USA

Obama während seiner Rede vor der Siegessäule in Berlin im Juli 2008

Wer Memoiren verfasst, will im Gedächtnis bleiben

Los Angeles, 9. Oktober 2000, Parteitag der Demokraten; der junge Senator Barack Obama aus Illinois wird nicht eingelassen, weil seine Personalien den Security-Leuten verdächtig vorkommen – verbittert nimmt er das nächste Taxi zurück zum Flughafen. Eine Anekdote, die sich wie folgt fortsetzt: Vier Jahre später, beim nächsten Parteitag, hält der damals Abgewiesene eine historische Grundsatzrede, die ihn an die Spitze seiner Partei und weitere vier Jahre später als ersten Afroamerikaner ins Weiße Haus bringt.

Screenshot Google News

Das Postfaktisch-Irrationale – leider nicht nur in den USA

Wir erleben derzeit live eine Erosion des scheinbar sicher Erreichten, des Zivilisatorischen, des Humanen, als Folge der Verachtung von Vernunft und einer Heiligung des Postfaktischen. In den USA, der zweitältesten Demokratie der Welt und im Selbstverständnis seit jeher das "Land of the Free", spielen sich, befeuert vom noch immer in seinem Büro sitzenden Staatsoberhaupt, dystopische Szenen ab.

Die christliche Zauberschule und das Mädchen, das tot blieb

Tausend tolle Sachen, die gibt es überall zu sehen. Wozu und weshalb sollte also jemand an einen Gott glauben? Nehmen wir mal an, jemand lebt auf der Welt, wird älter, hat Spaß und manchmal Ärger, hat Freunde, Geliebte, Kinder, Kollegen und einen Lieblingsverein, und irgendwann, wenn alles einigermaßen gut geht, springt er in einem angemessenen Alter in die Kiste. Wozu braucht so ein Mensch Gott? Andererseits: Warum? Warum sollte irgendwer annehmen, dass es einen Gott gebe, obwohl der sich in acht Lebensjahrzehnten nirgends bemerkbar gemacht hat?

Screenshot des Videos "Raise a Hallajujah"

Wie ein singender Prediger die Krise für seinen Aufstieg nutzt

Krise als Chance! Immer wird so viel gemeckert, dabei bietet die Covid-19-Pandemie durchaus auch Gelegenheiten. Im Land der ungeahnten Möglichkeiten hat es noch immer jemanden gegeben, der Unbill in Gold verwandeln kann, und Unbill gab es ja reichlich in letzter Zeit: Trump, Covid, Rassismus, religiöser Wahn – es wäre doch gelacht, wenn sich aus all dem emotional aufgeladenen Heckmeck kein Profit schlagen ließe!

"Giftspritzenliege" im "Old Main", dem stillgelegten Teil des Gefängnisses von New Mexico

Präsident "Death"

Donald Trump ist einer der glühendsten Anhänger der Todesstrafe. Jetzt plant sein Justizministerium bis zur Amtseinführung von Joe Biden am 20. Januar 2021 noch mehrere Hinrichtungen verurteilter Straftäter.

Das Weiße Haus, Washington, D.C., USA

US-Wahl: Wer unterstützte wen?

Die Bürger*innen der USA haben Joe Biden zu ihrem 46. Präsidenten gewählt. Der noch amtierende Regierungschef Donald Trump sieht seine Niederlage zwar noch nicht ein und möchte gerichtlich gegen einen vermeintlichen Wahlbetrug vorgehen, doch aufgrund mangelnder Beweise dürfte sein Unterfangen wohl kaum von Erfolg geprägt sein. Zeit, sich genauer mit jenen zu befassen, die ihre Stimme abgaben.

USA: Legale Abtreibung in Gefahr

Eine Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahre 1973 ermöglicht in den Vereinigten Staaten Schwangeren eine legale Abtreibung bis zur 24. Schwangerschaftswoche. Eine Entscheidung, die von rechten und religiösen Gruppen immer wieder angegriffen wurde. Mit der Bestätigung der christlich-konservativen Richterin Amy Coney Barrett als Nachfolgerin Ruth Bader Ginsburgs am Obersten Gerichtshof könnte diese Entscheidung nun aufgeweicht werden oder gar fallen.