Finanzen

Kohle statt Karma

Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, wage ich die Hypothese, dass Fromme und strenggläubige Personen sich gern für die etwas besseren Menschen halten. Sie glauben, im Besitz der religiösen oder spirituellen Wahrheit zu sein, in der Gnade Gottes zu stehen und seinen Schutz zu geniessen. Nicht nur in übersinnlichen Belangen, sondern auch in alltäglichen.

Ethikunterricht: Zahlen bitte!

Seit Anfang September 2021 existiert der Ethikunterricht als normales Unterrichtsfach an österreichischen Mittelschulen. Für SchülerInnen der neunten Schulstufe, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, ist er verpflichtend. Er kann aber auch nur mit einer Abmeldung von Religion in der ersten Schulwoche besucht werden. Weitere Aspekte verringern ebenfalls seine Attraktivität.

Spanien: Valencianische Bischöfe erhöhen ihre Einnahmen

Vor Kurzem wurden die Einnahmen der katholischen Bischöfe in der ostspanischen autonomen Region Valencia veröffentlicht. Die Einnahmen stiegen auf einen Wert von 109,5 Millionen Euro. Zusammengesetzt sind sie unter anderem aus den Geldern die in die Kollekten fließen, über Erbschaften eintreffen oder aus Steuergeldern verteilt werden. Ein nicht unerheblicher Anteil stammt jedoch auch aus Vermietungen von Objekten, für welche die Kirche keine Steuern abführt.

Die Mezquita-Catedral im spanischen Córdoba

Spanien: Aktion zur Rückgabe von Immobilien in Händen der Kirche

Über Jahrzehnte hinweg hatte die spanische katholische Kirche Immobilien auf ihren Namen eingetragen. Dabei waren Grundstücke und Wohnhäuser ebenso wie kulturell wichtige Orte. Privatpersonen und Städte, die versuchten, Immobilien zurück zu erhalten, sahen sich einem aussichtslosen Einsatz gegenüber. Ein Bündnis aus laizistischen und weiteren Organisationen fordert nun am heutigen 6. Oktober bei einer Veranstaltung vor dem Kongress die Rückgabe öffentlichen Gutes.

28. Subventionsbericht der Bundesregierung: Über 4 Milliarden für die Kirchen

Während es zuletzt zu den sogenannten Staatsleistungen in Höhe von jährlich rund 549 Millionen Euro, die als staatliche Entschädigungszahlungen für im 18. und 19. Jahrhundert erfolgte Enteignungen der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland von der öffentlichen Hand an die beiden Kirchen gezahlt werden, eine breite Diskussion bis hin zu Bundestagsanträgen gab, gilt die Milliardensubvention für religiöse Gesellschaften im Rahmen der Kirchensteuer als die vergessene Subvention.

Engelsburg mit Engelsbrücke

Ein Ex-Kardinal auf der Anklagebank

Er gehörte zu den mächtigsten Männern im Vatikan, manche handelten ihn sogar schon als Nachfolger von Papst Franziskus. Doch ab dem morgigen Dienstag steht Ex-Kardinal Giovanni Angelo Becciu im Vatikan vor Gericht, zusammen mit neun anderen Personen und mehreren Unternehmen. Bei einem faulen Immobiliendeal sollen sie Kirchengelder in dreistelliger Millionenhöhe verbraten haben. Becciu muss sich wegen Veruntreuung und Amtsmissbrauchs verantworten, anderen Beteiligten wirft die Staatsanwaltschaft Unterschlagung, Geldwäsche, Korruption und Betrug vor.

Geplanter Standort für das "House of One" in Berlin-Mitte.

Das Haus des Einen zahlen alle

Nun geht es tatsächlich los! In Berlin wird mit der Errichtung des Sakralbaus "House of One" begonnen. Gestern war Grundsteinlegung für ein religiöses Gebäude, das zu großen Teilen aus Steuermitteln bezahlt werden wird.

València verliert gegen den Immobilienhai katholische Kirche

34.961 Immobilien hat die katholische Kirche in Spanien auf ihren Namen eintragen lassen. Dabei stützte sie sich besonders auf ein Gesetz von 1998, welches die Eintragungen vereinfachte. In der ostspanischen Stadt València sind das allein 39 Immobilien. Bei einigen von ihnen handelt es sich nicht um Tempel, sondern zum Beispiel Wohnhäuser und Werkstätten. Obwohl die Stadt keine Chance sieht, einige der Immobilien wieder in den eigenen Besitz zu bekommen, könnten Privatperson Rückgaben erreichen.