Wer öfters beruflich unterwegs ist, weiß, wie lange ein Abend im Hotel werden kann. Die Stadt ist fremd, das Fernsehprogramm durchwachsen – und im Nachtschrank nur eine Bibel als Lektüre. So ließen die Beatles vor 50 Jahren im Song "Rocky Raccoon" den Titelhelden im gemieteten Saloonzimmer ganz selbstverständlich "Gideon's Bible" vorfinden. Der Song ist längst zum Klassiker geworden. Das religiöse Werbematerial dagegen, verteilt vom "Internationalen Gideonbund", liegt zumindest in deutschen Hotelzimmern immer seltener aus.
Der Autor und ehemalige Verleger Dr. Heinz-Werner Kubitza hat das letzte Buch von Manfred Lütz, "Der Skandal der Skandale. Die geheime Geschichte des Christentums", gelesen. In seiner Rezension lässt er kein gutes Haar an dem Bestseller.
Manche Momente verändern die Welt. Die Verkündung des Erlasses "Cunctos populos", der den Katholizismus zur Staatsreligion im römischen Reich macht, war ein solcher Moment. Da ist sich der Historiker Rolf Bergmeier ganz sicher. In seinem neuen Buch "Machtkampf" begründet er seine Einschätzung. hpd-Autor Martin Bauer sprach mit Rolf Bergmeier.
Manche ultraorthodoxe Juden haben sich bislang geweigert, im Flugzeug neben Frauen zu sitzen – und trieben so die Vorschriften des 3. Buch Mose endgültig ins Groteske. Die israelische Fluglinie El-Al will den Zirkus jetzt endlich unterbinden.
Die katholische Kirche sorgt momentan wieder für Schlagzeilen: So zum Beispiel Papst Franziskus, der mit irren Nazivergleichen um sich wirft und ein französischer Prügel-Pfarrer, der vor laufender Kamera ein Kleinkind ohrfeigt. Wie kann man da noch Kirchenmitglied sein?
Wenig überraschend für Kritiker der millionenschweren Zuschüsse zu Kirchentagen kam neulich die Meldung der örtlichen Tageszeitung Westfälische Nachrichten, dass die Geschäfte in Münsters Innenstadt während des Katholikentags Anfang Mai 2018 weitgehend leer blieben.
Wie sieht Gott aus? Denken wir an den christlichen Gott, fallen uns wohl zunächst Abbildungen und Beschreibungen ein, die Gott als männlich, weiß und älter darstellen. Gern ist Gott auch weißhaarig und trägt einen Vollbart. Ob christliche Menschen ihren Gott wirklich so sehen, oder ob das Bild neu gezeichnet werden muss, dem ging eine jüngst veröffentlichte Studie nach.
Der von manchen als Modernisierer gefeierte, von Wim Wender jüngst gelobhudelte und von dritten als Hoffnungsträger gesehene Papst Franziskus hat in den letzten Tagen deutlich gemacht, was er tatsächlich und vorrangig ist: Der Kopf einer menschenrechtsverachtenden, rückwärtsgewandten Organisation.
Mit einer Rakete ins All zu fliegen ist gefährlich. Schließlich sind schon so einige Raumschiffe auf dem Weg in die Erdumlaufbahn explodiert. In Russland gibt es einen besonderen Brauch, um dieser Gefahr vorzubeugen. Und dieser beinhaltet unter anderem Weihwasser.
Wie, um Himmels Willen, kam der Mensch nur auf Gott? Trotz unübersehbarer Säkularisierungstendenzen beschäftigt uns diese Frage auch heute noch intensiv. Denn der Glaube, dass alles mit Gott beginnt und mit ihm enden wird, ist tief in unserem Bewusstsein verankert. Dabei lässt sich darüber streiten, ob Gott in unseren Genen steckt oder "nur" durch Kultur und Erziehung in unser Unbewusstes gepflanzt wurde.
Laut einer neuen Erhebung erhalten die Kirchen in diesem Jahr eine Rekordzahlung von 538 Millionen Euro. Kritiker fordern ein Ende dieser Staatsleistungen.
Immer wieder berufen sich unsere Politiker auf die christliche Prägung Deutschlands. Tatsache ist: Das Gebiet des heutigen Deutschlands ist zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert mit mehr oder weniger Gewalt, durch Verordnungen römischer Kaiser und durch die Eroberungszüge der Franken und Sachsen katholisiert worden. Schon das war ein überaus unchristliches Vorgehen.
Christliche Theologie-Professoren haben sich in einer Erklärung vehement für Söders Kreuzerlass ausgesprochen. Die Argumente, mit denen sie ihre Position untermauern, verraten viel über den Ungeist, der offenkundig noch immer an vielen theologischen Lehrstühlen herrscht.