Westliche Beobachter sehen den Buddhismus zu sehr durch eine "rosarote Brille". "Während er früher und teils heute noch als pessimistisch und nihilistisch wahrgenommen wurde, finden sich inzwischen zahlreiche Klischees vom Buddhismus als leichter Pop-Religion, friedfertig und tolerant, als Spiritualität ohne Dogmen und Glaubensvorstellungen, gar ohne Gott", schreibt der Religionswissenschaftler und anglikanische Theologe Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel in seinem neuen Einführungsband "Buddhismus verstehen" aus dem Gütersloher Verlagshaus.
Viele Kinder und Jugendliche fanden ihren ersten Zugang zur Literatur über die Harry-Potter-Reihe, die gestern ihr 20. Jubiläum feierte. Doch die weltweit beliebte Geschichte von der magischen Welt hat nicht nur Fans. Insbesondere von christlich-fundamentalistischer Seite wurde die Potter-Lektüre regelmäßig angefeindet.
Soeben erschienen ist der zweite Band in der von Horst Groschopp herausgegeben Reihe "Humanismusperspektiven". Der Sammelband von Thomas Heinrichs "Religion und Weltanschauung im Recht" enthält acht Aufsätze zu aktuellen Themen wie dem Religions- und Ethikunterricht an der Schule, der Integration des Islams und dem kirchlichen Arbeitsrecht. Der Autor benennt den dringenden Reformbedarf und macht hierfür Vorschläge auch unter Berücksichtigung der europarechtlichen Rahmenbedingungen. Martin Bauer hat mit ihm über einige seiner Einschätzungen und Forderungen gesprochen.
Der Band 36 der Schriftenreihe der Freien Akadamie mit dem Titel "Religiöser Pluralismus und Deutungsmacht in der Reformationszeit" ist erschienen. Damit wird ein Beitrag zum Martin-Luther-Jahr 2017 geboten.
Wie der hpd erfuhr, wurde der Tectum-Verlag, in dem unter anderem die Bücher von Uwe Lehnert, Rolf Bergmeier, Joachim Kahl, Horst Groschopp und anderer religionskritischer Autoren verlegt wurden, verkauft. Wir sprachen mit Heinz-Werner Kubitza, der den Verlag vor einem knappen Vierteljahrhundert gründete.
Ein neues Buch von Horst Groschopp wird vom Alibri Verlag gerade ausgeliefert. Der Titel ist Pro Humanismus. Die Publikation eröffnet eine neue Reihe "Humanismusperspektiven" – einem früheren Titel des Autors folgend. Das neue Buch behandelt die jüngere Geschichte der "Konfessionsfreien" in Deutschland. Den Fokus bildet die Aneignung, Ausformung und "Anwendung" des Humanismus. Der Band enthält eine umfängliche Dokumentation kontroverser Standpunkte. Der hpd sprach mit dem Autor.
2016 ist gleich in doppeltem Sinne ein Jack London-Jahr: Es jährt sich sowohl sein 140. Geburtstag wie sein 100. Todestag. Der Autor gehört zu den meistgelesenen Schriftstellern der Welt. In Deutschland erschienen seine Romane meist gekürzt, wodurch der Eindruck von einem Jugend- und Spannungsautor entstand. Abenteuergeschichten aus dem Alaska der Goldrausch-Ära schrieb London tatsächlich. Aber die Reduzierung des Schriftstellers auf diese Sicht ist nicht angemessen. Denn sie unterschlägt sowohl die philosophischen Komponenten wie die politische Orientierung seines Werks.
Am 13. November las Michael Schmidt-Salomon in Nürnberg vor vollem Saal aus seinem neuen Buch "Grenzen der Toleranz". Etwa 130 Zuhörer waren bei diesem ersten Termin des Humanistischen Salons in den großen Saal des Stadtparkrestaurants "Parks" gekommen, um die Gedanken des GBS-Vorstandssprechers zu einem der brennendsten Fragenkomplexe der Zeit zu hören.
Eine Frau weigert sich. Sie tut dies mit wortloser Entschlossenheit. Sie will kein Fleisch mehr essen. Sie magert ab. Ihre pflanzenhafte Sanftheit weckt das Begehren ihres Schwagers, vielleicht auch ihre Rebellion. Er macht sie zu seinem Modell, zum Objekt seiner Kunstphantasie und treibt sie in den Wahnsinn. Der nun auf Deutsch erschienene, bereits verfilmte Roman "Die Vegetarierin" der südkoreanischen Autorin hat tragische Größe.
Die kleine Stadt Lüdinghausen im katholischen Münsterland scheint sich zu einer Hochburg kritischer Geister zu entwickeln – Menschen, die nicht gewillt sind, kirchliche und religiöse Willkür hinzunehmen. Nach einem pensionierten Lehrer, der für ketzerische Sprüche auf seiner Heckscheibe nach dem so genannten Gotteslästerungsparagraphen verurteilt wurde, probt nun auch der Stadtrat den Widerstand gegen Habgier und Allmachtsgebaren der katholischen Kirche. Wahrscheinlich wird es nur eine kurze Probe.
Frankfurts "Club Voltaire" war überfüllt, als Michael Schmidt-Salomon auf Einladung von 42 e.V. aus seinem neuesten Buch "Die Grenzen der Toleranz. Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen" las. Der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung lieferte in der Tradition von Karl Popper gleichzeitig ein Bekenntnis zur toleranten Gesellschaft wie auch die Aufforderung, nicht beim bislang erreichten Stand stehenzubleiben: Die Verfassungswirklichkeit entspreche noch nicht den säkularen Prinzipien, auf denen unsere Verfassung beruhe.
Der Roman von Gerhard Streminger führt in die schottischen Highlands, in ein stilles Tal, dessen fruchtbare Landschaft die Familien jahrhundertelang ernährte. Gelegentlich entspringende Quellen flossen in kleinen Rinnsalen die Abhänge der Berge hinab, vereinten sich in tiefsten Stellen des Tals zu Bächen und diese schließlich zu einem beachtlichen Fluss. Er ist die Energie und zieht die Begierlichkeit, gekleidet in die Worte Fortschritt und Wohlstand auf sich.
Fledermäuse können in Kolonien von mehr als einer Million Exemplaren leben. Nacht für Nacht fliegen sie in dichten Schwärmen aus, im Süden der USA oder in Baja California in Mexiko. Wie einigen sie sich, wohin sie fliegen? Gerald Kerth von der Universität Greifswald erforscht vor allem die heimische Bechsteinfledermaus und beobachtet an ihr ein in seiner Komplexität nur mit den Primaten und den Delphinen vergleichbares Sozialleben.
Am 4. Oktober erscheint das neue Buch "Die Grenzen der Toleranz – Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen" von dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon. Hier gibt es einen Blick ins Buch.
Die Regionalgruppe Mainz/Rheinhessen der Giordano Bruno Stiftung lud ein zu einer spannenden und hochpolitischen Lesung im Rahmen der interkulturellen Woche in Mainz unter dem diesjährigen Motto "Gemeinsam leben lernen". Hedwig Toth-Schmitz begrüßte die türkischstämmige Journalistin und Schriftstellerin Arzu Toker als Gastrednerin, die zum thematischen Schwerpunkt "Frauen und Ehre im Islam" las. Unser Autor Bernd Kammermeier war für den hpd vor Ort.