Julia Friedrichs analysiert in "Working Class. Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können" die gegenwärtige Unvereinbarkeit von werktätiger Arbeit und finanzieller Sicherheit.
Beim Delegiertenrat des HVD Bundesverbandes am letzten Samstag wurde ein neuer Fachausschuss gegründet; außerdem wurden zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt, sodass der Bundesvorstand nun wieder voll besetzt ist.
Linke Identitätspolitik verfolgt die gleichen Ziele wie ihre Kritiker unter den Soziallinken und Liberalen: Gleichberechtigung. Das Problem liegt in der Strategie. Gruppenidentitäten sind der wesentliche Faktor bei gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – das ist gefährlich. Und damit hören die Probleme noch lange nicht auf.
Sei es bei Corona, dem Klimawandel oder der Wirksamkeit von Impfungen: P-L-U-R-V (Pseudo-Experten, Logikfehler, Unerfüllbare Erwartungen, Rosinenpickerei und Verschwörungsmythen) sind die häufigsten Desinformationstricks von Wissenschaftsleugnern.
Mit seinem neuen Buch "Schlacht der Identitäten" liefert der Politikwissenschaftler und Publizist Hamed Abdel-Samad einen in 20 Thesen gegliederten Beitrag zur gegenwärtigen Rassismusdebatte.
Die Sommerferien stehen bevor und TERRE DES FEMMES ist sehr besorgt, dass es in den nächsten Wochen bundesweit zu einem Anstieg von Frühehen und Zwangsverheiratungen kommen könnte. Der Verein hat daher bundesweit Schulen angeschrieben, um Lehrkräfte und SchülerInnen zu sensibilisieren und Notfallinformationen bereitzustellen.
Die letzten Monate haben gezeigt, dass unsere Demokratien durch eine mediengetriebene Polarisierung in ernsthafte Vertrauenskrisen geraten können. Wenn wir Meinungsfreiheit und Grundrechte weiter schützen wollen, dann liegt ein Haufen Arbeit vor uns: Wir müssen auf breiter Basis klären, was "schädliche Inhalte" sind und ob und wie wir sie regulieren sollten. Wir müssen klären, wo genau Meinungsfreiheit Grenzen hat. Und wir müssen den Mut aufbringen, unsere Diskurs- und Medienräume sinnvoll zu gestalten. Peder Iblher bringt dazu sieben Beispiele und Vorschläge.
Nicht erst seit der Corona-Pandemie hat sich die Nachfrage nach pflanzenbasierten Lebensmitteln deutlich erhöht. Doch nicht nur "Veggie" boomt, sondern auch die Vehemenz, mit der Argumente gegen eine pflanzenbasierte Ernährung vorgebracht werden. In ihrem Buch "Vegan ist Unsinn!" setzen sich die Autoren Niko Rittenau, Patrick Schönfeld und Ed Winters mit den populärsten Argumenten gegen den Veganismus inhaltlich gründlich auseinander.
Kaum eine Debatte polarisiert derzeit mehr und wird erbitterter geführt, als die um die Rückkehr des Wolfes. Umwelt-, Natur- und Tierschützer verweisen auf die wichtige Bedeutung der Tiere für das Ökosystem und freuen sich, dass der Wolf, der seit 150 Jahren als "ausgerottet" galt, mittlerweile wieder in durchaus beträchtlicher Zahl hiesige Wälder durchstreift. Andere fordern gezielte "Eingriffe in die Natur", sprich: die Tötung von "überzähligen" oder "auffällig" gewordenen Wölfen.
Eine internationale Studie von Psychologen und Politikwissenschaftlern erforscht Ausmaß, Ursachen und Auswirkungen von Verschwörungstheorien in Deutschland, Polen, Jordanien. Dabei zeigt sich, dass mehr Verschwörungsglauben in religiös geprägten Gesellschaften besteht. Das Ausmaß ist danach zudem auch höher in Ländern, die Verschwörungen tatsächlich erlebten.
In Leipzig regt sich Widerstand gegen die erneute Forderung der christlichen Lobbygruppe "Paulinerverein", die historische Kirchenkanzel in der Universitätsaula anbringen zu lassen. Der Student_innenRat der Universität Leipzig sowie die Leipziger Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung fordern ein Ende der Kanzeldebatte.
Aus dem Nachlass des linken Provokateurs Wolfgang Pohrt sind zwei Vorträge aufgetaucht, welche sich mit den Auffassungen zu "Multikultureller Gesellschaft" und "Rassismus" in den 1980er und 1990er Jahren beschäftigen. Gerade die Abneigung von "krankhaftem" Kollektivdenken macht sie heute wieder aktuell, auch wenn das elitäre und zynische Gehabe von Pohrt womöglich posthum noch mehr verstört als früher.
Sie nennen sich "QAnon" oder "Querdenker": Sammelbecken für Verschwörungstheorien gab es schon immer. Doch durch die Corona-Pandemie bedingt herrscht Goldgräberstimmung im Lager der selbsternannten Verschwörungstheoretiker. Harmlose "Schwurbelei" oder Gefahr für die Demokratie?
Es gibt in Deutschland ein Problem mit Antisemitismus. Und es gibt ein Problem mit der Diskussion über die unterschiedlichen Formen und Träger von Antisemitismus. Während einige den "importierten muslimischen" Antisemitismus für das Hauptproblem halten, sehen es andere im "gewachsenen biodeutschen" Antisemitismus. Im Gespräch mit hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg versucht Politikwissenschaftler und Antisemitismusforscher Prof. Armin Pfahl-Traughber die Diskussion zu entwirren.
"die Drei", "Zeitschrift für Anthroposophie in Wissenschaft, Kunst und sozialem Leben", "herausgegeben für die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland", stellt in ihrer März/April-Ausgabe 2021 "das heiße Eisen" Rassismus und Antisemitismus in der Anthroposophie vor. Wenn Anthroposophen über Rudolf Steiners Rassismus urteilen, steht der Freispruch bereits vorher fest, aber die Begründung überrascht doch immer wieder. Der Anthroposoph Ralf Sonnenberg markiert hier einen neuen alten Tiefpunkt.