USA

Oklahoma

Oklahoma erlaubt steuerfinanzierte katholische Schule

Mit der Entscheidung, eine römisch-katholische "Charter School" aus Steuergeldern zu finanzieren, hat der Bundesstaat Oklahoma womöglich einen weiteren Schritt zur Auflösung der US-amerikanischen Trennung von Staat und Kirche getan. Sollten sich die Pläne für die St. Isidore of Seville Catholic School, deren Eröffnung für den Herbst 2024 geplant ist, tatsächlich wie vorgesehen umsetzen lassen, werden weitere Schulen in anderen Bundesstaaten folgen.

Demonstration vor dem SCOTUS

Dieses Haus bedient keine Homosexuellen

Mit dem Fall "303 Creative LLC v. Elenis" hat der Supreme Court of the United States (SCOTUS) kurz vor der Sommerpause noch einmal für entsetztes Staunen gesorgt. Angehörige sogenannter "expressiver Berufe" – wen genau das umfasst ließ der SCOTUS unglücklicherweise unbezeichnet – dürfen künftig offen Menschen diskriminieren, deren Lebensweise ihren eigenen religiösen Überzeugungen widerspricht. Fehlgeleiteter hätte dieses Urteil kaum sein können: Ein Kommentar.

Kirche in Manhattan

Kinder ohne Religion werden gottlose Erwachsene

Laut einer Umfrage des "Pew Research Centers" finden amerikanische Eltern Religion wichtiger als politische Werte. Jedenfalls möchten sie ihren Kindern eher ihre eigene Religion vermitteln als ihre politische Weltsicht. Als besonders hartnäckig erweist sich das protestantische Christentum – trotzdem sind gottlose Eltern erfolgreicher bei der Übertragung ihrer religiösen Ansichten.

Ungültige Messe durch falschen Wein

Der Erzbischof von Kansas City ist besorgt. Jahrelang wurden in seiner Diözese ungültige Messen gefeiert, da Priester in den katholischen Messen nicht-liturgiefähigen Wein nutzten. Dies sei, so der Erzbischof, "eine sehr ernste Situation, für die wir nun den Heiligen Stuhl um Hilfe bei der Wiederherstellung bitten müssen."

Kirche in Arizona, USA

"Atheist:innen sind die ultimativen Outsider"

Atheist:innen sind Schuld am Kapitalismus, am Kommunismus, an der Homosexualität und an Drogen. Das glauben jedenfalls US-Amerikaner:innen. Petra Klug hat den Anti-Atheismus in den USA untersucht. Wo sich Diskrimierung gegen Atheist:innen in Deutschland verbirgt, erklärt die Religionswissenschaftlerin im Interview mit dem hpd.

Behördlich bestätigt: Die Bibel ist nicht jugendfrei

Vor wenigen Monaten erreichte die Aufsichtsbehörde des Schulbezirks Davis im US-Bundesstaat Utah eine ungewöhnliche Beschwerde. Ein Elternteil beantragte die Verbannung der Bibel aus den lokalen Schulbüchereien, da sie pornographische Elemente enthalte und damit eine Kindeswohlgefährdung darstelle. Nun hat die Aufsichtsbehörde entschieden: Wegen "Obszönität oder Gewaltdarstellungen" sei die Bibel in der Tat untauglich für die Regale der Grund- und Mittelschulen.

Pro-Trump-Demonstranten 2020 in Minnesota

Die Ökonomie der Desinformation

Heute beginnt in Delaware, USA, ein historischer Gerichtsprozess. Gegenüber stehen sich die Firma Dominion Voting Systems, Betreiber von Wahlcomputern, und Fox News Media, der Kabelsender des australischen Medienmoguls Rupert Murdoch. Wie im Laufe der Beweisaufnahme deutlich wurde, glaubten Fox' Führungsetage und die prominentesten Persönlichkeiten keine Sekunde daran, dass bei der Präsidentschaftswahl 2020 systematisch betrogen worden sei. Dennoch bot der Sender selbst den wildesten Verschwörungsmythen eine Plattform – aus Angst, die Zuschauer*innen könnten zu noch radikaleren Anbietern abwandern.