Das aktuelle Heft von "Aufklärung und Kritik" (AuK), der umfangreichen Vierteljahreszeitschrift der Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg, ist erschienen. Die Redaktion hat dem hpd wieder das Vorwort zu Verfügung gestellt.
Gerhard Streminger hat eine Biografie über den schottischen Ökonom Adam Smith geschrieben. Der war, so Streminger, "... nicht nur der wichtigste Vordenker von Kapitalismus und Marktwirtschaft, sondern auch ihr erster grundlegender Kritiker."
Zum Bundesstart von Raoul Pecks Biopic "Der junge Karl Marx" lud die Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz gestern Abend in das Mainzer Capitol-Kino ein. Die Veranstaltung wurde eingeleitet mit einem Referat von Tupac Orellana, dem Fraktionsgeschäftsführer und Kreisvorsitzenden der Linken in der Landeshauptstadt.
Die Grundschulen in Großbritannien bekommen ab dieser Woche eine besondere Postsendung. Über 2.000 Exemplare des Aufklärungsbuchs "Was ist Humanismus?" der Kinderbuchautoren Michael Rosen und Annemarie Young werden in den nächsten Wochen und Monaten von der British Humanist Association (BHA) an alle Grund- und Gesamtschulen verschickt. Ein christlich-radikaler Geistlicher in Nordirland hat die Aktion für einen verbalen Amoklauf gegen den Humanismus in Schulen genutzt.
Der schweizerisch-israelische Philosoph und Psychologe Carlo Strenger hat ein neues Buch vorgelegt. In "Abenteuer Freiheit – Ein Wegweiser für unsichere Zeiten" analysiert er die Krise westlicher Gesellschaften und plädiert für einen desillusionierten Blick auf die menschliche Existenz.
Schon Boethius hatte das Problem "in seinem berühmten Buch 'Vom Trost der Philosophie' in eine prägnante Frageform gebracht: Si deus, unde malum? Wenn es einen allgütigen, allwissenden und allmächtigen Gott gibt, woher dann die Leiden Unschuldiger, die Qualen Todkranker, die Gräuel des Krieges?" Es ist dieses Theodizee-Problem, die Frage nach der "Rechtfertigung der Güte und Weisheit Gottes angesichts der Weltübel", dem Gerhard Streminger in seinem in überarbeiteter Auflage erschienenen Buch über "Gottes Güte und die Übel der Welt" nachgeht und das er in aller Gründlichkeit analysiert.
Gisela von Wysocki hat selbst bei Adorno studiert. So kann man erwarten, in dem zweiten, dem neuen Roman der heute 76-jährigen nun einiges über Adorno als Professor zu erfahren. Denn so oder so ähnlich mag es wirklich gewesen sein: Adorno – ein Zauberer, ein Wortzauberer, der sich selbst nur zu gern von Frauen bezaubern ließ. Angehimmelt und charmant. Der Koautor der "Dialektik der Aufklärung" philosophierte, wo immer er auch war.
Pünktlich vor Weihnachten erschien die Sonderausgabe des "Philosophischen Magazins": "Die Bibel und die Philosophen". Der Fokus liegt auf dem Alten Testament. Die Chefredakteurin dieser Sonderausgabe, Catherine Newmark, will dem Leser das Alte Testament als "ungeheuer bezugsreichen Denkraum" ans Herz legen, als einen "Raum für Philosophie". Dies sei, so Newmark, erst durch die Bibelkritik der Neuzeit möglich geworden. Denn die Bibel ist heute "mehr", als "nur eine Heilige Schrift für Gläubige". Sie sei eine Fundgrube "spannender" Geschichten, in denen beispielsweise "ein Vater seinen einzigen Sohn opfern soll".
Richard David Precht, der bekannte Autor populärwissenschaftlicher Bücher zu philosophischen Fragen, legt mit "Tiere Denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen" eine längere Erörterung zum Mensch-Tier-Verhalten vor. Damit stößt der Autor wohlmöglich eine notwendige Debatte an, seine "neue Tierethik" überzeugt indessen nicht unbedingt, was die Kritik an den gemeinten Zuständen indessen nicht falsch macht.
Martin Luther ist kein Reformer, nicht der momentan in Publikationen, Film und Fernsehen wieder so gefeierte und hoch gelobte Reformator, sondern ein fanatischer Fundamentalist, der im Namen der "Heiligen Schrift" und des Bibelgottes alles niederwalzt, was ihnen zu widersprechen scheint. Selbst die Philosophie und die Philosophen aller Zeiten und Zonen bekommen seine Wut zu spüren. "Ich wenigstens glaube, Gott diesen Gehorsam zu schulden, gegen die Philosophie wüten (...) zu müssen."
Das aktuelle Heft von "Aufklärung und Kritik", der umfangreichen Vierteljahreszeitschrift der Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg, ist erschienen. Die Redaktion hat dem hpd wieder das Vorwort zu Verfügung gestellt.
Der Philosoph und Publizist Michael Schmidt-Salomon legt mit "Die Grenzen der Toleranz. Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen" einen Kommentar zur aktuellen Islam-Debatte vor, welcher aber auch Grundsatzfragen für eine offene Gesellschaft erörtert. Der Autor nimmt dabei eine differenzierte Position ein und plädiert für eine rational entwickelte Auffassung von Toleranz, womit man es zwar nicht mit einem hochphilosophischen Buch, aber einem beachtenswerten Debattenbeitrag zu tun hat.
"Verhindere, was nicht zu tolerieren ist; schwäche, was nur zu tolerieren ist und stärke, was zu akzeptieren ist!" Michael Schmidt-Salomon beschreibt – wie immer tiefgründig, knapp und klar -, worauf es im Zeitalter des "Empörialismus", des "Sich-Verschließens", des Neokonservativismus und Neonationalismus ankommt: Auf das Verstehen des Begriffes Toleranz in seinen verschiedenen Aspekten und auf den daraus abzuleitenden Umgang mit Konflikten in sozialen Systemen sowie auch auf die Verteidigung einer - nicht zuletzt auf Toleranz und Akzeptanz beruhenden - offenen Gesellschaft durch Rationalität hin zu Freiheit, Gleichheit, Individualität und Säkularität!
Der Philosoph Franz Josef Wetz war zu Gast beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst. In einem Vortrag widmete er sich der Selbstachtung und ihrer Bedeutung für den Menschen.
BERLIN. (hpd) Küken können abstrakt denken. Das fanden die Evolutionspsychologen Antone Martinho und Alex Kacelnik der altehrwürdigen Universität Oxford heraus. Und das vom ersten Lebenstag an. So tief verwurzelt ist diese Fähigkeit also in der Entwicklung der Psyche, in der wir uns oft noch für die Krönung halten.