Gorilla Fritz, seit fast einem halben Jahrhundert vermarktet als "Wahrzeichen" und "Publikumsliebling" des Nürnberger Tiergartens, ist tot. Nach langem und schwerem Leiden wurde er auf Beschluss der Zooleitung hin am 20.8.2018 eingeschläfert.
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Ingo Schulze hat eine in mehr als einer Hinsicht traumhafte Erzählung über den Berliner Tierpark geschrieben. Hier konnte sie stattfinden: Die Versöhnung zwischen Traum und Phantasie einerseits und realer Vergangenheit andererseits. Wir erfahren Überraschendes von menschlichen und tierischen Parallelwelten, die in Wirklichkeit weit entfernt davon sind, sich zu begegnen, nicht jedoch in der Welt der Phantasie.
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Soeben, wie dem Jahreskalender zu entnehmen ist, haben die sogenannten "Hundstage" begonnen, eine, wie der Volksglaube besagt, "ungute Zeit", in der, paradoxerweise, vielerorts nicht einmal der Kirchgang als zuträglich angesehen wurde.
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Nicht nur rund um den Prenzlauer Berg gibt es einen neuen Trend. Vogelbeobachten ist schick geworden. Besonders in der Stadt. Aus gutem Grund. Mitunter ist es leichter, selten gewordene Vögel in der Stadt zu finden als auf dem Land. David Lindo erzählt davon in seinem Buch "#URBAN BIRDING". Er beobachtet Vögel rund um die Welt, in England, seinem Heimatland, darüber hinaus in Europa, aber auch in Addis Abeba oder in Nairobi.
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Nicht nur Soziologen und Politologen untersuchen Aggression und Deeskalation. Denn die Blaupausen dafür finden sich bereits im Verhalten der Makaken angelegt. Die Anthropologen Jean Arseneau-Rober, Carel van Schaik und Redouan Bshary der Universität Zürich und Neuenburg erforschen, wie Männchen der Grünen Meerkatzen in Südafrika mit Gewalt junge männliche Gruppenmitglieder an kriegerischen Auseinandersetzungen mit benachbarten Gruppen hindern.
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Wie aktuelle Forschungen zeigen, haben Honigbienen ein numerisches Verständnis für die Zahl Null. Bienen sind in der Lage, Kategorien wie "gleich" vs. "unterschiedlich" oder "symmetrisch" vs. "nicht symmetrisch" zu lernen.
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Was in Europa die Füchse und Turmfalken sind, die die Städte besiedeln, sind in Amerika die Coyoten, die durch New Yorks Central Park traben, – und zunehmend die Kaninchenkäuze in Buenos Aires. An diesen Eulenvögeln studieren Bart Kempenaers vom Institut für Verhaltensökologie Seewiesen und Jóse L. Tella mit Martina Carrete von der sevillanischen Estación Biológica de Doñana und Kollegen nun in Argentinien Genommuster und Verhaltensanpassungen.
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Aristoteles hätte gestaunt darüber, wohin der von ihm erfundene Syllogismus führen kann. Wer sprechen kann, ist ein Subjekt, wie die Philosophen sagen, juristisch gesprochen, eine Person. Subjekte oder Personen haben Rechte. Tiere sprechen. Also haben Tiere Rechte.
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Schmetterlinge, die viele tausend Kilometer reisen wie die Zugvögel. Schmetterlinge, die ihr Revier verteidigen, sogar gegen andere Arten. Das gibt es und darüber und vieles mehr erfährt man aus Peter Hennings neuestem Buch, "Mein Schmetterlingsjahr". Zum Beispiel, warum Nachtfalter, wie so oft in Versen bedichtet, die Scheinwerfer umschwirren. Prosaischerweise weil sie diese mit dem Mond verwechseln, der ihnen zur räumlichen Orientierung dient.
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Auch Mopsfledermäuse schleichen sich an ihre Beute heran, nicht anders als Löwen oder Hauskatzen. Das müssen sie, denn ihre Beute, eine Nachtfalterart, die Hausmutter, kann hören. Die Fähigkeit hat sie eigens entwickelt, um ihren Fressfeinden zu entkommen. Diesem evolutionären Wettrüsten einer Jäger-Beute-Beziehung ging man im Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen nach.
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Sechseinhalb Jahre schrieb Mikael Vogel an seinem jüngsten Gedichtband "Dodos auf der Flucht", dessen Protagonisten Tiere sind, die es nicht mehr gibt. Diesen immensen imaginären Raum voller Abwesenheiten entdeckte er über die Paläontologie. Andere der Verschwundenen sind Opfer menschlicher Gier oder Achtlosigkeit.
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Vor zwei Jahren erschien mit "Krähengekrächz" aus der Feder von Monika Maron eine Recherche und Essay in einem über den schlauen schwarzen Unglücksvogel, die Rabenkrähe; vor allem aber schrieb die Autorin mit dem schmalen Bändchen damals eine Vorstudie zu einem Roman, in dem dieses unerschrockene und doch geheimnisvolle Tier eine Rolle spielen sollte. Mit "Munin oder Chaos im Kopf" ist dieser nun erschienen.
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Nahe den Steinkorallen sind die in Gruppen lebenden Zitronen-Demoisellen, eine Art Riffbarsche, am sichersten vor Prädatoren. Doch die Älteren entfernen sich auf der Futtersuche weit von der Deckung. So nehmen sie Gefahren zuerst wahr. Mit ihrem Rückzug alarmieren sie die Jungen, die sich so schnell in Sicherheit bringen können. Sebastian Ferse, Riffökologe vom Marinen Zentrum für Tropenforschung in Bremen, sieht darin biologischen Altruismus.
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Die neue Kollegin für Qualitätskontrolle und der Finanzdirektor des Schlachthofs träumen Nacht für Nacht denselben Traum. Er träumt, ein Hirsch zu sein, sie eine Hirschkuh. Hirsch und Hindin berühren im verschneiten Wald sanft ihre Schnauzen. Doch die Menschenkörper haben in jenem heißen Sommer ihre Not, zueinander zu finden, in Ildiko Enyedis 2017 Berlinale-preisgekröntem Film "Körper und Seele", der jetzt als DVD herauskam.
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Impfgegner haben ein neues Opfer gefunden – ihre Haustiere. Richtig gelesen, denn nicht nur Kinder sollen nun vor Spritzen beschützt werden, sondern auch Hunde und Katzen. Denn Impfungen sollen bei diesen eine Reihe von Krankheiten und Behinderungen auslösen – unter anderem Autismus.
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