Die Debatte um den Schleier wird von der religiösen Rechten seit Längerem strategisch eingesetzt, um auf diesem Umweg ihrem reaktionären Geschlechterbild Zustimmung in der Mitte der Gesellschaft zu verschaffen. In diesem Kontext thematisiert das aktuelle Heft der MIZ die Debatte um die Vollverschleierung.
Die muslimische Hochschulgruppe "MUSA" ist an der Universität Trier mit ihrer Forderung nach einem Gebetsraum gescheitert. Begründet wurde die Entscheidung mit der weltanschaulichen Neutralität der Universität.
Für gläubige Muslime hat der Fastenmonat Ramadan begonnen. Der Politologe und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad blickt kritisch auf die problematischen Seiten dieser religiösen Praxis.
Der Politologe und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad sprach an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über sein neues Buch "Integration. Ein Protokoll des Scheiterns". Nach einem kurzen Vortrag stellte sich der Autor einer emotional und kontrovers geführten Debatte.
In den letzten Tagen gingen Fotos von Kindern in Soldatenuniformen durch deutsche und österreichische Medien. Fotos, die in Ditib-Moscheen aufgenommen wurden.
Rana Ahmad floh unter Einsatz ihres Lebens nach Europa, weil sie es in Saudi-Arabien nicht mehr aushielt. In einer beklemmenden, äußerst lesenswerten Biographie erzählt sie ihre Geschichte. Es offenbart sich ein bisher kaum bekannter Blick auf Alltag und Gefühlswelt einer mutigen Frau im fundamentalistischsten Staat der Welt.
Der Kultur- und Politikwissenschaftler David Ranan legt mit seinem Buch "Muslimischer Antisemitismus – Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland?" eine Auswertung von 70 Interviews mit höher gebildeten Muslimen zum Thema vor. Auch wenn immer wieder reflexionswürdige Anmerkungen gemacht werden, neigt der Autor doch häufig zu etwas vorschnellen kritischen Verallgemeinerungen.
Welche Rolle spielt der Islam bei der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM)? Und welche politische Reaktionen sind notwendig? Über diese und andere Fragen sprach der hpd mit Thomas von der Osten-Sacken, Geschäftsführer der Menschenrechtsorganisation WADI.
Herr Seehofer hat recht. Er hat nur vergessen, hinzuzufügen, dass auch andere Religionen nicht zu Deutschland gehören. Es ist absolut unsinnig, eine Ideologie oder eine Religion einem festen Landstrich zuzuordnen. In dem Fall hätte man die ca. 100 in Deutschland ausgeübten weiteren Religionen auch erwähnen sollen.
Gehört Nutella zu Deutschland? Gehört der 30-jährige Krieg zu Deutschland, Hitler, Einstein, Kohl? Gehört der ICE zu Deutschland, oder Fußpilz, oder ein merkwürdig verdruckstes Lachen, wie wenn man sich eigentlich des Lachens schämte? Gehört Seehofer zu Deutschland?
Der islamische Theologe Abdel-Hakim Ourghi fordert im Interview die Trennung von Politik und Religion auch im Islam. Er fordert die in Deutschland lebenden Muslime auf, sich als Bürgerinnen und Bürger Deutschlands zu verstehen und aufzuhören, sich nur über ihre Religion zu definieren.
Religion und Sexualität passen irgendwie nicht zusammen. Wobei die Aversion nicht von der Sexualität ausgeht – ihr ist es nämlich völlig egal, ob Menschen an einen Gott glauben. Der Konfliktfaktor sind die Glaubensgemeinschaften. Mir ist keine bekannt, die ein unverkrampftes Verhältnis zur Geschlechtlichkeit von uns Menschen hat.
Warum ist der Weltfrauentag, der jährlich am 8. März begangen wird, heute noch wichtig? Und was bedeutet er insbesondere für Frauen in islamisch geprägten Ländern? Über diese und andere Fragen sprach der hpd mit der Islamkritikerin und Menschenrechtlerin Mina Ahadi.
"Make Feminism Great Again" – so lautet der Slogan einer T-Shirt-Kampagne der Frauenzeitschrift EMMA. Eine überaus notwendige Forderung, findet die stellvertretende hpd-Chefredakteurin Daniela Wakonigg.
Seit Ende 2017 begeistert die Facebook-Seite "Before Sharia Spoiled Everything" immer mehr Menschen. Zu sehen sind dort Fotos von säkularen Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern – Fotos aus Zeiten, bevor dort ein konservativer Islam Einzug hielt. Ins Leben gerufen wurde die Gruppe von Emrah Erken, einem 48-jährigen Schweizer Rechtsanwalt mit türkischen Wurzeln, der im Interview mit hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg das ungewöhnliche Foto-Projekt erläutert.