Im März stellte das Erzbistum Köln ein juristisches Gutachten zum Umgang mit den Missbrauchsfällen in der eigenen Diözese vor, nachdem im Herbst vergangenen Jahres ein erstes Gutachten aufgrund angeblicher Mängel zurückgehalten worden war. Doch auch das neue Gutachten weist nach Meinung von Strafrechtlern erhebliche Mängel und sogar Merkmale eines Gefälligkeitsgutachtens auf. Im hpd-Interview äußert sich Strafrechtsprofessor Jörg Scheinfeld detailliert zu den Gründen für seine Kritik, die er vergangene Woche öffentlich gemacht hatte.
Es gibt in Deutschland ein Problem mit Antisemitismus. Und es gibt ein Problem mit der Diskussion über die unterschiedlichen Formen und Träger von Antisemitismus. Während einige den "importierten muslimischen" Antisemitismus für das Hauptproblem halten, sehen es andere im "gewachsenen biodeutschen" Antisemitismus. Im Gespräch mit hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg versucht Politikwissenschaftler und Antisemitismusforscher Prof. Armin Pfahl-Traughber die Diskussion zu entwirren.
Helmut Ortner, Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) plädiert in seinem neuen Buch für zivilisierten Streit – nicht nur in diesen Corona-Zeiten. Denn eine offene Gesellschaft brauche Gegenrede und Widerstreit. Konformismus sei Gift für die Demokratie.
Das Ende des Naziregimes mit all seinem Leid, den menschverachtenden Ideologien, dem Krieg, der Schoah, der Vernichtung von Sinti und Roma, der Verfolgung von Homosexuellen und vielen weiteren ist noch keine 80 Jahre her. Dennoch werden rassistische sowie antisemitische Weltbilder in Europa und vor allem auch in Deutschland immer populärer. Der hpd hat zu diesen Themen ein Interview mit dem Leiter der Bildungsstätte Anne Frank Dr. Meron Mendel geführt.
Die Initiative Gesichter der Demokratie widmet dem fragilen Spannungsfeld von Demokratie und Wissenschaft derzeit ein mehrteiliges Interview-Special unter dem Titel "Corona: Demokratie und Wissenschaft im Stresstest" und versucht die Frage zu beantworten: Kann Demokratie Wissenschaft? Im ersten Teil spricht Sven Lilienström, Gründer der Organisation, mit dem Vorstandsvorsitzenden der Berliner Charité, Prof. Dr. Heyo Kroemer, über das Verhältnis von Demokratie und Wissenschaft und die Frage, ob wir in der Krise mehr "Diktatur" wagen müssen.
Bei der globalen Klimakatastrophe steht nicht weniger als der Fortbestand der menschlichen Zivilisation auf dem Spiel, schreibt der Philosoph und Historiker Philipp Blom in seinem neuen Essay "Das große Welttheater". Im Interview erklärt er, wieso wir nur überleben werden, wenn wir uns nicht länger als "Krone der Schöpfung" verstehen, sondern als eine Primatenart, die vom Aussterben bedroht ist.
Heute wurde bekannt, dass der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) den Koordinierungsrat Säkularer Organisationen (KORSO) verlassen wird. Der hpd sprach deshalb mit HVD-Bundesvorstandsmitglied Katrin Raczynski sowie dem KORSO-Vorsitzenden Rainer Rosenzweig.
The extent and consequences of the climate problem are becoming increasingly serious. But if we do not sit back and do nothing, but act adequately, the worst effects and damage can still be prevented. Constantin Huber conducted an interview with Prof. Dr. Eicke R. Weber, who recently joined forces with several other well-known personalities to advocate a complete energy turnaround by 2035 at the latest. Because a delaying tactic until 2050 would only cost the younger generations dearly.
Die Nacht zurückzuerobern war eines der erklärten Ziele der Frauenbewegung. Dahinter steht der Anspruch, dass Frauen sich auch nachts frei in der Öffentlichkeit bewegen können, ohne Angst vor Übergriffen. Selten ging das so gründlich schief wie in der Silvesternacht 2015/2016, als hunderte von Frauen vor dem Hauptbahnhof in Köln – aber nicht nur dort – Opfer sexualisierter Gewalt wurden.
Das Ausmaß und die Folgen der Klimaproblematik werden immer gravierender. Doch wenn wir nicht die Hände in den Schoß legen, sondern adäquat handeln, können die schlimmsten Auswirkungen und Schäden noch verhindert werden. Constantin Huber führte hierzu ein Interview mit Prof. Dr. Eicke R. Weber, welcher sich kürzlich mit einigen anderen namhaften Persönlichkeiten zusammenschloss, um für die vollständige Energiewende bis spätestens 2035 einzutreten. Denn eine Hinhaltetaktik bis 2050 käme vor allem den jüngeren Generationen teuer zu stehen.
Welche Bedeutung hat die Frage nach dem Sinn des Lebens für religiöse und nichtreligiöse Menschen? Andreas Kyriacou hat sich darüber mit der Sinnforscherin Tatjana Schnell unterhalten.
Auf der norwegischen Insel Spitzbergen befindet sich einer der größten Schätze der Menschheit: Ein riesiger Saatgut-Tresor, in dem Samen von Nutzpflanzen aus allen Teilen der Erde eingelagert werden. Ziel des Projekts ist es, die immer weiter schwindende genetische Vielfalt von Nutzpflanzen für künftige Generationen zu erhalten. Auch und gerade in Hinblick auf den Klimawandel. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg führte hierzu ein Interview mit Stefan Schmitz, dem Leiter des Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt.
Im Jahr 2013 hat Sangey Tashi in New York das Tibetan Community Health Network (TCHN) gegründet. Ziel ist es, medizinische Fakten auf Tibetisch zu vermitteln. Die buddhistische Weltsicht, aber auch Chinas Tibetpolitik erschweren diese Arbeit. Dabei ist medizinische Aufklärung in Covid-19-Zeiten von besonderer Bedeutung.
Wer kennt sie nicht, die Filmsequenz aus "Moderne Zeiten", in der Charlie Chaplin von der Maschine durchs Leben gejagt wird. In postmodernen Zeiten sind es eher unsere eigenen Ansprüche und die Blicke der anderen, die uns unter Druck setzen. In seinem Buch "Nichts mehr sein müssen" setzt sich Alfred Binder mit unserem unentwegten Streben nach Anerkennung auseinander. Der hpd sprach mit dem Autor über Gleichheit, Weisheit und Lebenskunst.
Die Erinnerung an Holocaust und Nazi-Herrschaft befindet sich in einer Umbruchphase, weil die letzten Zeitzeugen sterben. Mario Dahl, Student der Filmakademie Baden-Württemberg, hat sich dem Thema in einem eindrucksvollen Kurzfilm genähert.