Während der Corona-Pandemie hat der Messenger-Dienst "Telegram" starken Zulauf bekommen. Kein Wunder, denn Verschwörungstheoretiker und Gegner staatlicher Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus können sich dort ungehindert organisieren.
Donald Trump ist einer der glühendsten Anhänger der Todesstrafe – das betont er auch in seinem Wahlkampf. Nicht nur seine Anhänger, die Hälfte der Amerikaner stimmen ihm zu. Warum der Glaube an die Todesstrafe weltweit noch immer lebendig ist – und der Kampf dagegen nötiger denn je ist. Ein Plädoyer von Helmut Ortner.
Der Neoliberalismus ist die erste Religion, die sich nicht als solche zu erkennen gibt. Seine Propheten sind "spirituelle" Wegweiser wie Laura Malina Seiler.
Die MIZ, Zeitschrift "für Konfessionslose und AtheistINNen", bearbeitet in jedem Heft ein Schwerpunkt- oder Titelthema. Für die Ausgabe 2/21, die im Sommer kommenden Jahres erscheinen wird, hat die Redaktion sich nun "Religionskritik von rechts" vorgenommen. Dafür sollen mit einem "Call for Articles" Beiträge eingeworben werden. Über die dahingehenden Überlegungen sprach der hpd mit MIZ-Chefredakteur Christoph Lammers.
Am Wochenende dominierten Bilder demonstrierender Gegner der Corona-Maßnahmen die Medien. Die starke Berichterstattung gaukelt eine gesellschaftliche Relevanz der "Corona-Rebellen" vor, die sie nicht haben. Sie stellen eine Minderheit dar. Die deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland und weltweit befürwortet die staatlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus.
Welchen politischen Einfluss hatten und haben die Ostdeutschen vom Ende der DDR bis zu den heutigen rechtspopulistischen Protesten? Dieser Frage geht Soziologe Prof. Dr. Detlef Pollack in einer neuen Studie nach.
Eine beliebte Disziplin der Esoterik ist das positive Denken. Alle erleben diese Methode bei alltäglichen Gesprächen – "Du musst nur positiv denken, dann wird alles gut!" –, doch die wenigsten kennen den esoterischen Ursprung dieser vermeintlich unverfänglichen Redewendung.
Das Champions-League-Finale überraschte mit einer weltanschaulichen Werbebotschaft – für den lieben Herrn Jesus. Der Bayernspieler David Alaba trug ihn auf einem T-Shirt spazieren. Oder haben wir uns da nur verguckt?
Am Freitag verhandelte das Landgericht Hamburg über die Klage der Ärztin Kristina Hänel gegen den Abtreibungsgegner Klaus Günter Annen. Dieser verglich auf seiner Website die klagende Ärztin und andere, die legal Abtreibungen durchführen, mit Wachmannschaften und Ärzten in den Konzentrationslagern der Nazis.
Kurz vorm Champions-League-Finale verkündet der deutsche Trainer die Qualitäten seines Teams: Verbissenheit. Besessenheit. Hunger. Härte. Hm! Sind das wirklich Eigenschaften, denen die Jugend der Welt nacheifern soll?
Manche Mythen haben uns fest im Griff: Wachstums- und Fleißmythos etwa. In den USA kommen noch religiöse Mythen dazu: Ohne eine Bekenntnis zu Gott könne man dort kein Politiker sein, heißt es immer. Der Kongressabgeordnete Jared Huffman hat diesen Mythos auf die Probe gestellt und sich zum Nichtglauben bekannt. Und siehe da: Die Wähler dankten es ihm.
Wie der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), Dachorganisation der 56 größeren Zoos hierzulande, in einer eigenen Pressekonferenz Anfang Juli 2020 verlautbarte, habe eine von ihm selbst in Auftrag gegebene Forsa-Befragung ergeben, dass 82 Prozent der Deutschen Zoos grundsätzlich befürworten. Tatsächlich hat ein Drittel der Deutschen in den letzten fünf Jahren kein einziges Mal einen Zoo besucht.
Bereits mehrfach wurde vom Humanistischen Verband Österreichs (HVÖ) auf die religionsfreundliche Berichterstattung im ORF hingewiesen. Zu dieser sind die Redakteure offensichtlich auch aufgrund interner Anweisungen verpflichtet. Nun ließ der ORF verlauten, sein mediales Religionsangebot erweitern zu wollen. Der HVÖ verfasste daraufhin einen offenen Brief an den Publikumsrat des ORF, den der hpd in voller Länge veröffentlicht.
Gestern Lisa Eckhart, heute Saskia Esken, morgen Müllers Kuh: Täglich gibt es einen Aufreger, über den man sich als Medienmensch mit aller Macht ereifern muss. Unbedingt! Krawallo! Ein Lagebericht.
Die beiden Sozialwissenschaftlerinnen Anne-Kathrin Meinhardt und Birgit Redlich versammelten in dem von ihnen herausgegebenen Sammelband "Linke Militanz. Pädagogische Arbeit in Theorie und Praxis" diverse Aufsätze zu konzeptionellen Fragen und Projekten zum Thema. Dabei wird deutlich, dass die Forschungsarbeit hier noch in den "Kinderschuhen" steckt, wenngleich man mit dem Band auch erste Ergebnisse, Projekte und Theoriedebatten vermittelt bekommt.