Osteopathen behaupten gern, schiefe Babys wieder richten und die Kleinen von Geburtstraumata heilen zu können. Dabei gibt es kaum Belege für Osteopathie als effektive Therapie. Eine Kolumne von Natalie Grams.
Forschende am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin und am Institut Pasteur in Paris haben mithilfe eines mathematischen Modells die ersten Monate der Corona-Pandemie in Europa untersucht. Sie konnten zeigen, dass die Abnahme der Covid-19-Fälle im Frühling nicht nur mit Gegenmaßnahmen, sondern auch mit dem Ende der Grippesaison zusammenhängt.
Frauen auf der gesamten Welt sind durch die Disruptionen im Gesundheits- und Transportwesen nicht mehr zuverlässig in der Lage, elementare medizinische Dienste wahrzunehmen. Dies zeigt ein aktueller Bericht von Marie Stopes International. Frauen in Indien sind aufgrund chaotischer Ausgangs- und Straßensperren am schwersten betroffen.
Zu Beginn der Corona-Pandemie galt das neue Virus SARS-CoV-2 als reine Lungenerkrankung. Inzwischen werden häufig auch neurologische Symptome bei den an Corona Erkrankten beobachtet. Über die Auswirkungen von Covid-19 und seine Folgeerscheinungen wird nun verstärkt geforscht.
Die aktuelle Corona-Pandemie ist nur ein Beispiel für eine gefährliche Krankheitswelle, die auf unseren ausbeuterischen Umgang mit Tieren und Umwelt zurückzuführen ist. Weitere werden mit hoher Wahrscheinlichkeit folgen, warnt die Wissenschaft. Höchste Zeit, unser Verhältnis zur Natur zu überdenken und diesem Denken auch Taten folgen zu lassen.
Roman Wittig weiß, wie es ist, wenn ein Virus seinen Wirt wechselt. Er hat dies im Taï-Nationalpark in der Elfenbeinküste mehrfach erlebt – zuletzt vor vier Jahren, als ein für Menschen harmloses Coronavirus von Menschen auf Schimpansen übersprang.
Auch in vergangenen Jahrhunderten führten Epidemien zum verstärkten Aufkommen von Verschwörungstheorien und zu hitzigen Debatten um die richtige Seuchenprävention. Das zeigt die Arbeit des Historikers André Krischer vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.
Die "erste Welle" scheint vorbei zu sein und die Menschen denken an den Sommerurlaub. Währenddessen grassiert Covid-19 weiter und flammt in verschiedenen Orten wieder auf. Die Krankheit, die ein Spektrum von Symptomfreiheit bis Intensivstation verursachen kann, scheint aber nicht nur die Lunge zu befallen, sondern auch andere Organe und in manchen Fällen sogar das Gehirn – mit gravierenden Folgen.
Weshalb sollte sich gerade eine solch theoretische Wissenschaft wie die Philosophie mit der Coronakrise beschäftigen? Was können Philosophen erkennen, was Virologen nicht sehen? Diese und viele andere hochaktuellen Fragen versuchen Adriano Mannino und Nikil Mukerji in ihrem gerade erschienenen Essay zu beantworten.
Was für ein klingender Titel: Eidgenössisch diplomierter Kinesiologe! Kinesio… was? Diese alternativmedizinische Diagnose- und Behandlungsmethode arbeitet mit Muskeltests und ist umstritten. Trotzdem adelt der Bund seit kurzem die Kinesiologen und über ein Dutzend andere Anbieter komplementärer Methoden mit einem Diplom.
"Nicht die bedingungslose Rettung oder Verlängerung von Leben sollte das vorrangige Ziel des ärztlichen Handelns sein. Vielmehr gilt es, eine medizinische Versorgung zu gewährleisten, die dem Willen der Patienten entspricht und zu ihrem Wohl beiträgt." Dies geht aus einer heute veröffentlichten Empfehlung des Hans-Albert-Instituts (HAI) hervor, die sich mit den medizinethischen Konsequenzen der Corona-Pandemie beschäftigt.
Das Corona-Behelfskrankenhaus des umstrittenen evangelikalen Predigers Franklin Graham in New York wird innerhalb der nächsten Wochen geschlossen. Das gab Senator Brad Hoylmann am Freitag bekannt.
Impfkritiker und vor allem Impfgegner liefen vor der Corona-Pandemie zur Hochform auf. Sie konnten ihren Einfluss laufend ausbauen, weil die Skepsis gegenüber Impfungen immer breitere Bevölkerungskreise erfasst hatte. Die Coronakrise macht jedoch deutlich, wie wichtig Impfstoffe im Zeitalter der globalen Mobilität sind. Und in Zukunft wohl erst recht sein werden.
Laut einer aktuellen Umfrage des TÜV-Verbands wünschen sich vier von fünf Befragten (80 Prozent) bundesweit einheitliche Regelungen für das Tragen von Schutzmasken. 88 Prozent befürworteten eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum.
Vor einigen Tagen gab Natalie Grams bekannt, dass sie wieder als Ärztin arbeiten wird. Der hpd fragte die bekannte Homöopathie-Kritikerin nach ihren Gründen für diese Entscheidung.