Nach dem Tod der Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg wurde am Samstag Amy Coney Barrett als ihre Nachfolgerin im Supreme Court nominiert. Für die erzkonservative Katholikin scheint jedoch die Bibel über der Verfassung zu stehen.
Ein Autor macht Kurzurlaub. Am Ende der Welt. Und findet in der
Airbnb-Bude Spuren okkulter Rituale. Sind dort vielleicht sogar Menschen geopfert worden? Der Mann haut ab, postet Fotos des Grauens auf Twitter – und löst eine Riesendebatte aus. Hat er am Ende vielleicht ein ganz kleines bisschen daneben gelegen?
Die meisten US-amerikanischen Jugendlichen sagen von sich, dass sie die Religion oder Weltanschauung ihrer Eltern teilen. Allerdings ist für sie Religion wesentlich weniger wichtig als für ihre Eltern. Dies zeigt eine jüngst veröffentlichte Umfrage im Auftrag des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center.
Ein presbyterianischer Pastor im US-Bundesstaat New Jersey wurde von vier Personen angezeigt, weil er sie bei einer angeblichen Dämonenaustreibung sexuell missbraucht haben soll: Er gab vor, böse Mächte durch einen Blowjob auszusaugen.
In Kolumbien ist Marc Grenon, Erzbischof der "Genesis II Church of Health and Healing" festgenommen worden. Er hatte, trotz Warnungen der Arzneimittelaufsichtsbehörde, Bleiche als Heilmittel beworben und verkauft. Nachdem immer wieder Menschen durch die Einnahme von solchen Bleichmitteln sterben oder schwer verletzt werden, schritten die Behörden nun ein. Grenon droht die Auslieferung an die USA.
Manche Mythen haben uns fest im Griff: Wachstums- und Fleißmythos etwa. In den USA kommen noch religiöse Mythen dazu: Ohne eine Bekenntnis zu Gott könne man dort kein Politiker sein, heißt es immer. Der Kongressabgeordnete Jared Huffman hat diesen Mythos auf die Probe gestellt und sich zum Nichtglauben bekannt. Und siehe da: Die Wähler dankten es ihm.
Während eines Wahlkampfauftritts im US-Bundesstaat Minnesota berichtete Präsident Donald Trump am Montag von einer Unterredung, die er mit Gott geführt habe. Das Erstaunliche daran: Gott antwortete ihm.
Mit über vier Millionen Covid-19-Infizierten, über 150.000 daran Verstorbenen und Millionen Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, sehen sich die Vereinigten Staaten in einer verzweifelten Situation. Ein 669 Milliarden US-Dollar umfassendes Hilfspaket sollte nun kleine Unternehmen, Einzelunternehmer, einige Nichtregierungsorganisationen und Stammesunternehmen über die Krise retten. Nachdem auch Kirchen Hilfen beantragen können, hat sich allein die römisch-katholische Kirche mehrere Milliarden gesichert.
Europa sollte entschiedener für seine freiheitlichen Werte eintreten und totalitären Tendenzen entgegentreten. Konflikte mit den heutigen Großmächten sind dabei unausweichlich, aber sinnvoll. Zwei sehr unterschiedliche Ereignisse verdeutlichen das exemplarisch.
Trennung von Religion und Staat? In den USA schaufelten die Kirchen Milliarden von Corona-Hilfsgeldern in die eigenen Kassen – angeleitet von Trumps Mitarbeitern im Weißen Haus.
Sein Umgang mit der Corona-Pandemie und den Antirassismus-Protesten lassen die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump sinken. Selbst unter Religiösen, auch wenn diese ihn noch immer mehrheitlich unterstützen.
Im US-Bundesstaat Montana haben Eltern mit geringem Einkommen erfolgreich für eine staatliche Finanzierung religiöser Erziehung geklagt. Der Oberste Gerichtshof entschied nun, dass ein staatliches Programm, welches finanzielle Mittel an private Schulen ausschüttet, religiöse Schulen nicht ausschließen darf. Konservative und religiöse Gruppen feiern das Urteil. Säkulare Gruppen sind entsetzt.
Die Kleinstadt Somerville in Massachusetts hat im Zuge einer Formulierungsfrage Geschichte geschrieben: Sie brach mit dem monogamen Beziehungsschema und weitete offiziell anerkennbare Lebensgemeinschaften auf solche aus, die aus mehr als zwei Partner*innen bestehen. Auslöser dafür war die Corona-Krise.
Die Corona-Pandemie hat die USA fest im Griff und der Staat Florida gehört zu den Hotspots. 169.098 Fälle insgesamt und 3.616 Todesopfer zählt die Statistik am 3. Juli. Um die Infektionswelle einzudämmen, haben die Behörden im Bezirk Palm Beach County Ende Juni die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit beschlossen. Das Votum war einstimmig, doch in der vorangegangenen öffentlichen Anhörung sahen sich die Entscheider*innen mit wütenden Protesten aus der Bevölkerung und kruden Verschwörungsmythen konfrontiert.