Denn wir wissen: Von einem Moment auf den anderen kann das Leben dramatisch auf den Kopf gestellt werden.
Trotz aller Beteuerungen bleibt das Kernproblem der Missbrauchsaufarbeitung in der katholischen Kirche das gleiche: Täter- geht vor Opferschutz, das demonstriert aktuell der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Wie sehr sich die Kirche damit selbst schadet, scheint ihr trotz allem noch immer nicht bewusst zu sein.
Viele Menschen katholischen Glaubens hoffen, dass die Reformen innerhalb ihrer Kirche ausreichen, um mit dem Wandel der Gesellschaft schrittzuhalten. Doch ein genauerer Blick auf die tatsächlich stattgefundenen Veränderungen ist sehr ernüchternd: Keine der fragwürdigen Strukturen wurden abgeschafft oder zumindest dahingehend angepasst, dass diese keinen Schaden mehr anrichten können. Auch die erste Frau mit Stimmrecht in der Bischofssynode kann darüber nicht hinwegtäuschen.
Die Äußerungen einer Sektenexpertin über die Praktiken der Zeugen Jehovas entsprechen der Wahrheit und sind somit zulässig. Das Bezirksgericht Zürich hat festgestellt, dass regelmäßig kritisierte Praktiken der Zeugen Jehovas wie unter anderem die sogenannte Ächtung und Zwei-Zeugen-Regel tatsächlich durchgesetzt werden, anders als die Glaubensgemeinschaft häufig behauptet. Somit wurden die fraglichen Äußerungen der Beklagten jeweils für wahr befunden beziehungsweise konnten für wahr gehalten werden.
Katholische Geistliche haben oft eine besondere Gabe, für Verwunderung zu sorgen. Als ob der Ruf ihrer Kirche nicht schon genug ramponiert wäre, treten sie offenen Auges in Fettnäpfe: Ein 41-jähriger katholischer Geistlicher rät in einem YouTube-Video, sich nackt in den Schnee zu legen und den Satan zu vertreiben.
Der Islamwissenschaftler Niklas Hünseler fragt in seiner Studie "Demokratie und Scharia. Vorstellungen politischer Herrschaft der Da'wa Salafiyya, Ägyptischen Muslimbruderschaft und Wasat-Partei" danach, inwieweit Demokratie und Islamismus anhand der im Untertitel genannten Untersuchungsobjekte zusammenpassen können. Dabei arbeitet er in systematischer Analyse mit einem Minimalverständnis, das auch Alternativmodelle zu westlichen Demokratievorstellungen berücksichtigt, und kommt zu dem Ergebnis, dass die meisten Grundlagen nicht akzeptiert werden, allenfalls mit Einschränkungen der prozedurale Wahlakt.
In Reaktion auf die Reformbewegung katholischer Frauen "Maria 2.0" bildete sich nur wenig später das regressive Bündnis "Maria 1.0", in dem Frauen dafür eintreten, wie gerne sie in der katholischen Kirche als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Mit einer fragwürdigen Äußerung meldete sich eine Vertreterin letzte Woche beim "Synodalen Weg" zu Wort.
Schlecht erzählt, wirr, grausam, archaisch: Was tun mit der Bibel? Sie einfach nur so beiseitezulegen ist ja doch keine Option. Man sollte schon einmal hineingeschaut haben, bevor man sie mit einem leichten Aufatmen wieder zurück ins Regal schiebt.
Religiöse Traditionen sind zählebig. Manchmal müssen erst Menschen sterben, ehe die Kirchenväter sich zu einer Reform durchringen. In anderen Fällen bringen nicht einmal Todesopfer die Oberhirten zur Vernunft. Welchen Weg die rumänisch-orthodoxe Kirche nach dem Tod eines frisch getauften Säuglings einschlagen wird, ist noch unklar.
Vor einem Jahr berichtete der hpd, dass der Betroffenenverband JW Opfer Hilfe über zwei Jahre mehr als 50 Meldungen zu mutmaßlichen Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs innerhalb der Sekte erhalten hatte. Der Verein forderte von den Zeugen Jehovas Aufarbeitung. Aus anderen Ländern war bereits von Missbrauchsfällen berichtet worden. Seit Juli letzten Jahres gibt es eine offizielle Untersuchung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, bei der Ende November ein Expertengespräch stattfand.
Dieser vollkommen absurden Ansicht scheinen nicht wenige Gläubige tatsächlich zu sein. Jedenfalls ist das ein Eindruck, dessen man sich angesichts mehrerer Polizei-Razzien in maskenfreien Gottesdiensten und kreativer Auslegungen von Coronaregeln bei religiösen Versammlungen kaum erwehren kann.
Wer in einer sektenhaften Gruppe aktiv ist, taucht in eine mentale Parallelwelt ab. Denken, Handeln und Fühlen ändern sich oft radikal, die geistige Welt ebenfalls – meist begleitet von einer erheblichen Wesensveränderung.