Mit dem "Religionsmonitor" will die Bertelsmann-Stiftung regelmäßig die Bedeutung von Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellen. Die aktuelle Ausgabe befasst sich damit, ob und wie sehr religiöse und konfessionslose Menschen demokratisch empfinden.
Wer was beweisen will, der verweist auf eine Studie. Und wer das Gegenteil beweisen will, der macht das auch. Wie verlässlich ist eigentlich "eine Studie"?
Eine groß angelegte Studie zeigt: Immer weniger Menschen in der arabischen Welt bezeichnen sich als religiös. Besonders unter jungen Menschen verliert die Religion an Bedeutung.
Eine aktuelle Studie vom Institut für Jugendkulturforschung zeigt, dass Jugendliche in Österreich kein Interesse mehr an Religionen haben. Religionen werden eher als Privatsache und gesellschaftliche Herausforderung gesehen.
Die Technische Hochschule (TH) Köln veröffentlichte vorab die Ergebnisse einer Studie mit dem Titel "Big Data: Chancen und Risiken aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger". Die Forscher kommen zu der Erkenntnis, dass Datenschutz für die Deutschen ein relevantes Thema ist. Gleichzeitig erkennen sie einen eher pessimistischen Blick auf die Folgen vernetzter Technologien.
Weder die im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie zum Missbrauch in der katholischen Kirche noch Anzeigen von Strafrechtsprofessoren können die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz zur Aufnahme von Ermittlungen bewegen. Die in der Studie genannten Hinweise auf mögliche Tatzeiten, Tatorte, beteiligte Personen und Tathandlungen seien zu unkonkret, um Ermittlungen aufnehmen zu können.
Von der Schummelei bei der Steuerklärung bis zu den großen Korruptionsskandalen – immer wieder lügen Menschen, um sich Vorteile zu verschaffen. In experimentellen Studien wird erforscht, welche persönlichen und umweltbedingten Faktoren Menschen zu Lügnern machen. Nun wurde eine umfangreiche Metaanalyse zum Lügen durchgeführt, die Erkenntnisse aus 565 Studien zusammenfasst. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Tendenz zu Unehrlichkeit von Alter und Geschlecht abhängt.
Im Oktober dieses Jahres befragten die französischen Stiftungen Fondation Jean-Jaurès und Fondation européenne d’études progressistes (FEPS) etwas über 6.000 Frauen aus fünf europäischen Ländern und den USA zu ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung auf der Straße.
Die beiden Leipziger Sozialwissenschaftler Elmar Brähler und Oliver Decker legen erneut ihre empirische Untersuchung zu rechtsextremistischen Einstellungen in Deutschland – diesmal unter dem Titel "Flucht ins Autoritäre. Rechtsextreme Dynamiken in der Mitte der Gesellschaft" – vor. Auch wenn berechtigte Detail-Kritik an verschiedenen Deutungen formuliert werden kann, machen sie erneut ein hohes rechtsextremistisches Einstellungspotential deutlich und liefern Daten zur Erfassung von Besonderheiten und zur Ursachenanalyse im Wirkungskontext.
Ost- und Westeuropäer unterscheiden sich in ihren Ansichten zur Bedeutung von Religion, Einstellungen gegenüber Minderheiten und ihren Meinungen zu wichtigen sozialen Fragen. So sind Menschen in Mittel- und Osteuropa weniger bereit, Muslime und Juden, gleichgeschlechtliche Ehen und legale Abtreibungen akzeptieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des US-amerikanischen Pew Research Centers.
Heute wurden die Ergebnisse der groß angelegten Studie zum Missbrauch Minderjähriger in der katholischen Kirche offiziell vorgestellt. Hier bestätigte sich einiges, was die Kirche lange zurückgewiesen hatte. Kein Fehlverhalten einzelner, sondern spezifische Strukturmerkmale seien es, die sexuellen Missbrauch begünstigten und die Prävention erschwerten. Das Risiko bestehe grundsätzlich fort, resümierte der Verbundkoordinator des Forschungskonsortiums.
Bei ihrer Forderungen nach einer restriktiven Flüchtlingspolitik brüsten sich konservative und rechte Politiker gern damit dass sie "die Sorgen der Bürger ernst nehmen". Ein differenzierteres Bild von der Stimmung in der Bevölkerung zeichnet eine aktuelle Untersuchung der Uni Köln. So bewertet beispielsweise der Großteil der befragten Anwohnerinnen und Anwohner mit einer Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarschaft die Einrichtung positiv.
Laut aktuellen Berichten liegen dem SPIEGEL und der ZEIT Details über eine Studie zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche vor. Die Ergebnisse weisen auf eine systematische Vertuschung der Verbrechen hin.
Wie sieht Gott aus? Denken wir an den christlichen Gott, fallen uns wohl zunächst Abbildungen und Beschreibungen ein, die Gott als männlich, weiß und älter darstellen. Gern ist Gott auch weißhaarig und trägt einen Vollbart. Ob christliche Menschen ihren Gott wirklich so sehen, oder ob das Bild neu gezeichnet werden muss, dem ging eine jüngst veröffentlichte Studie nach.
Jüngere Menschen sind im Schnitt weniger religiös als ältere. So das Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Pew Research Center. Ein Trend, der vor allem in Westeuropa und Nordamerika zu beobachten ist.