Papst Leo XIV. hat den "Zerstörer des Friedens" identifiziert. Gemeint ist nicht Wladimir Putin, nicht das Leid in Gaza, Syrien oder im Iran – sondern der Schwangerschaftsabbruch. Mit drastischer Sprache greift das Oberhaupt der katholischen Kirche erneut ein Thema auf, das für ihn offenbar höher rangiert als reale Kriege, autoritäre Gewalt und millionenfaches menschliches Elend.
Als hätte die Welt derzeit nicht dringendere Probleme, inszenierte sich Papst Leo XIV. bei einer Audienz am vergangenen Samstag als kompromissloser Hardliner. Unter Berufung auf Mutter Teresa erklärte er, es könne keinen Frieden geben, solange der "Krieg der Menschheit gegen sich selbst" nicht beendet werde – womit er Abtreibungen meinte. Die logische Konsequenz aus dieser Haltung: Ein globales Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen – und schon herrscht Frieden? Willkommen in einer moralischen Gedankenwelt, die vielleicht ins Mittelalter passt, aber sicher nicht ins 21. Jahrhundert.
Frauenrechte, körperliche Selbstbestimmung, soziale Realität – all das spielt in dieser Argumentation keine Rolle. Stattdessen greift Leo XIV. auf die Worte Mutter Teresas zurück, die 1994 vor Mitgliedern von US-Senat und Repräsentantenhaus erklärte: "Jedes Land, das Abtreibung akzeptiert, lehrt sein Volk nicht zu lieben, sondern zur Gewalt zu greifen, um zu bekommen, was man wünscht. Das ist der Grund, warum Abtreibung der größte Zerstörer der Liebe und des Friedens ist."
Diese Aussage ist ebenso absurd wie radikal und entlarvend. Denn sie setzt medizinische Eingriffe, die oft aus Notlagen heraus erfolgen, mit Gewalt gleich – und blendet konsequent aus, was Abtreibungen in der Realität sind: Teil der Gesundheitsversorgung, Ausdruck individueller Gewissensentscheidungen und oft die einzige Möglichkeit, Leid zu begrenzen. Dass Mutter Teresa zugleich Empfängnisverhütung strikt ablehnte – selbst in Regionen extremer Armut – fügt sich nahtlos in ihre Grundüberzeugung. Eine Weltanschauung, in der moralische Prinzipien über die harten Realitäten des Lebens gestellt werden.
Besonders problematisch wird diese Haltung dort, wo kirchliche Dogmen ganz real in staatliche Strukturen hineinwirken. In Deutschland etwa geht die katholische Kirche juristisch gegen jene vor, die sie als "Zerstörer des Friedens" betrachtet. Der Fall des Gynäkologen Joachim Volz zeigt dies exemplarisch (siehe dazu auch den heutigen Artikel des hpd): Nach einer Krankenhausfusion untersagte ein katholischer Träger dem Arzt, weiterhin Schwangerschaftsabbrüche im Lippstädter Krankenhaus durchzuführen. Volz brachte sein Entsetzen treffend auf den Punkt: "Schluss mit religiösen Vorschriften in öffentlichen Krankenhäusern. Kirchliche Dogmen haben dort nichts zu suchen. Medizin braucht Herz und Verstand, keine Moralpredigt."
Der Papst spricht vom Frieden – meint aber Kontrolle. Kontrolle über weibliche Körper, über reproduktive Entscheidungen, über moralische Deutungsmacht. Dass ausgerechnet eine Institution, die über Jahrhunderte Gewalt legitimiert, Missbrauch vertuscht und autoritäre Strukturen verteidigt hat, sich heute als Hüterin des Friedens aufspielt, ist eine bittere Ironie. Die Kirche besitzt sicherlich keine Überlegenheit in moralischen Fragen.
Frieden entsteht nicht durch Verbote, Dogmen oder Schuldzuweisungen religiöser Art. Frieden entsteht durch soziale Sicherheit, Bildung, medizinische Versorgung und das Recht, über das eigene Leben selbst zu entscheiden. Wer Abtreibungen zum "größten Zerstörer des Friedens" erklärt, verharmlost reale Kriege und Eroberungspläne – und erklärt Frauen einmal mehr zum Schlachtfeld einer moralischen Ideologie.








68 Kommentare
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Kommentare
Roland Fakler am Permanenter Link
Tausend Jahre voll danebenliegen, das schafft nur katholische Tradition.
A.S. am Permanenter Link
Die Kirche will doch Krieg, denn dann sind erstens die Kirchen voll und zweitens kann sie Trost spenden. Um im Krieg bestehen zu können, braucht es viele Soldaten. So ergibt eins das andere.
Roland Fakler am Permanenter Link
Ja, es ist traurig aber wahr: Die Kirche hat immer Zulauf bekommen, wenn es den Menschen schlecht ging.
Werner Blumenthal am Permanenter Link
Was soll das bringen, wenn jemand über den Katholischen Glauben schreibt, der Null - aber wirklich Null! - Verständnis für katholische Grundannahmen hat? Genau: Nichts.
Klaus Weidenbach am Permanenter Link
Katholische Grundannahmen sind Folgende: Es gibt ein immaterielles Wesen irgendwo im Universum, das eigentlich von Anbeginn aus drei Personen besteht (Gott Vater, Gott Sohn, Gott heiliger Geist).
Die Christenmenschen haben aber nicht daran gedacht, dass die wenigen sog. "Berichte" aus der Zeit den vermeintlichen echten Christusworten widersprechen: bei der "Erlösung" war nicht die ganze Menschheit gemeint. In Matthäus 10,5f sagte der "Gott Sohn" zu seinen Jüngern: "Geht nicht in die Häuser der Heiden. Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel". Der sog. "Missionsbefehl" (Matthäus 28,19f: ) ist wohl eine Fälschung aus späterer Zeit. Es gibt in der Theologie der katholischen Kirche so unglaublich viele Widersprüche, Ungereimtheiten, Wundergeschichten, die allesamt erfunden wurden wie die Märchen aus 1001 Nacht, orientalische Fabulierkunst halt. Wer im 21. Jahrhundert angekommen ist, kann nicht "glauben", dass zum Todeszeitpunkt des "Gottsohnes" der Tempelvorhang zerriss, ein Erdbeben Jerusalem erschütterte, sich Gräber auftaten, die Leichen von Heiligen durch Jerusalem wandelten. Alles nachzulesen in der Bibel bei Matthäus. Da die ersten drei Evangelisten voneinander abgeschrieben haben, findet man diese Märchen bei allen dreien.
A.S. am Permanenter Link
Die katholischen Grundannahmen sind bar jeder experimentellen Evidenz.
Ein wichtiges Kriterium experimenteller Evidenz ist die Reproduzierbarkeit.
Die Religionen sind meiner Meinung nach Produkte menschlicher Fantasie, einzuordnen zwischen Darth Vader und Harry Potter.
Paul München am Permanenter Link
Katholische Grundannahme ist auch die Überzeugung, dass der Segen eines Priesters irgendetwas Positives bewirkt und dass die Speisung mit einer Oblate eine "Stärkung" sei.
Werner Blumenthal am Permanenter Link
@ Paul München Wenn man dran glaubt, bewirkt der Sagen eines Priesters sicher etwas Positives. Atheisten würden das Phänomen wohl "Psychologie" nennen.
Jutta Behne am Permanenter Link
Das ist kein Phänomen: Es ist einfach der Placeboeffekt.
Jutta Behne am Permanenter Link
Die "katholischen Grundannahmen" wie Schöpfungsgeschichte, Jungfrauengeburt, Auferstehung von den Toten, Existenz von Himmel und Hölle, kennt eigentlich jeder...(bekommt mein Enkel schon im Ethikunterricht v
Wirklich Null Verständnis hat der normale Mensch allerdings von den theologischen Nebelbomben, die gerne verstreut werden, um die Absurditäten des christl. Glauben zu vertuschen und ihn irgendwie doch noch glaubhaft erscheinen zu lassen.
Werner Blumenthal am Permanenter Link
@ Jutta Behne Ich halte es mit Pasolini: „Das Evangelium stellte mich vor folgendes Problem: Ich konnte es nicht wie eine klassische Geschichte erzählen, weil ich nicht glaube, sondern Atheist bin.
Klaus Bernd am Permanenter Link
Make Catholicism Great Again
Was Populismus betrifft wanzt er sich lieber an Spitzensportler, Filmstars und schließlich auch an einen deutschen Schnulzensänger ran statt sich mit dem französischen Staatspräsidenten auszutauschen. Fürchtet er etwa, dass dieser ihm die im Beitrag aufgezählten GUTEN Gründe für eine Abtreibung entgegenhalten könnte ?
[Anmerkung der Redaktion: Dass Macron aufgrund seiner Haltung zu Schwangerschaftsabbrüchen und Sterbehilfe keine Papstaudienz bekommen habe, stellte sich als Falschmeldung heraus: https://religion.orf.at/stories/3233870/]
Kürzlich erklärte er zum Thema Schriftauslegung in einer Generalaudienz man müsse „das Wort Gottes in einer Sprache (zu) verkünden, die die Herzen der Menschen erreicht.“ Wie man das, nur 1 Beispiel unter unglaublich vielen, für das Ersäufen fast der gesamten Menschheit bewerkstelligen könnte, verrät er leider nicht. In meinem Herzen erreichen diese Horror-Geschichten jedenfalls nur eins : Abscheu. Für die Geschichten selbst, für den angeblichen Gott und für die menschlichen Verkünder; insbeondere für die, die sie selbst kleinen Kindern als Tatsachen erzählen und KITAs nach ihrem Symbol, der Arche Noah benennen.
Klaus Bernd am Permanenter Link
Vielen Dank für den Hinweis. Halte es auch nicht für wahrscheinlich, dass das die Begründung für das Nichtzustandekommen einer „Audienz“ (!) sein soll.
Angelika Wedekind am Permanenter Link
Die katholische Kirche wird sich nie ändern.
GeBa am Permanenter Link
Sie soll sich auch nicht ändern, sie soll sich auflösen!
Guggemos, Walter am Permanenter Link
Zu den Worten von „Mutter Teresa“:
Diese Aussagen sind an Übergriffigkeit kaum zu überbieten. Selbst einer brutal vergewaltigten Frau das Austragen einer Schwangerschaft aufzwingen zu wollen, hat weder mit Menschlichkeit noch mit „Mütterlichkeit“ etwas zu tun.
Als Vertreterin eines klassischen, streng katholischen und stark leidenspositiven Weltbildes spielte Selbstbestimmung für sie offenbar keine Rolle. Entscheidend war für sie nicht das Wohlergehen der Betroffenen im Hier und Jetzt, sondern allein die vermeintliche „Erlösung“ nach dem Tod.
Ich empfinde es als äußerst bedrückend, dass ein Papst auch heute noch in solchen Kategorien denkt.
GeBa am Permanenter Link
Der letzte Satz diese guten Artikels sagt genau was Sache ist und was die Prioritäten der Kirche sind, weltenferner kann man kaum sein als der Vatikan.
Gerhard Lein am Permanenter Link
Da fragt mensch sich, wie bekennende Katholiken öffentlich für diese hahnebüchenen Einstellungen/Aussagen ihres StellvertreterGottes und seiner Organisation noch einstehen können.
GeBa am Permanenter Link
Nein, müssen sie nicht, für katholische Menschen ist der Papst die höchste Instanz und die
hat immer recht, egal was für einen Schwachsinn dieser von sich gibt.
und je mehr es davon gibt, desto größer ist die Auswahl.
A.S. am Permanenter Link
Was die Kirche so alles behauptet...
Wie der Islam will auch die katholische Kirche "Frieden" durch Unterdrückung.
Die religiösen Führer sind es doch, die Krieg gegen die Menschheit führen. Siehe Kyrill I., die Mullahs, die jüdischen Ultras, die Jihadisten.
Die Strategie ist durchschaubar: Zur Ablenkung von dem, was man selber tut, wirft man es anderen vor.
Die Kirche wirft den "Kapitalisten" vor, sie würden die Menschen ausbeuten. So wird davon abgelenkt, dass die Kirche selber Menschen in ganz großem Stile ausbeutet. Womit ich kapitalistische Ausbeutung nicht leugnen will. Die gibt es schon auch.
David Guerrero am Permanenter Link
Lieber Artikelhersteller
GeBa am Permanenter Link
Da haben die Kriege welche die Kirchen angezettelt haben wesentlich mehr Menschen getötet als es durch die Abtreibung von noch nicht geborenen Lebewesen in all den Jahrhunderten.
David Guerrero am Permanenter Link
Ihr Argument ist vielerlei Hinsicht einfach nur dumm.
1.Seit wann werden Abtreibungen durchgeführt? Ca Anfang des 18. Jhd. Seit wann existiert die Kirche. Seit 2000 Jahren.
2. Zeigen Sie mir historisch auf wo die katholische Kirche wutwillig aus Hass Menschen ermordert hat. Argumente wie Hexenverbrennung sind einfach nur Quatsch weil sie hauptsächlich von Protestanten durchgeführt wurden. Die Kreuzzüge wurden veranlasst um die Pilger nach Jerusalem zu beschützen.
Jährlich werden in Deutschland um die 100.000 Kinder durch Abtreibung getötet. Zeigen Sie mir historisch wo die katholische Kirche jährlich 100.000 Menschenleben vernichtet hat.
Wenn Sie doch Abtreibung so verharmlosen dann gehen Sie doch zu ihrer Mutter und sagen Sie ihr dass es für Sie kein Problem gewesen wäre, wenn Ihre Mutter Sie abgetrieben hätte. Mal schaun wie Ihre Mutter darauf reagiert.
GeBa am Permanenter Link
Das geht leider nicht, ich bin jetzt im 80sten Lebensjahr und meine Mutter lebt schon lange nicht mehr, diese hat damals auch 2 Abtreibungen gemacht, aus Armutsgründen, dies werden Sie sicher nicht verstehen junger Ma
David Guerrero am Permanenter Link
Es tut mir wirklich Leid dass Ihre Mutter zwei Ihrer Geschister umgebracht hat. Ich kann mir vorstellen, dass Sie sie gerne kennenlernen wollten.
Lila Farfalla am Permanenter Link
Lieber Kommentarhersteller,
LIla Farfalla am Permanenter Link
Lieber Kommentarhersteller, es genügt eine kurze Googlesuche bzw. ein Wikipedia-Artikel, um herauszufinden, dass ein Post-Abortion-Syndrom nicht existiert.
Das „Post-Abortion-Syndrom“ wird weder in der ICD der Weltgesundheitsorganisation noch im DSM der American Psychiatric Association als Störung klassifiziert.[1] In der Wissenschaft ist die Existenz eines Post-Abortion-Syndroms nicht anerkannt.[1][2][3][4][5][6]" An den Zahlen sehen Sie, dass dem Artikel reichlich Quellen aus der wissenschaftlichen Literatur angefügt sind.
Jutta Behne am Permanenter Link
Sie verharmlosen hier praktisch den größten Genozid unserer Menschheitsgeschichte, nämlich die Judenvernichtung der Nazis - ist Ihnen das entgangen?
10-20 Prozent der Schwangerschaften enden von Natur aus durch eine Fehlgeburt. Was ist da los - hat der liebe Gott es sich in diesen Fällen anders überlegt... oder wie ist da die theologische Erklärung der kath. Kirche?
David Guerrero am Permanenter Link
Sie verharmlosen den Genozid der Abgetriebenen Kinder. Ist Ihnen das bewusst? Jährlich 100.000 unschuldige Kinder werden in Deutschland ermordert. Weltweit liegen wir bei 70 Millionen !!!
Jutta Behne am Permanenter Link
Beim Fötus verbinden sich Sinnesnerven mit der Hirnrinde erst in der 25.Woche, was Voraussetzung für eine rudimentäre Bewusstseinsform ist (der Schwangerschaftsabbruch ist nur bis zur 12.
Wie ist denn nun die theologische Erklärung dafür, dass 10-20% der Schwangerschaften in den ersten Monaten auf natürliche Art abgebrochen werden?
David Guerrero am Permanenter Link
weshalb ist der Bewusstsein entscheidend dafür ob ein Mensch lebenswürdig ist oder nicht? Nach Ihrer Theorie könnte ich jeden Menschen der im Koma ist oder einfach bewusstlos da liegt einfach umbringen.
Ich weiß nicht weshalb Sie nach einem Theologischen Hintergrund fragen wo ich eh vermute das sie eh nicht an einen Gott glauben aber seit der Ursünde von Adam und Eva ist der Mensch verflucht. Die Ursünde ist der Ursprung allen Übel und Krankheiten und somit auch von Kinder die in den ersten Wochen versterben. Das hat nichts damit zu tun das Gott sich das anders überlegt hat sondern weil der Mensch gesündigt hat.
Genauso könnten Sie sagen ,,wenn es einen Gott geben würde dann würde es doch keine Krankheiten und Leiden existieren''. Und da ist Ihr Denkfehler. Nicht Gott hat sich gegen uns gewendet sondern wir von ihm.
Paul München am Permanenter Link
Herr Edler, sind Sie es unter neuem Namen? Ihre "Argumentation" kommt mir von früher so bekannt vor.
Das mit der "Ursünde" ist nur einer von vielen hilflosen Erklärungsversuchen für Krankheiten. In manchen Weltgegenden z.B. wurde Nachbarn der "böse Blick" unterstellt als Krankheitsursache. - Bis die medizinische Forschung, die von der Kirche behindert wurde, die wahren Ursachen entdeckte.
Genauso verhält es sich mit Naturkatastrophen, früher dachte man, dass Gott seinen Zorn auf diese Weise auslebt.
Dass der erste Absatz Ihres Kommentars völlig daneben ist mit einem bewusstlosen Menschen, bedarf keiner weiteren Erörterung.
David Guerrero am Permanenter Link
hahahaha alles klar. Erklärn Sie mal...Was sind denn die Ursachen vonLeid und Krankheiten?
Jutta Behne am Permanenter Link
"...aber seit der Ursünde von Adam und Eva ist der Mensch verflucht. Die Ursünde ist der Ursprung allen Übel und Krankheiten..." schreiben Sie. Da hab ich doch noch zwei Fragen:
Gläubige glauben oft, Gott habe bei Überwindung eines Übels/ Leiden geholfen...macht das Gott Ihrem Glauben nach trotz der Verfluchung ab und zu mal oder bilden sich die Gläubigen die göttliche Hilfeleistung nur ein?
Auch durch Naturkatastrophen entsteht Leid: hat Gott diese extra gemacht, um den Menschen noch mehr leiden zu lassen?
Ich glaube tatsächlich nicht an einen Gott; da sich aber Religion auch in das Leben Nichtgläubiger einmischt, interessiere ich mich halt für theologische Aspekte.
David Guerrero am Permanenter Link
zu Ihren ersten Frage:
Durch Gottes Gnade und seinen Engeln und Heiligen möchte Gott sich durch unser Leiden sich offenbaren. Das hängt ganz allein von uns ab wie wir uns zu Gott positionieren.
zu ihren zweiten Frage:
Auch die Naturkatastrophen sind eine Folge der Ursünde.
Wenn Sie sich mit Religion beschäftigen ist es sehr gut. Sie sind auf dem besten Weg. Selbst der Atheismus ist eine Religion. In den ganzen Auswahlmöglichkeiten gibt es aber nur eine objektive Wahrheit und nur eine wahre Religion. Und sie ist nicht subjektiv. Machen Sie sich auf die Suche danach.
Paul München am Permanenter Link
Der Atheismus ist KEINE Religion, sondern die Negation jeglicher(!) Religion, genauso wie "keinen Sport treiben" keine Sportart ist.
David Guerrero am Permanenter Link
Doch weil der Atheismus auch eine Glaubenslehre beinhaltet. Und zwar GLAUBT ihr das es keinen Gott gibt. Und das ist auch eine Religion bzw eine Ideologie.
Paul München am Permanenter Link
Nein, die Atheisten wissen(!), dass es keinen Gott gibt, da alle Phänomene auf natürliche Weise zu erklären sind.
David Guerrero am Permanenter Link
Alles klar. Dann fangen wir doch mal an...Wer oder was hat die Natur erschaffen?
Paul München am Permanenter Link
Die Natur hat sich über sehr lange Zeiträume entwickelt, OHNE Zutun eines höheren Wesens.
Paul München am Permanenter Link
Wenn es Gott/Götter gäbe, dann hätte der "einzig wahre" schon längst dafür gesorgt, die in den Köpfen Andersgläubiger vorhandenen Vorstellungen zu korrigieren, denn laut Bibel ist er ja ein "eifersüchti
David Guerrero am Permanenter Link
Deine Vorstellung wie ein Gott zu funktionieren hat entspricht nicht dem den du dir vorstellst. Er hat dir und allen anderen Menschen einen freien Willen gegeben. Sonst wärst du einfacher nur Sklave. Aber gut.
Paul München am Permanenter Link
"Polytheismus absolut gar keinen Sinn macht" - sagen Sie das doch mal denjenigen Menschen, die an mehrere Götter glauben.
Ahnung von Theologie, darauf verzichte ich gerne, wie ich auch auf Ahnung von Astrologie verzichte, denn beides ist Humbug, wie man durch relativ kurzes Nachdenken erkennen kann - wenn man will und sich rationalen Argumenten nicht verschließt.
Jutta Behne am Permanenter Link
Meine zweite Frage haben Sie praktisch mit "Ja" beantwortet - sehe ich das richtig?
Mit der Antwort der ersten Frage komme ich nicht klar - welche von meinen beiden Vermutungen trifft zu?
Die "Suche" habe ich abgeschlossen.
Man sagt immer, die Theodizee-Frage sei der Fels des Atheismus; viel mehr ist es aber die blutige Geschichte der Religionen.
David Guerrero am Permanenter Link
Ich würde genauso wieder antworten wie ich es davor auch gemacht habe.
Sie sollten an Ihrer Fragestellung etwas arbeiten da Sie mir nur eine a oder b Antwortmöglichkeit gegeben haben und beide Antwortmöglichkeiten nicht richtig sind.
Jutta Behne am Permanenter Link
"Durch Gottes Gnade und seinen Engeln und Heiligen möchte Gott sich durch unser Leiden sich offenbaren. Das hängt ganz allein von uns ab wie wir uns zu Gott positionieren."
Sie sollten vielleicht an Ihren Antworten arbeiten. Diese Ihre Antwort auf meine recht einfache Frage (also ob Gott nun manchmal doch helfend eingreift, obwohl er Leid zwecks Strafe ja möchte oder ob sich die Gläubigen die göttliche Hilfe nur einbilden) ist das, was ich theologische Nebelbombe bezeichnen würde.
David Guerrero am Permanenter Link
Wie gesagt...Sie geben mir nur eine a oder b Antwortmöglichkeit.
Es ist wie wenn Sie mich fragen würden ,,hat eine Katze 4 oder 6 Ohren?'' Keins von beidem stimmt.
GeBa am Permanenter Link
Die Kirchen haben in den tausenden von Jahren ihrer Existenz wesentlich mehr als 70 Millionen erwachsene und geborene Kinder ermordet, so sieht das in der Realität aus.
David Guerrero am Permanenter Link
Legen Sie mir die Beweise dar mit genauen Quellenangaben, Zahlen, Daten und Fakten.
Sie werden keine finden.
Udo Endruscheit am Permanenter Link
Und erneut zeigt sich: Ihr, die ihr auf neugewählte Päpste schaut und hofft, dass sich in ihnen eine Restvernunft manifestieren könnte, lasst alle solche Hoffnung fahren.
Werner Blumenthal am Permanenter Link
@ Udo Endruscheit Als Autor des Humanistischen Pressedienstes wie Sie, würde ich mir schon genau überlegen, mit was ich in die Öffentlichkeit trete: Sicher nicht mit so einer billigen Polemik - "Restvernunft"
Den neuen Papst kann ich noch nicht einschätzen, Papa Francesco hat sicher Verdienste, zum Beispiel »Laudato si’« – hat jemals jemand so Ökologie und Soziales verbunden?
A.S. am Permanenter Link
Der Papst ist doch nur so eine Art "Grüß-Gott-August". Entscheiden tun andere, in der zweiten Reihe.
Werner Blumenthal am Permanenter Link
und was sind Sie? Was sagen Ihre Kommentare über Sie aus?
A.S. am Permanenter Link
Nach philosophischen Kriterien bin ich Angostiker und halte alle Religionen für Menschenwerk.
Die religiösen Führer halte ich für Lügner, für Hochstapler.
Die zentralen Lügen sind:
2. Die Lüge, dass Religion von Gott käme.
3. Die Lüge, dass genau ihr Gott der einzig wahre sei.
4. Die Lüge, dass sie Gottes Willen kennen und verkünden würden.
Richtig ist meiner Meinung nach, dass die religiösen Führer sich Götter erfunden haben, die Religionen das Werk von Priestern und Theologen sind und dass die religiösen Führer ihren eigenen Willen als den Willen Gottes ausgeben. Hölle und Paradies sind ebenfalls Erfindungen von religiösen Führern.
So sehe ich die Religionen, die Priester und die Gläubigen und aus dieser Perspektive heraus kommentiere ich auch.
Gläubige sind meiner Meinung nach Dummköpfe, weil sie die Lügen der Priester glauben und auch noch stolz darauf sind.
Ich kenne viele Gläubige, die hoch anständige Menschen sind. Die Lügner sitzen in der
Chefetage.
Hinweise in eigener Sache:
1.) Ich habe Abitur in einer Klosterschule gemacht.
2.) Agnostiker und Atheisten haben keine Götter, die zu Kriegen aufrufen und zum Mord an Gläubigen.
Werner Blumenthal am Permanenter Link
"Nach philosophischen Kriterien" sagen Sie Nichts.
Schwätzen hat nichts mit Philosophie zu tun, Hass nichts mit Humanismus.
A.S. am Permanenter Link
Ich hasse nicht.
Ich mag nur nicht belogen werden.
Und ich mag nicht, dass uns Religion in der Schule indoktriniert wird.
Was mich vor einigen Jahren auf die Palme gebracht hat, war der Quatsch vom "antimuslimischen Rassismus" und die Reaktion der deutschen Politik auf die islamistischen Anschläge in Paris, Charlie Hebdo und Bataclan.
Seither kämpfe ich aktiv gegen ALLE Religionen. Vorher waren sie mir egal.
Werner Blumenthal am Permanenter Link
@ A.S., Zitat: «der Quatsch vom "antimuslimischen Rassismus»: was ist an Rassismus gegen Muslime "Quatsch"?
Ihre Kommentare sind von Hass geprägt. Das können Sie tausendmal in Abrede stellen.
A.S. am Permanenter Link
Religion hat nichts mit Rasse zu tun. So lautet das Argument.
Rasse, sofern überhaupt existent, ist angeboren.
Religion wird uns von klein auf indoktriniert.
Die Frage, ob Religion angeboren oder indoktriniert ist, muss diskutiert werden dürfen.
Ich leugne nicht, dass es Rassismus gibt.
Meiner Meinung nach wurde die Vokabel vom "antimuslimischen Rassismus" erfunden, um uns Bürger in demagogischer Absicht zu einem Kategorienfehler zu verleiten.
Jutta Behne am Permanenter Link
"Gläubige sind meiner Meinung nach Dummköpfe, weil sie die Lügen der Priester glauben...."
So einfach ist das nicht. Viele Gläubige sind nicht dumm, sie brauchen aber den Glaube, dass da jemand ist, der hilft; und sie brauchen die Hoffnung, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist, um mit den Widrigkeiten des Lebens klar zu kommen. Schade, dass die Menschheit diesen billigen Trost noch benötigt - aber eben gut für Leute, die über andere herrschen wollen.
GeBa am Permanenter Link
Und genau das tun die Kirchen, über ihre Schäfchen herrschen und Reichtum generieren,
daß es Menschen gibt, welche nicht wahrhaben wollen, daß sie eines Tages nicht mehr leben
welche einfach die Realität negieren und hartnäckig an den Märchen der Kirchen festhalten.
Werner Blumenthal am Permanenter Link
@ Jutta Behne "Schade, dass die Menschheit diesen billigen Trost noch benötigt" Und Sie brauchen gar keinen "Trost"?
Wenn wer schon einmal tot war, reanimiert wurde, und danach (ziemlich) sicher weiß, dass da nichts ist, ist das alles nicht mehr so "billig". Vor allem, wenn wer eben nicht gläubig ist. Der Humanismus hat darauf keine Antworten.
A.S. am Permanenter Link
Lieber keine Antworten als zusammengelogene Antworten.
Nicht-Wissen zugeben ist ehrlich.
Wunschdenken als "Wahrheit" zu verkaufen ist Betrug.
Die Kirche basiert auf dem Betrug mit dem "Ewigen Leben im Paradies".
Wenn Kriegern versprochen wird, das Ewige Leben würde auf sie warten und Gott würde sie fürs Menschenmorden reich belohnen (z.B. mit Jungfrauen), dann ist das kein Trost sondern arglistige Täuschung.
Jutta Behne am Permanenter Link
Das "Nichts" nach dem Tod ist genau wie das "Nichts" vor der Geburt. Es ist nichts Schlimmes.
Werner Blumenthal am Permanenter Link
@ Jutta Behne Sie werden es auch selber wissen, dass Ihre Antwort ein humanistischer Allgemeinplatz ist. Eine vermeintliche Vernunft, die verhindert, überhaupt erst echte, ernstgemeinte Fragen stellen zu können.
"Natürlich ist der Gedanke, die Welt wieder verlassen zu müssen und nicht mehr zu existieren nicht schön und erst mal eine Zumutung, aber es ist nun mal so ..." Passen Sie gut auf, dass das Kunstwerk Sie nicht beisst: "The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living" https://de.wikipedia.org/wiki/The_Physical_Impossibility_of_Death_in_the_Mind_of_Someone_Living
Paul München am Permanenter Link
"den Himmel stelle ich mir stink-langweilig vor - ewig nur Friede-Freude-Eierkuchen" - und keiner weiß, welches Hobby man dort noch pflegen kann, ob soetwas überhaupt noch möglich ist.
Roland Fakler am Permanenter Link
Info: Ich bin lange davon ausgegangen, dass das absolute Abtreibungsverbot der katholischen Kirche zeitlos und selbstverständlich sei.
Erst im 19. Jahrhundert, genauer 1869, wurde diese Differenzierung aufgegeben. Das heutige strikte Verbot ist das Ergebnis einer kirchlichen Entscheidung – nicht einer durchgehenden, unveränderten Tradition.
Klaus Weidenbach am Permanenter Link
Vor 1869 war die "Sukzessivbeseelung" des Embryos die gängige Glaubensvorstellung der Kirchen, wobei noch unterschieden wurde zwischen einer männlichen "Beseelung" bis zur 12.
GeBa am Permanenter Link
Die Kirchen handeln immer so wie es ihnen in den Kram passt, ein befestigte Meinung dazu
ist in keiner Weise zu erkennen, es wird geh nach Gusto bestimmt und gehandelt.