Nach der Einschätzung des Historikers Heinrich August Winkler ist Donald Trump auf dem Weg einen "schleichenden Staatsstreich" zu realisieren. Wird er damit durchkommen oder sind die Gegenkräfte der US-amerikanischen Gesellschaft stark genug dem Präsidenten in den Arm zu fallen?
Die USA erleben unter Donald Trump einen konservativen Rollback sondergleichen, der wenig verdeckt von christlichen Fundamentalisten vorangetrieben wird. Pulitzerpreisträgerin Frances FitzGerald legt mit "The Evangelicals" eine umfassende Geschichte der weißen evangelikalen Bewegung vor und hat damit eines der Bücher der Stunde verfasst. Die Kritiker in den USA sind begeistert.
In den USA herrscht eigentlich eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Wie strikt diese Säkularisierung ist, hat nun eine High School in New Kensington, Pennsylvania, gelernt. Die katholische Schule muss ein Monument der zehn Gebote vom Schulgelände entfernen.
Die Götter der Fernsehunterhaltung können grausam sein. Wenn Sheldon Cooper, das leicht autistische Genie aus "Big Bang Theory" irgendwo auf keinen Fall hingehört, dann nach Texas. Wo er aufwuchs.
Christliche Inhalte in privaten Fernsehsendern sind in den USA nichts Ungewöhnliches. Ein Werbespot, in dem für eine Atheisten-Vereinigung geworben wird, hingegen schon. Nach jahrelangen Bemühungen der Freedom From Religion Foundation läuft ihr TV-Werbespot nun gleich auf zwei großen US-Sendern.
Laut einer aktuellen Umfrage des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts "Pew Research Center" beurteilen Amerikaner religiöse Gruppierungen derzeit positiver als vor drei Jahren. Sogar Muslime und Atheisten, die nach wie vor das Schlusslicht der Beliebtheitsskala bilden.
Der neue US-amerikanische Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass religiöse Vereinigungen in den USA zukünftig direkten Einfluss auf die Politik nehmen dürfen. Auch die Diskriminierung von Homosexuellen oder Transsexuellen aus religiösen Gründen könnte in den Vereinigten Staaten bald per Präsidentenerlass erlaubt werden.
Die Soziologen Sina Arnold und Olaf Kistenmacher behandeln in ihrem Buch "Der Fall Ethel und Julius Rosenberg. Antikommunismus, Antisemitismus und Sexismus in den USA zu Beginn des Kalten Krieges" den angesprochenen Fall von "Atomspionage" aus der Sicht der Diskriminierungsforschung. Im Band brauchen die Autoren die Hälfte des Textes, bevor sie zur eigentlichen Fragestellung kommen, wobei dann aber die Kombination verschiedener Diskriminierungsideologien gut vermittelt wird.
Kurz nach seiner Amtseinführung hat der neue US-Präsident Donald Trump die sogenannte "Mexiko City Policy" wieder eingeführt. Danach werden allen Organisationen, die Abtreibungen anbieten oder sich für deren Legalisierung einsetzen Entwicklungsgelder komplett gestrichen. Dafür gab es bereits uneingeschränktes Lob von der US-amerikanischen Bischofskonferenz, die, wie der neue US-Präsident, in Kauf nehmen, dass die weltweite Müttersterblichkeit wieder ansteigen wird.
Anlässlich der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der USA demonstrierten unter anderem auch in Berlin mehrere tausend Menschen gegen die befürchtete Ausbeutung von Mensch und Natur, gegen Rassismus, Sexismus und Chauvinismus und gegen die damit einhergehende weltweite Eskalation von Konflikten mit Gewalt nach innen und außen.
Einige demokratisch regierte US-Bundesstaaten bereiten sich in besonderer Art und Weise auf die Amtsübernahme von Donald Trump vor. Sie wollen die Kostenübernahme von Verhütungsmitteln durch die Krankenversicherungen in die Bundesgesetzgebung aufnehmen. Trump hatte wiederholt angekündigt, die von Barack Obama durchgeführte Gesundheitsreform ("Obamacare") so schnell wie möglich abzuschaffen.
US-Präsident Obama gewährt der Whistleblowerin Chelsea Manning ihren Antrag auf Begnadigung, der weltweit durch ihre Unterstützer gefordert wurde. Sie kommt nun im Mai 2017 frei und nicht erst im Jahr 2045.
Das katholische CARA-Center in den USA untersuchte die Frage, in welchem Alter katholisch getaufte Menschen sich vom Katholizismus abwenden und warum. Die Antwort: Die meisten verlieren den Glauben bereits als Kinder oder Jugendliche. Ein Hauptgrund für den Glaubensverlust ist die zunehmende naturwissenschaftliche Bildung.
Fast ein Viertel aller US-Bürger ist religiös ungebunden, und es werden seit Jahren mehr. Ihre politische Repräsentation im US-Kongress, der zweieinhalb Wochen vor der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident seine Arbeit aufgenommen hat, ist jedoch marginal. Gläubige haben in den USA exorbitant bessere Chancen, ihre Anliegen politisch durchzusetzen.