Österreich

Vom ORF verwendete Kamera

Was glaubt Österreich? Alles Mögliche.

Seit 2023 arbeiten der Österreichische Rundfunk (ORF) und eine Gruppe an der Universität Wien an der Studie "Was glaubt Österreich?". Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat das Projekt medial begleitet. Nach der Veröffentlichung "erster Ergebnisse" im Sommer 2024 und der Ankündigung der Studie für Anfang 2025 gibt es jetzt doch wieder nur "erste Ergebnisse" und sehr selektive Erzählungen dazu im ORF.

Säkulares, wissenschaftsaffines Bildungsprojekt steht zur Abstimmung

Noch bis Sonntag läuft ein Publikumsvoting zum Einzug in das Finale zur Wahl der besten Geschäftsidee in Niederösterreich, bei dem auch Non-Profit-Projekte berücksichtigt werden. Das Projekt eines hpd-Autors, das nachstehend vorgestellt wird, ist als internationale Wanderausstellung konzipiert, weshalb man auch in Deutschland und der Schweiz mit abstimmen kann.

Die Hymne des säkularen Staats

Religionen sind mit demokratischen Grundwerten inkompatibel. Die Hierarchisierung der Geschlechter in praktisch jeder Religion würde als Beleg dafür schon reichen, aber man muss nicht lange weitersuchen: Die heiligen Bücher sind voll mit Aussagen über und Anweisungen für das Zusammenleben, die mit einer offenen Gesellschaft in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts nicht zusammenpassen.

Bibel im Unterricht

Die fantastische Neuerfindung des Religionsunterrichts

Die Zeiten sind hart in Österreich. Eine antidemokratische Partei bekommt die meisten Stimmen bei der Nationalratswahl, das Zusammenleben in der Gesellschaft wird gefühlt immer schwieriger, es gibt Berichte von Antisemitismus, gestiegenen Hassverbrechen und Jugendbanden. Glücklicherweise naht Rettung aus einer unerwarteten Richtung: Bei verschiedenen Veranstaltungen wird der große Beitrag des Religionsunterrichts für die Demokratie beschworen.

Weihnachten im Schuhkarton

Schulen in Vorarlberg verteilten Flyer der Aktion “Weihnachten im Schuhkarton”. Ziel dieser Aktion ist die Unterstützung von bedürftigen Kindern in Mittel- und Osteuropa. Dafür werden Schuhkartons je nach Vorliebe geschmückt und mit einer Auswahl von Geschenken befüllt. Dies können Spielzeuge, Schulunterlagen oder auch Kleidung sein. Was zunächst nach einer wohltätigen Spende klingt, die Kindern Freude bereiten soll, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als etwas gänzlich anderes.

Wiener Rathaus

Religiöse Demokraten?

In Wien feierte man dieser Tage, dass Religionen so gut für die Demokratie sind. Man weiß nicht genau, was dort bei dem Treffen geraucht und getrunken wurde; dass da aber unglaublich viel Unfug dahergeredet wurde, das allerdings.

Österreich hat keine katholische Mehrheit mehr

Im traditionell katholischen Österreich hat die römisch-katholische Kirche ihre Bevölkerungsmehrheit verloren. Dies wurde für den Herbst 2024 erwartet, die jüngsten Zahlen für 2023 legen aber nahe, dass es bereits im Sommer soweit war. Bei einer hohen Zahl von Austritten verlor die Kirche in einem Jahr knapp zwei Prozent ihrer vormaligen Mitglieder und etwas mehr als ein Prozent der gesamten österreichischen Bevölkerung.

Während der Führung

In Österreich hat der erste Evolutionsweg eröffnet: in Gablitz bei Wien

Für die Leserschaft des hpd ist der Evolutionsweg, der von den Säkularen Humanisten – Giordano-Bruno-Stiftung Rhein-Neckar entwickelt worden ist, ein bekanntes Konzept. Der hpd hat schon mehrfach von Öffnungen dieses Freiluftmuseums berichtet, etwa in Egelsbach (Hessen), im brandenburgischen Templin oder in Ottersheim (Rheinland-Pfalz). Mehr als zehn Standorte befinden sich mittlerweile in Deutschland, nunmehr feierte der Evolutionsweg sein Debüt in Österreich, in der charmanten Marktgemeinde Gablitz – ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen im Wienerwald und Ausflüge in die Natur. Die Gemeinde ist überzeugt, dass dieser Evolutionsweg schnell viele Besucher anziehen wird.

Antisemitismus in Österreich: "Ein beunruhigendes Bild"

Immer mehr Menschen in Österreich vertreten antisemitische Positionen. Das ist eines der ersten Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter mehr als 2.000 Personen. Besonders großen Zuspruch findet Antisemitismus an den rechten und linken Rändern des politischen Spektrums, wobei Befragte mit extrem rechten Positionen die höchsten Zustimmungswerte zeigen. Die Autoren der Studie sehen darin einen Anlass, das verbreitete Bild vom "linken Antisemitismus" zu relativieren.