Brauchen wir – in Anlehnung an den "Brexit" – einen "Rexit", eine Trennung von Staat und Religion? Seit 100 Jahren, seit der ersten demokratischen Verfassung Deutschlands, ist dies Verfassungsauftrag, der zwar vor 70 Jahren ins Grundgesetz übernommen, aber trotzdem bis heute nicht vollständig ausgeführt wurde. So diskutierten Helmut Ortner, Hamed Abdel-Samad und Michael Schmidt-Salomon in Heidelberg darüber, welche gesellschaftlichen Verwerfungen Religion heute produziert und wie die Zukunft aussehen könnte.
An der Klimastreikbewegung scheiden sich derzeit die Geister. Während die einen die Bewegung unterstützen, wird sie von anderen abgelehnt und sogar mit Begriffen wie "Greta-Jünger", "Weltuntergangssekte" oder jüngst "Säkularreligion" bezeichnet. Was ist dran an diesen Vorwürfen? Ist die Klimastreikbewegung wirklich eine Säkularreligion? Eine Religion, der sogar überzeugte Atheisten auf den Leim gehen? Werfen wir mitten in der hitzigen Debatte einen kühlen Blick auf die Materie.
Die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich (ARG) hat angekündigt, in Kürze einen Antrag auf Anerkennung als staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft beim österreichischen Kultusamt einzureichen.
Da seine beiden Söhne nicht für den sonntäglichen Kirchgang aufstehen wollten, prügelte ein Mann im US-Bundesstaat Utah die Jungen mit einer Gitarre aus dem Bett. Die beiden setzten sich mit ihren vier Fäusten gegen das verordnete Hallelujah zur Wehr und zeigten den Vater an.
Esoterik der harten Sorte kann bedenkenlos als neue Weltreligion bezeichnet werden. Es ist zwar weder eine klar definierte Heilslehre noch eine geschlossene Glaubensgemeinschaft, doch die pseudospirituelle Lehre hat einen gemeinsamen Kern: Der Glaube an paranormale übersinnliche Phänomene.
Ist Veganismus eine Religion? Sind Veganer Extremisten und Fanatiker? Diese und andere Vorwürfe sind oft zu lesen. Der Frage, ob sie berechtigt sind, geht Armin Pfahl-Traughber nach.
Eine groß angelegte Studie zeigt: Immer weniger Menschen in der arabischen Welt bezeichnen sich als religiös. Besonders unter jungen Menschen verliert die Religion an Bedeutung.
In Bremen sind die Wahlpartys beendet und der Koalitionspoker hat begonnen. Unbemerkt blieb die heimliche Wahlsiegerin: die Gruppe der Religiösen, die – verteilt auf die Listen von CDU, SPD und FDP – in "Fraktionsstärke" in der Bürgerschaft vertreten sein wird.
Die Kulturgeschichte der Menschheit ist eng mit der Biene verknüpft. Als Lieferantin für Honig, Met und Wachs wurde sie gepriesen, für ihre Staatenbildung und Blütenbestäubung verehrt und wegen ihres Giftes gefürchtet. Das kleine Tier ist seit jeher eine riesige Projektionsfläche für Religion, Politik und sogar Sexualmoral. Ihre Entmystifizierung durch die Forschung war vielen religiösen Anfeindungen ausgesetzt.
Mit ihrem aktuellen Bibelwettbewerb 2020 stellen die Veranstalter – Justizministerium, Kirchen und Bibelgesellschaft – in bemerkenswerter Weise Unkenntnis und Desinteresse an der Bibel unter Beweis.
Es ist unbestritten, dass das Religiöse immer mehr aus dem öffentlichen Raum verschwindet. Keine zehn Prozent der Schweizer besuchen regelmäßig einen Gottesdienst. Nicht einmal mehr die Hälfte glaubt an einen personalen Gott. Und die Quote der Kirchenaustritte bleibt konstant hoch.
Beim Massaker vom 14. Februar 2018 an der Parkland-Highschool in Florida hat ein 19-jähriger Amokläufer 14 Schülerinnen und Schüler und drei Erwachsene erschossen. Doch nicht nur die 17 Ermordeten sind Opfer des schiesswütigen jungen Mannes, auch die Augenzeugen und Überlebenden leiden bis heute unter dem traumatischen Ereignis.
Die Bibel vertritt ein klares Frauenbild: Das Weib hat sich dem Manne unterzuordnen. Diese und andere Peinlichkeiten versuchen Theologen gern wegzudeuten, sobald sie dem Zeitgeist widersprechen. Die christliche Jung-Youtuberin Jana geht einen anderen Weg: Sie findet es total okay, dass die Frau sich dem Mann unterordnet.
Wegen des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentags fällt in Dortmund die Schule aus, weil die Schulgebäude den Kirchentagsbesuchern als Übernachtungsmöglichkeit dienen. Das sei "jahrzehntelange Praxis" und gehöre zu den Unterstützungsleistungen der Landesregierung, heißt es dazu aus dem Schulministerium. Währenddessen kritisiert der NRW-Ministerpräsident "Fridays for Future".
Laut des US-amerikanischen Pew Research Center unterscheiden sich die Länder Europas stark hinsichtlich der Religiosität ihrer Bevölkerung. Die stärkste Religiosität gibt es in Rumänien, die schwächste in Estland. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Bevölkerung nicht sonderlich religiös. So sind in Deutschland nur 11 Prozent der Auffassung, dass Religion wichtig für ihr Leben sei.