Geraldine Rauch, die Präsidentin der TU Berlin, hat gegen eine islamismuskritische Veranstaltung des Allgemeinen Studentenausschusses protestiert. Die Kurdische Gemeinde Deutschland fordert in einem Offenen Brief nun ihren Rücktritt. Der hpd sprach mit ihrem Bundesvorsitzenden Ali Ertan Toprak.
Der Arbeitskreis Politischer Islam (AK Polis) hielt im Willy-Brandt-Haus in Berlin eine Veranstaltung über "Die Muslimbruderschaft (MB) – Agenda, Strukturen und politische Antworten" ab. Ziel war die Information von Mandats- und Funktionsträgern und Funktionsträgerinnen der SPD, Fachöffentlichkeit und Medien über den sogenannten Frérismus und seine Netzwerke in Europa. Die Keynote lieferte Dr. Florence Bergeaud-Blackler, Autorin des französischen Sachbuch-Bestsellers "Kalifat nach Plan", welche durch Beiträge weiterer renommierter Fachleute ergänzt wurde.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt davor, die von den islamistischen Machthabern orchestrierten Scheinwahlen in Syrien als Wahlen oder Parlamentswahlen zu bezeichnen und das Regime so zu legitimieren.
Ein neuer Bericht der Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI) für Österreich dokumentiert ein Erstarken islamistischer Kräfte, die die weltpolitische Lage um den Konflikt Israel-Palästina zu instrumentalisieren wissen. Die Ablehnung von Gleichberechtigung der Geschlechter als "westliche" Dekadenz und negative Einstellungen gegenüber der Mehrheitsgesellschaft sowie ihren Werten und Gesetzen werden aktiv gefördert und religiös-extremistische Propaganda auch an Jugendliche adressiert. Besonders auffällig ist eine über den Nahostkonflikt vermittelte Annäherung islamistischer an linke antiimperialistische Akteure.
Die österreichischen Journalisten Stefan Kaltenbrunner und Clemens Neuhold berichten in "Allahs mächtige Influencer. Wie TikTok-Islamisten unsere Jugend radikalisieren" über ihre Recherchen. Das gut lesbare Buch informiert anhand von Fallbeispielen über das Gemeinte. Es geht mehr um das Aufzeigen von einzelnen Gefahrenpotentialen, weniger um eine tiefergehende Untersuchung.
Die Goethe-Universität wickelt das "Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam" ab. Damit gibt es in Deutschland keine kritische Forschung mehr zum Thema Islamismus. Die Leiterin des Forschungszentrums, Ethnologin Susanne Schröter, bedauert die Schließung und sieht sie im Kontext der an den deutschen Hochschulen dominanten postkolonialen Theorie.
2.000 hätten es werden sollen, nur knapp 600 kamen: Viel weniger Teilnehmer als erwartet beteiligten sich Mitte Juli in Hamburg an einer Demonstration für die Wiedereröffnung des als "Blaue Moschee" bekannten Islamischen Zentrums Hamburg (IZH). Ein Jahr zuvor hatte die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser das IZH mit der Begründung verboten, es sei eine extremistische Organisation des Islamismus, die verfassungsfeindliche Ziele verfolge.
Über das Agieren der Muslimbruderschaft und ihrer Netzwerke fehlt es nicht unbedingt an gesichertem Wissen. Florence Bergeaud-Blackler löste mit einem Buch in Frankreich dazu eine heftige Kontroverse aus. Jetzt liegt auch eine deutschsprachige Ausgabe vor: "Kalifat nach Plan. Frérismus und seine Netzwerke in Europa".
Die derzeitige schwarz-rote Bundesregierung will dem grassierenden Islamismus mit einem Bund-Länder-Aktionsplan entgegentreten. Wie der aussehen könnte, wurde in einer Auftaktveranstaltung in Berlin mit rund 50 Experten diskutiert. Eingeladen hatten der AK Polis und das Mernissi-de-Gouges-Bildungs- und Sozialwerk der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee. Mit dabei: Christoph de Vries, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern.
Der Exil-Tschetschene Tumso Abdurakhmanow erreicht über seine Propagandakanäle auf YouTube mehr als eine halbe Million Menschen. Viele von ihnen leben nach Ansicht von Experten in Deutschland.
Für einen CDU-Politiker ist es ein ungewöhnlicher Vorstoß: Friedrich Merz hat sich bei einem Besuch der Medizinischen Hochschule Hannover öffentlich für eine strikte Trennung von Staat und Religion an deutschen Hochschulen ausgesprochen. Ein grundsätzlich begrüßenswertes Anliegen – wäre seine Kritik nicht so einseitig: Merz nahm ausschließlich muslimische Studierende ins Visier und schwieg auffällig zu christlichen Einflüssen auf den akademischen Betrieb.
Im Mai 2025 fand die kontroverse "Islamwoche" an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Kiel statt. Die von der Islamischen Hochschulgruppe Kiel (IHG) organisierte Veranstaltung löste Kritik wegen Vorgaben zur Geschlechtertrennung und des Auftritts eines dem Salafismus zugeordneten Redners aus. Die Universität distanzierte sich von den Inhalten und entzog der IHG daraufhin die Nutzungsrechte für Räume und Infrastruktur, während politische Akteure eine schnelle Aufklärung und Konsequenzen forderten.
Ende Juni veröffentlichte das türkische Satire-Magazin LeMan eine mutmaßliche Mohammed-Karikatur, die die alten Konflikte zwischen laizistischen und islamistischen Kräften im Land wieder aufflammen lässt. Das Regime in Ankara und sein islamistischer Mob reagieren wie gewohnt mit Belagerung, zerbrochenen Fenstern und klickenden Handschellen. Kein Vorfall ohne Vorgeschichte und Paradebeispiel dafür, was es bedeutet in einem Land zu leben, in dem religiöse Fundamentalisten die Macht übernommen haben.
Mit zwei Schwerpunkten treten Akteure des politischen Islam an Hochschulen zunehmend in Erscheinung: der Hegemonialisierung des Kopftuchs und einer aggressiven Feindschaft gegenüber Israel. Letzteres offenbart ganz besonders den Schulterschluss mit der postkolonialen Linken, die wiederum auch bei Ersterem bereitwillig Komplizenschaft leistet. Was sind Ideologie, Struktur und Aktionsformen der islamistischen Hochschulakteure? Welche Entwicklung ebneten ihnen den Weg?
Vom islamischen Fundamentalisten zum säkularen Humanisten – der Weg, den Yahya Ekhou ging, war lang und steinig. Jedoch lohnte er sich, denn heute ist er ein freier Mensch, der sich für Minderheiten einsetzt und über den Politischen Islam aufklärt. In Konstanz berichtete er von seiner Geschichte und seinem Engagement für eine freie Gesellschaft.