Die Einschätzungen darüber, wie gefährlich das neue Corona-Virus ist, gehen innerhalb der Giordano-Bruno-Stiftung weit auseinander. Fest steht jedoch, dass die gbs – wie die allermeisten Non-Profit-Organisationen – im Rahmen der Corona-Pandemie neue Wege beschreiten muss. Die Voraussetzungen dafür hat ein Treffen des Kuratoriums und des Vorstands geschaffen, das in Form einer Videokonferenz stattfand.
Zoos zählen zu den meistbesuchten Freizeiteinrichtungen hierzulande: Wie in Freibädern oder Fußballstadien kommen hier an Spitzentagen zehntausende Menschen auf relativ beengtem Raum zusammen. Sehr zu Recht wurden deshalb Zoos und zooähnliche Einrichtungen Mitte März 2020 auf behördliche Anordnung für den Publikumsverkehr geschlossen. Zugleich drängten sie vom ersten Tage an auf schnellstmögliche Wiedereröffnung. Und natürlich auf staatliche Hilfen.
Wer glaubte, dass Südafrikas strikte Ausgangssperre den selbsternannten Gotteskindern, Propheten und Heilsbringern aller Glaubensrichtungen das einträgliche Geschäft mit Klingelbeutel und Co. zerstört, hat nicht mit Shepherd Bushiri gerechnet.
Zwei schwule Aktivisten haben eine Verteilaktion von selbst hergestellten Mundschutzen im Norden Polens organisiert. Die Menschen freuten sich über die kostenlosen und farbenfrohen Baumwollmasken. Keine Selbstverständlichkeit in dem LGBTQI-feindlich regierten Land.
Kirche, Wirtschaft, Militär, viel mehr scheint Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro nicht zu interessieren. Wenig verwunderlich also, dass er sich kaum zu Anti-Covid-19 Maßnahmen durchringen konnte, seinen eifrigen Gesundheitsminister entließ und nun Demonstrationen gegen Alltagsbeschränkungen im Stile Donald Trumps befeuert.
Morgen beginnt der Ramadan. Eigentlich gelten in Pakistan Versammlungsbeschränkungen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, die sollen aber anlässlich des Fastenmonats aufgeweicht werden.
Zeitenwende in der Neuapostolischen Kirche. Während andere Christen dubiose Selbstbestätigung für ihren Glauben im Ausbruch der COVID-19-Pandemie finden, erteilt der Leiter der Neuapostolischen Kirche (NAK), der größten Endzeitkirche in Europa, solcherlei Meinungen eine deutliche Abfuhr. Was selbst vielen Kirchenmitgliedern nur als eine Stellungnahme unter vielen scheinen mag, ist keine Selbstverständlichkeit für diese von Geburt an apokalyptische Gemeinschaft.
Es kursieren viele abstruse Theorien, Falschaussagen und Fehleinschätzungen rund um das Coronavirus in der Gesellschaft. Ein Interview mit Prof. Dr. Günther Schönrich, dem stellvertretenden Institutsdirektor für Virologie an der Berliner Charité, verschafft hier Klarheit.
Das Coronavirus wütet nicht nur weltweit durch die Bevölkerung, sondern grassiert auch in den Köpfen vieler Sektenführer, Gurus, Geistheiler und Esoteriker. In Krisenzeiten wittern diese ihre Chance, den verängstigten Menschen ihre Heilsrezepte zu verklickern. Natürlich gegen Bares. Der Arzt Ruediger Dahlke verharmlost in seinem Buch "Schutz vor Infektionen" die Corona-Pandemie.
In Sachsen sind sie seit heute mit bis zu 15 Teilnehmern wieder erlaubt, in den übrigen Bundesländern soll man sich ab Mai wieder versammeln dürfen, um seiner Gottheit der Wahl zu huldigen: Gottesdienste waren als Eindämmungsmaßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus verboten worden. Papst Franziskus sieht darin eine "Gefahr".
Anfang April hatte Perus Regierung versucht die Ausbreitung von Covid-19 mit Ausgangsbeschränkungen zu verlangsamen. Dabei sollten Menschen nach Geschlecht und Wochentag getrennt das Haus verlassen dürfen. Die Entscheidung musste nach langen Wartereihen von Frauen vor Märkten wegen des hohen Ansteckungsrisikos aufgehoben werden.
Da hat Jahwe wohl nicht aufgepasst: Ausgerechnet in den Gebieten, in denen in Israel ausgesprochen streng religiöse Juden leben, hat sich das Virus besonders schnell verbreitet – weil die Ultra-Orthodoxen die Kontaktverbote lange nicht einhielten. Doch auch die obersten Staatsvertreter fallen negativ auf.
Seinen Wahlkampf hatte Brasiliens aktueller Präsident Jair Bolsonaro ganz auf religiöse und konservative Wahlgruppen zugeschnitten. Die Verachtung von Minderheiten und Umweltschutz ging ihm leicht von den Lippen. Sein Fokus lagen auf Wirtschaft und Religion. Das wird ihm aktuell zum Verhängnis. Die Bedrohung durch Covid-19 spielt Bolsonaro noch immer herunter.
Politiker können sicherlich für vieles kritisiert werden. Dass eindämmende Maßnahmen nicht früh genug eingeleitet wurden, dass entsprechende Materialien nicht stärker auf Vorrat vorhanden waren oder aber, dass ernsthaft mit dem Gedanken gespielt wurde, eine große Zahl der Krankenhäuser zu schließen. Doch eines geht gewiss nicht: die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie als übertrieben darstellen. Aber genau das macht die AfD.
Gestern hat sich die Bundeskanzlerin mit den Vertretern der Länder auf erste Lockerungen bei den Anti-Corona-Maßnahmen verständigt. Demnach sollen kleinere Geschäfte wieder öffnen dürfen. Zusammenkünfte und Veranstaltungen bleiben weiterhin untersagt, das gilt auch für Gottesdienste. Laut dpa soll es allerdings Gespräche des Bundesinnenministeriums mit Religionsvertretern zu möglichen Ausnahmen geben. Ein Kommentar.