Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) will den Antrag auf Heimopferrente eines Opfers sexueller Gewalt in einer Pfarre nicht prüfen. Somit wird Markus (Name geändert) weiterhin alleine für sein schwieriges Leben aufkommen müssen.
Die Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen ist ein Verfassungsauftrag, der nach 100 Jahren immer noch nicht erfüllt wurde. Das Bistum Trier zeigt sich nun verhandlungsbereit.
Die beiden christlichen Amtskirchen wollen mit sofortiger Wirkung auf die Staatsleistungen verzichten, das gaben Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt. Damit kommen sie den deutschen Gesetzgebern zuvor. Doch damit nicht genug: Sie wollen sogar etwas zurückbezahlen.
Laut Bericht des öffentlich-rechtlichen schweizerischen Senders SRF erlebt die römisch-katholische Kirche der Schweiz derzeit so viele Kirchenaustritte wie nie zuvor - wegen des Missbrauchsskandals aber auch wegen einer allgemeinen Entfremdung von der Institution Kirche.
46 Jahre lang war der Journalist Christian Parth Mitglied der katholischen Kirche. Der Missbrauchsskandal brachte für ihn schließlich das Fass zum Überlaufen: Vor wenigen Tagen ist er ausgetreten. In einem Facebook-Post wendet er sich an die Glaubensinstitution und den Papst und erläutert seine Entscheidung. Fast 6.500 Personen haben in dem sozialen Netzwerk bisher darauf reagiert, 3.700 haben den Beitrag geteilt.
Im Februar hatte die spanische Justizministerin Dolores Delgado im Namen der Regierung die spanische Generalstaatsanwaltschaft aufgefordert, Informationen zu an Gerichten noch offenen Verfahren zu Missbrauchsfällen durch Angehörige der Kirche zu übergeben.
Man will sich auf den Weg machen und innerhalb eines strukturierten Dialogs über die kirchliche Sexualmoral, den Zölibat, den klerikalen Machtmissbrauch und die Rolle der Frau sprechen. Das gab der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz gestern in Lingen bekannt.
Bereits der Schuldspruch kam überraschend: Ein Gericht in Lyon hatte Philippe Kardinal Barbarin, Erzbischof von Lyon, wegen Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Nun will der 68-Jährige beim Papst ein Rücktrittsgesuch einreichen. Die Staatsanwaltschaft hatte keine Verurteilung gefordert, da ein Großteil der Taten verjährt ist.
Zwei Jahre nach Anzeige hat der Prozess gegen einen ehemaligen Franziskanermönch des in Galicien gelegenen Santuario de O Cebreiro begonnen. Der Mann wurde beschuldigt eine Minderjährige sexuell missbraucht und auch versucht zu haben, sich ihrem Cousin zu nähern.
Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) hat gestern die Kampagne "Zahlengesichter" gestartet. Mit der Kampagne und einer Petition soll die Aufklärung und Prävention von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Kleriker in der katholischen Kirche thematisiert werden.
Die diesjährige Fastenkampagne der evangelischen Kirche ruft zur gemeinsamen Wahrheitssuche und zum Lügenverzicht auf. Ein interessanter Ansatz, wenn das eigene Konzept bekanntermaßen auf Glauben und nicht auf Wissen beruht. Auch von katholischer Seite gab es schon ähnliche Forderungen, die nüchtern betrachtet doch reichlich absurd erscheinen.
Angesichts der vielen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche haben Kirchenkritiker aus Luxemburg eine Liste von Präventionsvorschlägen veröffentlicht. Darin warnen Sie vor Kontakt mit Geistlichen, lehnen aber zugleich einen Generalverdacht ab.
Gerade einmal 5.000 Euro Entschädigung erhält ein Missbrauchsopfer durchschnittlich von der katholischen Kirche – deutlich weniger als ein monatliches Bischofsgehalt. Betroffene sprechen auch von "Schweigegeld"
Bei der Anhörung zum Strafmaß im Fall des wegen Kindesmissbrauchs schuldig gesprochenen australischen Kardinals Pell verwies der Verteidiger des Kardinals darauf, dass es sich nur um Blümchensex gehandelt habe. Richter und Medien zeigten sich empört. Inzwischen entschuldigte sich der Verteidiger für seine Wortwahl.
In der Romantik suchten Pfarrer gerne in Steinbrüchen nach Fossilien als Beweise für Gottes wundersame Schöpfung. Dabei trugen sie naturkundliche Sammlungen zusammen, die durch Schenkung oder Erbfall häufig in den Besitz der Kirche übergingen.