Kunst und Kultur

Petra Schott

Kunstwerke aus Zeiten der Pandemie

"Was macht die Kunst in Zeiten der Pandemie?", fragte der Kunstverein Offenbach – und zwölf Künstler antworteten. Ein Teil der Werke thematisiert die Pandemie sehr direkt: hier dominieren Unwohlsein, Einsamkeit und Verfall – aber auch (menschenleere) Landschaften. Bei anderen Werken ist eine Auseinandersetzung mit der besonderen Situation nicht direkt erkennbar.

Beeindruckender Film über eine starke Frau

Seit Jahrzehnten engagiert sich die im Iran geborene Mina Ahadi gegen Menschenrechtsverletzungen durch den Politischen Islam. Der kurdische Filmemacher Hesam Yousefi hat sie mehrere Monate lang mit seiner Kamera begleitet und legt nun mit seinem Dokumentarfilm "Alle grüßen dich" ein ebenso beeindruckendes wie gefühlvolles filmisches Portrait der Menschenrechtsaktivistin vor.

Präsentation der Putin-Figur am Montagmorgen

"So dreist und wirr hat noch kaum einer von den großen Demagogen gelogen"

Der bekannte Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly ließ am Rosenmontag eine Putin-Figur durch Düsseldorf fahren, die sich die Ukraine in den Rachen stopft, während diese zerbricht. "Erstick dran!!!" ist darauf zu lesen. Es war eine persönliche Aktion mit seinem Team, zu der sich der Künstler spontan entschlossen hatte, der eigentliche Rosenmontagszug findet coronabedingt erst im Mai statt. Der hpd hat mit Tilly über den Krieg in der Ukraine und einen neu aufgestellten Wagenbaurekord gesprochen.

Bloßes Leben

Von seinen Fans mit Spannung und Vorfreude erwartet, legt der – nach Eigendefinition – "Schreiber, der nebenbei reist" Andreas Altmann sein 23. Buch vor, das, wie zahlreiche vorherige, die Voraussetzung erfüllt, Bestsellerstatus zu erlangen. In einer Auswahl besonderer Reportagen versteht es der mit bedeutenden Literaturpreisen und Auszeichnungen bedachte Autor, ein spannendes, überaus buntes Kaleidoskop intensiver Erfahrungen und Momente sowie unmittelbarer Betroffenheit, verbunden mit den verschiedensten Erscheinungen menschlichen, oft allzumenschlichen Verhaltens anschaulich und mitfühlend zu vermitteln.

Dr. Randall Mindy (Leonardo DiCaprio) und Kate Dibiasky (Jennifer Lawrence) im Oval Office

Wir haben diesen Film verdient

Der Film "Don't look up" ist bemerkenswert. Da haben sich ein paar der größten Granden Hollywoods zusammengefunden, um der Menschheit den Spiegel vorzuhalten, indem sie das tun, worin sie am besten sind: Schauspielen. Herausgekommen ist ein neuer Ansatz, uns vor der heraufziehenden Klimakatastrophe zu warnen. Fakten vermögen es scheinbar nicht, die Menschen wachzurütteln. Vielleicht klappt es stattdessen mit dieser zynischen Weltuntergangssatire.

Mythen künstlerisch durchleuchten

"Die Macht des Mythos" lautet das diesjährige Thema des DA! Art-Awards, der 2022 bereits zum dritten Mal vergeben wird. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis wird vom Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!) in einem zweijährigen Turnus ausgelobt und will Künstlerinnen und Künstler inspirieren, sich kritisch mit Religion und Irrationalismus auseinanderzusetzen.

Weihnachten oder der Wunsch nach Licht in der dunklen Jahreszeit

Wir erleben derzeit die kürzesten Tage des Jahres, draußen ist es kalt und unwirtlich. Natürliche menschliche Reaktionen darauf sind Rückzug ins Warme und die künstliche Erzeugung von Licht. Grundbedürfnisse, die ins religiös-rituelle umgedeutet und somit überprägt wurden. Was feiern konfessionsfreie Menschen um diese Zeit? Sollen oder dürfen sie überhaupt "Weihnachten" feiern, obwohl sie sich zu keiner offiziellen Religion bekennen? Sollten sie es anders nennen? Eine Reflexion.

Brauchen wir Weihnachtszirkusse?

Weihnachtszeit ist bekanntlich die "besinnliche" Zeit des Jahres. In jeder Stadt und Kommune, die auf sich hält, gibt es daher einen eigens abgeholzten Weihnachtsbaum vor dem Rathaus, drumherum einen Weihnachtsmarkt mit Bratwurstständen und Billigglühwein, und, seit einigen Jahren rapide um sich greifend: einen sogenannten Weihnachtszirkus.

Lesen und Schenken

Es gibt kein Papier, jedenfalls nicht so viel wie sonst. Sicher zuckt ein Teil des hpd-Publikums nun mit den Achseln. Aber für alle, die noch gerne ein gutes Stück Papier in der Hand halten, haben wir vom Denkladen ein paar Buchtipps zusammengestellt. Bücher, die zu haben sind, und die es sich lohnt zu lesen.