Nach zwei Jahren Pandemiepause gibt es wieder ein Camp Quest – ein Sommerlager für Kinder und Jugendliche, bei dem neben Spaß und Sport wissenschaftliche Themen, Philosophieren und kritisches Denken im Zentrum stehen. Dieses Jahr im Juli dreht sich alles um das Thema Energie. Die Chance für Jugendliche, die relevanten Themen zu verstehen und hautnah zu erleben. Dieses Jahr öffnet sich das Camp speziell auch für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine.
Seit Anfang Mai müssen sich Schüler*innen, Lehrkräfte und Beschäftigte in den Schulen nicht mehr testen lassen; auch die Maskenpflicht an Schulen wurde stark gelockert. Doch kann von Entwarnung in der Corona-Krise wirklich schon die Rede sein? Welche langfristigen Auswirkungen für die jungen Menschen gibt es? Haben Leistungsdruck und Zukunftsängste zugenommen? Was belastet Schulkinder heute besonders? Verena Manz und Verena Kapferer, beide Schulsozialarbeiterinnen des SOS-Kinderdorfs Göppingen, erklären die Auswirkungen auf schulische Leistungen, ob Schüler*innen fehlende Erfolgserlebnisse auffangen und aus der Pandemie sogar lernen können.
Offiziell sind Staat und Kirche in den Vereinigten Staaten von Amerika getrennt. Trotzdem können staatlich finanzierte und religiös geführte Adoptionsagenturen ihre Dienste Adoptionswilligen verweigern, wenn diese eine andere Religion haben. So geschehen ist das Elizabeth und Gabriel Rutan-Ram sowie sechs weiteren Personen, die nun mit Unterstützung von Americans United, einer Organisation im Einsatz für die Trennung von Staat und Kirche, das Department of Children's Services in Tennessee verklagen.
Im Rahmen des Ende November 2021 vorgestellten Koalitionsvertrages der sogenannten "Ampel-Parteien" war unter der wenige Zeilen umfassenden Rubrik "Tierschutz" die Rede davon, man werde in der kommenden Legislaturperiode die "Bildungsarbeit Zoologischer Gärten unterstützen". Die sonstigen Aspekte, mit denen Zoos ihre Existenz rechtfertigen – eigenem Selbstverständnis zufolge trügen sie Entscheidendes zu Artenschutz und Forschung bei und böten überdies einen unverzichtbaren Erholungs- und Freizeitraum für gestresste Großstädter – wurden nicht erwähnt.
Es ist Krieg und Frauen gehen hin und kämpfen. Viele Ukrainerinnen schicken ihre Kinder ins Ausland und melden sich bei der Armee. Die mutigen, selbstbewussten Frauen sind nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite boomt der Menschenhandel. Die Zahl der ukrainischen Prostituierten in Europa sei bereits gestiegen, sagt Gesa Birkmann, Abteilungsleiterin Themen und Projekte bei Terre des Femmes, im Interview mit dem hpd.
Terre des Femmes hat am Mittwoch einen Offenen Brief an die Regierungen von Bund und Ländern geschickt. Angesichts von ersten Hinweisen und Verdachtsmomenten von Menschenhandel fordert die Organisation, Frauen und Kinder, die aus dem Kriegsgebiet der Ukraine nach Deutschland geflohen sind, durch konkrete Maßnahmen vor Missbrauch und Ausbeutung zu schützen. Der hpd veröffentlicht den Text hier im Wortlaut.
In Pakistan werden immer mehr minderjährige Mädchen entführt und zum Übertritt in den Islam und zur Zwangsehe gezwungen, meist Christinnen oder Hindus. Eine Kinderrechts-Kommission will nun verbindliche Richtlinien festschreiben, um Kinder vor Gewalt und Zwangskonversion zu schützen.
#LetUsTalk ("Lasst uns reden") ist ein Aufschrei von vielen Frauen aus muslimischen Communities im Westen, denen Islamophobie vorgeworfen wird, wenn sie laut über Benachteiligung, Diskriminierung und Demütigung von Mädchen und Frauen innerhalb ihrer Familie und Gemeinschaften sprechen. Im Zentrum stehen dabei der Text eines kanadischen Arztes ägyptischer Abstammung und seine Kritik an der Verschleierung minderjähriger Mädchen.
Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs will Betroffenen eine Stimme geben und ihre Erfahrungen sichtbar machen. Dafür startet sie ein in Deutschland bisher einzigartiges Projekt und veröffentlicht 100 Geschichten von betroffenen Menschen auf einem neuen Internetportal.
Die Ärztin Natalie Grams-Nobmann sieht viele gute Gründe für eine Covid-Kinderimpfung. Zunächst schützt sie natürlich Leben und ist daher gerade für Risiko- und vorerkrankte Kinder wichtig. Aber: Leben ist mehr als Nicht-tot-Sein. Dem müssen wir nach zwei Jahren Pandemie endlich wieder Rechnung tragen.
SOS-Kinderdorf fordert in einer Pressemitteilung zum Internationalen Tag der Kinderrechte am morgigen Samstag, den Rechtsanspruch Heranwachsender auf Klimaschutz vollumfänglich anzuerkennen und umzusetzen. Die politische Untätigkeit im Umweltschutz stellt eine massive Verletzung der Rechte von Kindern dar.
Am heutigen Freitag jährt sich der Geburtstag des Schriftstellers und Kinderbuchautors Max Kruse zum 100. Mal. Die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) gedenkt ihres 2015 verstorbenen Beirats mit einem 25-minütigen Video, das auf dem YouTube-Kanal der gbs zu sehen ist.
Anlässlich des heutigen Weltkindertags fordert der SOS-Kinderdorf e.V., dass die Rechte von jungen Menschen endlich nachhaltig gestärkt und verlässlich umgesetzt werden. Die Kinderhilfsorganisation erwartet von einer neu gewählten Bundesregierung, die Integration der Kinderrechte ins Grundgesetz zügig und mit Nachdruck anzugehen. Auch UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk unterstreichen, dass es dringend an der Zeit ist, die Kinderrechte umzusetzen und eine gerechte und nachhaltige Welt zu schaffen – für Kinder und mit ihnen gemeinsam.
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert eine breite überparteiliche Initiative von Bund und Ländern zur Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz direkt nach der Bundestagswahl. Nach Ansicht der Kinderrechtsorganisation sind Kinderrechte im Grundgesetz ein unverzichtbarer Baustein, um kindgerechtere Lebensverhältnisse und bessere Entwicklungschancen für alle Kinder zu schaffen, ihre Rechtsposition deutlich zu stärken, und Kinder an den sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen. Mit der Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention bestehe die große Chance, langfristig eine tragfähige Grundlage für ein kinder- und familienfreundlicheres Land zu schaffen.
Soweit wir wissen, ist der Mensch das einzige Tier, das überwiegend in einer eingebildeten, symbolischen Welt lebt. Alle anderen Tiere haben in erster Linie mit realen Gegebenheiten zu tun: Schutz vor Räubern, Schutz vor den physikalischen Einwirkungen der Natur, Futtersuche. Der Mensch hat sich im Laufe seiner Kulturgeschichte von vielen dieser Zwänge relativ weit abgenabelt - und ist entsprechend beleidigt, wenn die Natur ihn hin und wieder an seine basale Ausgeliefertheit erinnert, etwa durch eine Pandemie.