Maria Nareku (CAFGEM-Project Manager), Ulla Barreto (TABU INTERNATIONAL  e.V.), Owino Ken (Intact Kenya), Farhiya Abdulkadir (CAFGEM Activist).  (v.l.n.r.)

Afrikaner leisten Widerstand gegen Beschneidungsprogramme

Am 7. Mai ist es wieder so weit: Im Gedenken an das "Kölner Urteil" im Jahr 2012 gehen in Köln (und anderen Städten weltweit) wieder Menschen auf die Straße und demonstrieren für das Recht aller Menschen auf genitale Selbstbestimmung. Die Aktionen rund um den 7. Mai thematisieren in diesem Jahr schwerpunktmäßig die Beschneidungsprogramme in Afrika. Gäste aus den USA und Kenia sollen auf der Demonstration in Köln sowie auf einer Pressekonferenz in Berlin sprechen. Für die aufwändige Aktion werden rund 7.000 Euro benötigt.

Wie falsche Patrioten unseren Wohlstand bedrohen

Der Wirtschaftsjournalist Henrik Müller fragt in seinem Buch "Nationaltheater. Wie falsche Patrioten unseren Wohlstand bedrohen" nach den sozialen und wirtschaftlichen Kontexten beim Aufstieg eines neonationalistischen Populismus. Dabei argumentiert er aus der Perspektive eines Anhängers von Freihandel, der insbesondere aus ökonomischen Gründen für die Offenheit der Grenzen votiert.

Mit Hilfe künstlicher neuronaler Netze wollen Neurobiologen den Schaltplan des Gehirns entschlüsseln.

Mit Künstlicher Intelligenz das Gehirn verstehen

Wie entsteht Bewusstsein? Die Antwort auf diese Frage, so vermuten Forscher, steckt in den Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Leider ist jedoch kaum etwas über den Verbindungsschaltplan des Gehirns bekannt. Der Grund dafür ist nicht zuletzt ein Zeitproblem, denn das Aufspüren von Verbindungen in gewonnenen Daten würde viele Menschenleben an Arbeitsstunden benötigen, da bisher kein Computer die Zellkontakte zuverlässig genug identifizieren konnte. Dies wollen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried nun mit Hilfe künstlicher Intelligenz ändern. Sie haben mehrere künstliche neuronale Netze so trainiert, dass nun eine enorm beschleunigte Rekonstruktion von Nervenzellschaltplänen möglich ist.

Cornelia Heyken

Eine humanistische Bewegung gegen Hetze

Seit Dezember tauchen unter Hasskommentaren auf Facebook vermehrt Kommentare auf, die neugierig Fragen stellen oder freundlich um einen sachlicheren Ton bitten. Dahinter steckt die Initiative #ichbinhier, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Hetze auf Facebook nicht unwidersprochen hinnehmen. Ein Interview mit der Koordinatorin Cornelia Heyken.

Staatlich betriebene Bekenntnisschulen sind überholt

In der Debatte um staatlich betriebene Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen hat sich der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hinnerk Wißmann vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Uni Münster gegen diese Schulform ausgesprochen. In einem Interview hob der Verfassungsrechtler hervor, Förderung der Religion im Schulwesen und religiöse Neutralität des Staates gehörten zusammen.

DITIB-Zentralmoschee in Köln

DITIB hält Demokratie nicht für bindend

Neuerliche Vorwürfe heizen die Debatte um die "Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) erneut an. Bei Recherchen des NDR wurde bekannt, dass der Vorsitzende eines Hamburger DITIB-Moscheevereins bei Facebook ein Bild mit dem Text: "Demokratie ist für uns nicht bindend. Uns bindet der Koran" veröffentlichte.

Karen Duve liest aus ihrem Roman "Macht"

Schriftstellerin Karen Duve mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor geehrt

Die Werke von Karen Duve "sind auf hohem künstlerischen Niveau von Komik und Groteske geprägt" und das ist die Voraussetzung, den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor entgegenzunehmen. 1985 wurde der Preis von der Brückner-Kühner-Stiftung in Verbindung mit der Stadt Kassel gegründet. Er wird jährlich vergeben und ist aktuell mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisvergabe für das Jahr 2017 wurde im Rathaus der Stadt Kassel gefeiert.

Einführung in die Religionskritik für Jugendliche

"Ob der liebe Gott alles sieht? Ob der liebe Gott hilft, wenn ich viel bete?" So etwa wird manches Kind, mancher Jugendliche sich schon gefragt haben. "Wie sag' ich’s meinem Kind?" So wird mancher Vater, manche Mutter überlegt haben, als ihre Kinder sie mit Fragen dieser Art konfrontierten.

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Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Wahlzettel

Der Wahl-O-Mat stellt säkulare Themen zur Diskussion

Soll der konfessionelle Religionsunterricht abgeschafft werden? Soll das Tragen religiöser Symbole bei Justiz und Polizei verboten bleiben? Säkulare Themen wie diese finden mittlerweile Eingang in die Thesen des Wahl-O-Mat. Der Ruf nach einer Trennung von Staat und Kirche gewinnt politisch an Gewicht. Die Parteien müssen sich auch vor den anstehenden Landtagswahlen entsprechend positionieren.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

Blut-Test

Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Bibel im Unterricht

Ein Paradigmenwechsel: Das OVG NRW entkernt das Bekenntnisschulmodell

Seit Jahren sorgen die nordrhein-westfälischen Bekenntnisschulen für Konflikte. Eltern fühlen sich bei der Schulwahl ausgebremst, Kommunen kämpfen mit komplizierten Aufnahmeverfahren und immer wieder landen Fälle vor den Verwaltungsgerichten. Die Frage, ob religiöse Homogenität ein legitimes Kriterium für den Zugang zu öffentlichen Schulen sein darf, schwelte lange unter der Oberfläche und wurde politisch wie juristisch meist mit Verweis auf Tradition und Landesverfassung abgewehrt. Nun hat das Oberverwaltungsgericht NRW einen Beschluss gefasst, der diese Konfliktlage grundlegend verändert.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

„Brückenfestival“ in Nürnberg

Wenn Freiheit als Belästigung gilt

Ein Toleranz-Biedermeier breitet sich aus und drängt freiheitliche Ideale in den Hintergrund. Ausgerechnet die ideellen Nachfahren von Verfechtern der Freikörperkultur wollen diese nun nicht mehr dulden. Ein Fallbeispiel aus Nürnberg.

Bedrohte Demokratie

Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz

Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Sascha Adamek

„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

Der Vorstand von ISAH Saarland

ISAH Saarland: Neue Stimme für Konfessionsfreie im Saarland

Am Montag fand in Saarbrücken die Gründungsversammlung der Initiative „ISAH Saarland“ statt, auf der sich ein bisher informeller Kreis säkularer Humanisten als Verein organisierte. Die „Initiative Säkularität, Aufklärung und Humanismus Saarland“ (ISAH Saarland) hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig die Interessen konfessionsfreier, humanistisch orientierter Menschen im Land öffentlich zu vertreten.

Plakat C2C Congress 2026

Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?