Leugnung, Eingrenzung, Abmilderung, Laissez-faire. Aus den politischen Reaktionen auf die Corona-Pandemie lassen sich interessante Parallelen in andere Bereiche ableiten. Nicht zuletzt auf die Digitalpolitik.
Der religiöse Glaube sollte Heil in die Welt bringen. So jedenfalls versprechen es die Glaubensgemeinschaften und Religionen. Doch das vermeintliche Heil der Religionen bringt immer wieder Unheil in die Welt. In einem Video stellt sich Marian Eleganti gegen die Maßnahmen des Bundes und der katholischen Kirche.
Während die Zahl der Coronatoten täglich steigt, sorgt man sich im Vatikan vor allem um das Seelenheil der Infizierten. Damit sie nicht in Sünde sterben, hat die katholische Kirche nun eine erleichterte Sündenvergebungspraxis in Kraft treten lassen. Bereits durch eine halbstündige Bibellektüre kann die Seele reingewaschen werden, falls kein Priester für die Beichte zur Hand ist.
Der Verlauf der Corona-Pandemie wird stark davon abhängen, wie schnell Medikamente oder Impfstoffe gegen das SARS-Co-Virus-2 entwickelt werden können. Forschende wollen nun in mindestens einer Phase-III-Studie untersuchen, ob der ursprünglich von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie gegen Tuberkulose entwickelte Impfstoff-Kandidat VPM1002 auch bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 wirksam ist.
Aktuell müssen ungewollt Schwangere drei bis vier persönliche Termine außer Haus wahrnehmen, um einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu können: Die Pflichtberatung, einen gynäkologischen Untersuchungstermin, eine Ultraschalluntersuchung, den Abbruch, eine Nachuntersuchung. Hinzu kommen drei Tage Wartefrist zwischen Beratung und Abbruch.
SARS-CoV-2 und die Lungenkrankheit Covid-19 halten die Bevölkerung weiterhin auf Trab. Täglich werden neue Informationen über die Zahl der Infizierten herausgegeben, jeden Tag gibt es mindestens eine Pressekonferenz von Kabinettsmitgliedern und die Empfehlungen beziehungsweise einschränkenden Maßnahmen zur Eindämmung der Fallzahlen werden ebenfalls kontinuierlich aktualisiert sowie verschärft. Doch ganz so, als wäre das Virus an sich nicht fatal genug, verschlimmern Esoteriker und religiöse Fundamentalisten durch die Verbreitung von Fake News die Situation.
Der notwendige Shutdown des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Coronavirus macht auch nicht vor der katholischen Kirche halt. Viele Kirchen haben geschlossen oder zumindest ihre Gottesdienste ausgesetzt, um allzu große Menschenansammlungen zu vermeiden.
Der Humanistische Verband in NRW hat alle für Frühjahr und Sommer 2020 geplanten Jugendfeiern in Nordrhein-Westfalen abgesagt. Auch wenn die Jugendfeiern erst im Mai und Juni stattfinden sollten, kam es jetzt zu dieser Absage.
Nachdem orthodoxe Juden an der Klagemauer zunächst per Massengebet gegen das Coronavirus anzukommen versuchten, haben die obersten Rabbiner Israels nun dort von Massenveranstaltungen abgeraten. Auch auf das übliche Küssen der Klagemauer soll derzeit verzichtet werden.
Eine Hindu-Gruppierung hat eine Party ausgerichtet, auf der Kuh-Urin getrunken wurde, um einer Erkrankung am Corona-Virus vorzubeugen. Die Ausscheidung wurde außerdem dem Erreger dargeboten, um ihn zu besänftigen. Auch von Regierungsseite wird die Flüssigkeit als medizinisches Heilmittel propagiert.
In den vergangenen Tagen wurden etliche Veranstaltungen abgesagt. Grund dafür ist die Corona-Epidemie. Nach Theaterschließungen (in Berlin), der Absage der Leipziger Buchmesse und Fußballspielen ohne Zuschauer wurden nun auch Veranstaltungen gecancelt, die unter anderem der hpd beworben hat.
Bereits als die ersten Meldungen aus China zum Coronavirus um die Welt gingen, war klar: Das Phänomen trägt alle Ingredienzien in sich, um die Verschwörungstheoretiker weltweit auf den Plan zu rufen und in eine fiebrige Erregung zu versetzen.
Ob Quarantäne wegen Verdachts auf Infektion mit dem Coronavirus oder Impfpflicht gegen Masern – nicht allen Betroffenen gefallen solche staatlichen Eingriffe in das eigene Leben. Trotzdem sind sie notwendig und ihre gesetzliche Verankerung ist sinnvoll.
Corona-Panik, Hamsterkäufe und Europas menschenverachtende Flüchtlingspolitik bestimmen gegenwärtig die Berichterstattung. Ist die Menschheit noch zu retten oder einfach nur hoffnungslos bekloppt, fragt hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg.
Nachdem die Gläubigen mehrerer europäischer Länder wegen des Coronavirus seit vergangener Woche bereits auf Weihwasser in Kirchen verzichten müssen, trifft es wundergläubige katholische Christen nun noch härter: Der Wallfahrtsort Lourdes hat seine Bäder geschlossen.