Die historische Aufklärung sieht sich seit einiger Zeit Kritik ausgesetzt. Sie sei eine Angelegenheit "alter, weißer Männer" gewesen, habe andere Kulturen zerstört und ihren universalistischen Anspruch nie eingelöst. Die MIZ wird in diese Debatte einsteigen und sich 2020 in einer Serie mit Leistung und Versagen der Aufklärung auseinandersetzen.
Sexueller Kindesmissbrauch und der Umgang damit stellen bei den Zeugen Jehovas in den Niederlanden ein gravierendes Problem dar. Zu diesem Schluss kommt ein, letzte Woche vorgestellter, Untersuchungsbericht der Universität Utrecht im Auftrag der niederländischen Regierung.
Der Berliner Generalvikar Manfred Kollig will die Entschädigung der Missbrauchsopfer nicht aus kircheneigenen Mitteln finanzieren. Für den jahrzehntelangen Missbrauch soll offenbar die Allgemeinheit aufkommen.
Mit Drogen, Mobiltelefonen, Markenkleidung oder gar Gewalt sollen Minderjährige, die sich auf Mallorca in staatlicher Obhut befinden, zur Prostitution gebracht worden sein. 16 Fälle untersuchen die Behörden. Nach Angaben von Heim-Angestellten sollen weit mehr Jugendliche betroffen sein und Behörden bei Anzeigen kaum gehandelt haben.
Die Skandale um den selbsternannten Propheten Shepherd Bushiri reißen nicht ab. Nachdem einem seiner Priester in Thembalethu die Vergewaltigung einer 23-jährigen Gläubigen der Gemeinde vorgeworfen wurde, setzten aufgebrachte Menschen die örtliche Kirche Bushiris in Brand.
Millionen haben ihn verehrt, Hunderttausende setzten große Hoffnungen in ihn, doch nun ist der "Engel" gefallen. Endlich, ist man geneigt zu sagen. Endlich wurde ihm das Handwerk gelegt. Ein brasilianischer "Wunderheiler" ist zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Weitere Verfahren werden folgen.
Als "epochalen Schritt" betitelte der Erzbischof von Malta die päpstliche Entscheidung. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch: So grundlegend ist die Veränderung dann doch nicht, auch wenn jetzt niemand mehr zum Schweigen verpflichtet werden darf. Man will die Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden verbessern, mehr aber auch nicht.
Eine Umfrage des US-amerikanischen Fernsehsenders NBC unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der katholischen Kirche in den USA zeigte erstaunliche Unterschiede bei der Beurteilung kirchlicher Problematiken durch Männer und Frauen. Während Nonnen sexuellen Missbrauch durch Geistliche mehrheitlich noch immer für ein großes Problem halten, ist die Mehrheit der Priester der Auffassung, dass der sexuelle Missbrauch in der katholischen Kirche niemals ein größeres Problem war als in anderen Organisationen, in denen mit Kindern gearbeitet wird.
Nachdem CNN herausgefunden hatte, dass der Landesdirektor der Caritas in der Zentralafrikanischen Republik ein verurteilter Pädophiler aus Belgien war, wurde er von seinem Posten abgezogen. Nun wird wieder gegen ihn ermittelt, da er sich unterdessen erneut an Kindern vergangen haben soll. Die Vereinten Nationen (UN) haben daraufhin die Zusammenarbeit für vorerst beendet erklärt.
Vom Papst wurde der Bischof von Brooklyn, Nicholas Anthony DiMarzio, mit der Untersuchung von Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch katholische Geistliche in Buffalo betraut. Noch bevor DiMarzio jedoch seinen Bericht dazu veröffentlichen konnte, wurde er selbst des Missbrauchs eines damals minderjährigen Jungen in den 1970er Jahren beschuldigt.
Der Mythos, es gäbe die relevante Eigenschaft, "Jungfrau" zu sein, ist in vielerlei Hinsicht schädlich. In einem Kommentar, der in den sozialen Netzwerken viel Aufsehen erregte, erklärt die Ärztin Dr. Verena Brown, warum man bereits anatomisch keine Unterschiede zwischen "Jungfrauen" und "Nicht-Jungfrauen" feststellen kann und es sich auf der wissenschaftlich-faktischen Ebene um einen Mythos mit weitreichenden Konsequenzen handelt.
Der texanische Bischof Strickland hatte vor wenigen Tagen den Beitrag einer rechten Autorin beim Mikroblogging-Dienst Twitter geteilt. In diesem Beitrag machte sie sich hämisch über modernen Schulaufklärungsunterricht lustig und in seinem eigenen Zusatz bezeichnete Strickland den Unterricht als Wahnsinn und gar als Kindesmissbrauch, den es zu stoppen gälte.
Der Missbrauch von Kindern aus religiösen Gründen ist in Großbritannien um ein Drittel gestiegen. Darunter fallen sowohl Hexenglauben als auch Schwarze Magie oder der Glaube an Besessenheit durch böse Geister. Die Zahlen wurden vergangene Woche von der Local Government Association (LGA) veröffentlicht.
Der Fettnäpfchen-Marathon der katholischen Kirche im Umgang mit dem Missbrauchsskandal geht in die nächste Runde: Diesmal verglich Bischof Ackermann die Entschädigungszahlungen an die Opfer mit denen für die missglückte PKW-Maut. Mittlerweile hat er sich für seine Aussagen entschuldigt.
In ausgewählten Kinos kann man seit wenigen Tagen die Dokumentation "Verteidiger des Glaubens" über Joseph Ratzinger sehen. Der kritische Film, der in katholischen Kreisen für einigen Aufruhr sorgt, verrät viel über Charakter und Gedankenwelt des ehemaligen Papstes Benedikt XVI., seine Rolle im Missbrauchsskandal und was zu seinem Rücktritt führte.