Die Ärztin Kristina Hänel ist von der Staatsanwaltschaft Gießen nach § 219a StGB angeklagt worden. Die Verhandlung vor dem Amtsgericht ist am 24. November 2017. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Verbot, öffentlich die ärztliche Dienstleistung des Schwangerschaftsabbruchs anzubieten. Auf Hänels Webseite befindet sich in ihrem Leistungsspektrum unter der Rubrik "Frauengesundheit" das Wort "Schwangerschaftsabbruch".
Schaut man in seinen Facebookfeed oder auf Twitter, ist er immer wieder zu sehen: der Hashtag #metoo, zu Deutsch "ich auch". Frauen erzählen damit, dass auch sie bereits Opfer sexueller Belästigung wurden. Manche erzählen detailliert, wie und wo es zu den Vorfällen kam. Ein erschreckendes Zeichen dafür, wie viele Frauen, auch aus meinem Freundeskreis, Opfer sexueller Gewalt geworden sind.
Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) bekannte im Kloster Blaubeuren: "Ich bin ein Gegner der Abtreibung." Damit stellt er sich auch gegen Teile der eigenen Parteiführung, die die sexuelle Selbstbestimmung als Teil der linken Politik begreifen.
Das US-Abgeordnetenhaus hat eine Gesetzesvorlage zur Verschärfung des Abtreibungsrechts verabschiedet. Danach soll ein Schwangerschaftsabbruch ab der 20. Schwangerschaftswoche unter Strafe gestellt werden, betroffene Frauen jedoch nicht strafrechtlich verfolgt werden. Damit konnten die Abtreibungsgegner in den USA einen wichtigen Teilsieg erringen. Allerdings dürfte das Gesetz im Senat scheitern.
Irland hat das restriktivste Abtreibungsgesetz in Europa. Danach ist ein Schwangerschaftsabbruch selbst nach einer Vergewaltigung verboten. Im vergangenen Jahr hat der UN-Menschenrechtsausschuss das irische Abtreibungsverbot als Verstoß gegen die internationalen Menschenrechtsvereinbarungen kritisiert. Nun hat die Regierung beschlossen, im kommenden Jahr einen Volksentscheid über die Lockerung der strengen Regeln durchzuführen.
Mit einem bunten Protest und zahlreichen kleineren kreativen Aktionen stellten sich über 2500 Menschen den christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen auf ihrem sogenannten "Marsch für das Leben" entgegen. Dazu aufgerufen hatte neben anderen Akteur*innen das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung.
Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ruft am Samstag, den 16. September 2017, zum Aktionstag in Berlin am Brandenburger Tor auf. Mit Reden, Musik und kreativen Aktionen soll für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und sexuelle Selbstbestimmung demonstriert werden.
Wie die Gegner einer fortschrittlichen Sexualaufklärung an Schulen die Fakten verdrehen. Konservative Christen, AfDler, NPD-Anhänger und die Neue Rechte gehen gemeinsam auf die Barrikaden: Gegen eine Sexualaufklärung an Schulen, die angeblich die klassische Familie in Frage stellt und die Kinder sexualisiere. Wir haben die Lehrpläne aller 16 Bundesländer zum Thema durchgesehen. Das Ergebnis: Der Kampf gegen die vermeintliche Frühsexualisierung ist pure Hysterie.
Ein weltweit einzigartiges Museum: von jungen Menschen geliebt, von der Fachwelt anerkannt, von konservativer Politik nach wie vor ignoriert. Das MUVS dokumentiert den Weg zu selbstbestimmter Fruchtbarkeit und Sexualität. Starke Nachfrage erfordert nun Vergrößerung. Und am Donnerstag den 1.Juni wird gefeiert.
Wenn Sie in den nächsten Tagen jungen Leuten begegnen, aus deren To-Go-Trinkbechern Fäden hängen, dann könnte es sein, dass Sie Zeuge einer provokanten Aktion geworden sind. Mit einfallsreichen Aktionen wollen junge Aktivist*innen das Thema Menstruation in die Öffentlichkeit bringen und sich über die Tabuisierung der Monatsblutung hinwegsetzen. Wir sprachen mit Alina Schmitz, einer der Initiatorinnen von #aktionsmens.
"Normalisierende" Behandlungen von Menschen mit Variationen der Geschlechtsmerkmale verstoßen gegen Rechte auf Gesundheit und auf Selbstbestimmung. Eltern und Betroffene werden nicht ausreichend informiert und unterstützt. Dies dokumentiert ein aktueller Amnesty-Bericht.
In Großbritannien wird es künftig einen verpflichtenden Beziehungs- und Sexualkundeunterricht geben. Das Königshaus hat Ende April einem entsprechenden Gesetzentwurf zugestimmt. Während das Pflichtfach in den Grundschulen auf einen Beziehungsunterricht reduziert werden wird, wird den Schülern in den britischen Sekundarschulen auch Sexualkunde erteilt. Die britischen Humanisten warnen vor Ausnahmen für religiöse Schulen und Schüler.
Das unabsichtliche Verbreiten von erotischem Material in Bild und Ton scheint unter Religiösen gerade en vogue zu sein. In kurzer Zeit ereigneten sich im Senegal und in der Türkei ungewöhnliche Zwischenfälle, die für Irritationen sorgten.
Es ist eigentlich eine freudige Nachricht, doch brachte sie ein Pärchen für sechs Wochen ins Gefängnis. Weil eine Ukrainerin an Unterleibsschmerzen litt, brachte ihr südafrikanischer Verlobter sie in Abu Dhabi zu einem Arzt. Dieser fand dann heraus, dass die Frau schwanger ist.
Junge Protestanten verteilten Kondome mit Anspielungen auf Luther-Zitate an Jugendeinrichtungen, um für reformatorische Botschaften zu werben. Die Verteilaktion kam bei der Evangelischen Kirche im Rheinland aber gar nicht gut an.