Die Frage nach den Feiertagen sorgt in Deutschland regelmäßig für Diskussionen. Arbeitgeber klagen über zu viele arbeitsfreie Tage, Arbeitnehmer hingegen hätten gern mehr. Bayern liegt dabei traditionell vorne: In den katholisch geprägten Regionen werden 13 gesetzliche Feiertage begangen – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Jetzt sorgt der bayerische Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Bernhard Stiedl für Aufsehen: Er will den 15. August, Mariä Himmelfahrt, in ganz Bayern zum Feiertag machen.
Es gibt kirchlich anerkannte Teufelsaustreiber. Diese sind sogar weltweit im Verband organisiert, in der Internationalen Vereinigung der Exorzisten (AIE). Die Geisterjäger warnten kürzlich vor esoterischen Wahrsagern und vor Hexenfesten um die religiösen Feiertage herum. Die selbsternannten Teufelsweiber, Zauberer und Hellseher würden die Menschen nur verwirren.
Die Geschichte der Missionierung indigener Völker ist eine Chronik von Leid, Tod und kultureller Auslöschung. Seit Jahrhunderten dringen christliche Missionare in noch unberührte Regionen der Erde vor, um ihre Botschaft zu verbreiten – und gefährden damit Leben und Traditionen der dort lebenden Gemeinschaften. Heute, im 21. Jahrhundert, setzen sie diese Praxis fort – oft im Verborgenen, unter Missachtung staatlicher Schutzgesetze und getrieben von einem Sendungsbewusstsein, das sich kaum von kolonialem Eroberungsdrang unterscheidet.
Franz Jedlicka hat einen Offenen Brief an den Papst verfasst, in dem er eine gewaltfreie Kindererziehung fordert. Damit führt er eine Tradition der Autorin Alice Miller fort, die in ähnlicher Form bereits zwei Päpsten geschrieben hat. Der hpd veröffentlicht den Offenen Brief im Wortlaut.
Gerald Selch ist Chefredakteur des "Kölner Stadt-Anzeigers". In einer Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche stellt er sich hinter einen seiner Redakteure und nimmt ihn gegen Attacken des Erzbistums Köln in Schutz. In einem Offenen Brief beschwert sich Selch über "Diffamierungen" durch einen hohen kirchlichen Funktionär und spricht von einer "Grenzüberschreitung der Institution katholische Kirche gegenüber der freien Presse und deren Vertretern". Anlass ist die Berichterstattung des "Kölner Stadt-Anzeigers" über die Eröffnung des Erzbischöflichen Bildungscampus Köln-Kalk.
In Baden-Württemberg sollen zwei monumentale Moschee-Neubauten entstehen – für bis zu 600 Gläubige in Heilbronn, die Moschee in Stuttgart wird mit 2.720 Gebetsplätzen die größte in Deutschland sein; voraussichtliche Fertigstellung: jeweils 2028. Träger beider Großprojekte ist die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB). Was als Zeichen religiöser Vielfalt und Integration verkauft wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Teil eines autoritär geprägten Machtprojekts – gesteuert aus Ankara.
Im Mai 2025 fand die kontroverse "Islamwoche" an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Kiel statt. Die von der Islamischen Hochschulgruppe Kiel (IHG) organisierte Veranstaltung löste Kritik wegen Vorgaben zur Geschlechtertrennung und des Auftritts eines dem Salafismus zugeordneten Redners aus. Die Universität distanzierte sich von den Inhalten und entzog der IHG daraufhin die Nutzungsrechte für Räume und Infrastruktur, während politische Akteure eine schnelle Aufklärung und Konsequenzen forderten.
Seit Jahren wird das vermeintliche Hauptmotiv für den Kirchenaustritt wie ein Mantra wiederholt: die Kirchensteuer. Sie gilt vielen als Symbol für eine überholte Institution, als finanzielle Belastung oder als bürokratische Zumutung. Doch eine neue repräsentative Umfrage zeigt: Diese Erklärung greift viel zu kurz. Der schwindende Rückhalt der Kirchen in der Bevölkerung lässt sich nicht allein monetär begründen. Die Zahlen dokumentieren einen tiefgreifenden kulturellen und gesellschaftlichen Wandel.
Vor einiger Zeit noch verkündeten viele Medien, dass das Christentum die weltweit größte Religion sei. Das sei das Ergebnis einer aktuellen Studie des Pew Research Centers. Nur wenige davon wiesen jedoch darauf hin, dass der Anteil der Christen weltweit schrumpft. Und noch weniger, dass der Anteil der Muslime steigt. Eine neue Untersuchung des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der Universität Münster gibt nun Aufschluss darüber, in welchem Umfang die Bedeutung von Religion weltweit tatsächlich abgenommen hat.
Es gibt einen besonderen Ort im öffentlichen Diskurs, an dem man sich in wohliger Harmonie missversteht: den interreligiösen Dialog. Dort treffen sich Vertreter:innen verschiedener Glaubensrichtungen – gern in klösterlicher Stille oder auf staatlich geförderten Podien – um sich gegenseitig zu versichern, wie viel sie gemeinsam haben. Toleranz, Mitgefühl, Nächstenliebe, Tee mit Keksen. Alles dabei. Fehlt eigentlich nur eines: die Realität.
Mit zwei Schwerpunkten treten Akteure des Politischen Islam an Hochschulen zunehmend in Erscheinung: der Hegemonialisierung des Kopftuchs und einer aggressiven Feindschaft gegenüber Israel. Letzteres offenbart ganz besonders den Schulterschluss mit der postkolonialen Linken, die wiederum auch bei Ersterem bereitwillig Komplizenschaft leistet. Was sind Ideologie, Struktur und Aktionsformen der islamistischen Hochschulakteure? Welche Entwicklung ebneten ihnen den Weg?
Am 17. Juni wurde der Bericht zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Fulda veröffentlicht (der hpd berichtete). Einen Tag später erklärte auch ein Artikel in der örtlichen Presse, was auf den 319 Seiten steht. Wie zu erwarten, werden auf gut einer Seite nur wenige spektakuläre Fakten aus dem Bericht zitiert. Eine sorgfältige Analyse von 319 Seiten kann nicht "über Nacht" geleistet werden, weshalb im Folgenden zwei Aspekte detaillierter betrachtet werden, die bisher in keiner Veröffentlichung thematisiert wurden.
In einer Klage vor der 4. Kammer des Landgerichts Mainz unter Vorsitz von Frau Richterin Karl hat sich das Bistum Mainz verpflichtet, einem Betroffenen sexualisierter Gewalt insgesamt 340.000 Euro Schmerzensgeld und Verdienstausfall zu zahlen.
Ein neues Forschungsinstitut an der International University (IU), Standort Essen untersucht die Gemengelage aus islamistischen, türkisch-nationalistischen und rechtsextremen Radikalisierungsprozessen. Im Bereich des türkischen Faschismus haben die renommierten Wissenschaftler bisher deutlich Ross und Reiter benannt. Bleibt diese kritische Klarheit erhalten? Noch ist es für eine umfassende Bewertung zu früh – Recherchen und Gespräche fördern vielversprechende Signale, aber auch strittige Töne zu Tage.
Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) Niedersachsen hat in einem Offenen Brief an den Bürgermeister der Stadt Garbsen, Claudio Provenzano, seine Bedenken hinsichtlich eines Moschee-Umzugs der islamischen Gemeinschaft Millî Görüş Garbsen e.V. (IGMG) geäußert, und ihn aufgefordert, sich für eine weltoffene Kommune einzusetzen. Der hpd veröffentlicht den Brief des Präsidenten Guido Wiesner im Wortlaut.