Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute das Gesetz zur "Ehe für Alle" unterzeichnet. Nachdem es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, wird es zwar noch einige Wochen dauern, bis das Gesetz tatsächlich in Kraft tritt. Doch es kann davon ausgegangen werden, dass noch in diesem Jahr die ersten gleichgeschlechtlichen Ehen geschlossen werden können.
Der Beschluss des Bundestages, die Ehe für Alle zu öffnen, findet in den säkularen Vereinen und Verbänden viel Zustimmung. Auch die Humanistische Gemeinschaft Hessen und die Unitarier haben Presseerklärungen dazu abgegeben.
Wie erwartet hat heute früh der Deutsche Bundestag mit 393 gegen 226 Stimmen (bei 4 Enthaltungen) die "Ehe für Alle" in Deutschland beschlossen. Wie ebenfalls zu erwarten, haben deren Gegner sofort im Anschluss an die Abstimmung verkündet, dass sie Karlsruhe anrufen werden, um das Bundesverfassungsgericht überprüfen zu lassen, ob man es zulassen könne, dem Mehrheitswillen der Bevölkerung zu entsprechen.
Nachdem klar ist, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Bundestag am morgigen Freitag die "Ehe für Alle" beschließen wird, versuchen die Gegner mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, dies zu verhindern. Ihnen ist bewußt, dass sie eine Minderheitenmeinung vertreten; um so größer ist das Geschrei.
So erfreulich, begrüßenswert und längst überfällig die "Ehe für Alle" ist: Die Art und Weise, wie aus einer Nebenbemerkung in einem Interview mit der Kanzlerin in Deutschland Politik gemacht wird, ist ein Affront gegen die Demokratie. Das sieht auch Kommentator Alan Posener so.
Im Prozess gegen den notorischen Homosexuellenhasser Scott Lively hat das Bundesbezirksgericht in Springfield, Massachusetts, am Montag keine Strafe verkündet. Weil die Taten außerhalb der USA stattfanden. Sein Urteil hat Lively aber in der Begründung trotzdem bekommen: Mit seinem Engagement für das Anti-Homosexualitätsgesetz in Uganda habe Lively eine "bösartige" und "beängstigende" Kampagne angestiftet und unterstützt.
In der indonesischen Provinz Aceh wurden zwei Männer zu je 85 Peitschenhieben verurteilt, weil sie eine homosexuelle Beziehung führten. Das Urteil wurde am vergangenen Mittwoch von einem Schariagericht gefällt.
Der Fall eines homosexuellen Erziehers, gegen den Eltern einer Kita in Reinickendorf protestierten, sorgt in diesen Tagen nicht nur in Berlin für Aufregung und hat eine generelle Debatte ausgelöst.
Homosexuelle sind "gestörte Menschen", und verführt von der "Religion des Teufels". Mit diesen Erkenntnissen hat sich jetzt der allseits beliebte österreichische Weihbischof Andreas Laun zu Wort gemeldet.
Wir trauern in Maßen um Joseph Nicolosi, den Begründer der Homo-Heilung. Kürzlich ist der amerikanische Psychologe im Alter von 70 hoffentlich emotional und sexuell erfüllten Jahren gestorben.
Donald Trumps Geschrei gilt allem Fremden. Schwarze, Homosexuelle, Atheisten, ja, selbst Frauen haben es in den Amerika in diesen Tagen nicht leicht. Es ist nicht verwunderlich, dass der objektiv beste Film des Jahres aus den USA kommt und die Welt aus der Perspektive eines an den Rand gedrängten jungen Mannes in den Blick nimmt.
Die Berlinale gilt als das politischste aller internationalen Filmfestivals. Auch das diesjährige Programm erfüllt die Erwartungen. So präsentiert die Berlinale etwa Spielfilme, in denen es um männliche Beschneidung, die gesellschaftspolitische Situation im Kongo oder die Revolution einer weiblich-radikalen "Army of Lovers" geht. Dokumentarische Beiträge befassen sich mit dem russischen Justizsystem, dem Alltag im vom Krieg zerrütteten Syrien oder eine schwule Kreuzfahrt geht.
Zwei Menschen geben sich das Ja-Wort. Ein Grund zur Freude. Es sei denn, beide gehören demselben Geschlecht an und sind katholisch. Dass homosexuelle Katholiken eine staatlich eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, ist zum Glück trotzdem keine Seltenheit. Dass dies jedoch zwei Nonnen wagen, ist eher ungewöhnlich.
BERLIN. (hpd) Das "Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie" in der Heinrich-Böll-Stiftung hat einen Artikel veröffentlicht, der allen heterosexuellen Menschen unterstellt, per se homophob zu sein.
BERLIN. (hvd) Am vergangenen Donnerstag (21.07.2016), fand auf Initiative des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Berlin-Brandenburg im Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg ein Runder Tisch von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zu den Themen Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit statt. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. Martin Beck, Vorstand des HVD-BB vertrat die HumanistInnen.