Am Wochenende fand in München wieder der Corso Leopold statt. Wie seit einigen Jahren waren auch säkulare Verbände mit Ständen und einer Bühne dabei. Der hpd zeigt hier einige Fotos von Samstag und Sonntag.
Auch in diesem Jahr ist der Bund für Geistesfreiheit auf dem Münchner Corso Leopold vertreten. Auf dem "Platz für Humanisten wird es unter anderem eine Podiumsdiskussion über Rechtspopulismus von der Initiative "München ist bunt" geben, der Aktionskünstler Wolfram Kastner, der Kabarettist Holger Paetz sowie weitere Gäste werden auf der Bühne stehen.
Am 7. Mai jährt sich die Verkündung des "Kölner Urteils" zum sechsten Mal. Dieses hatte 2012 auch Jungen das Recht auf genitale Selbstbestimmung zugesprochen, indem es eine medizinisch nicht indizierte Vorhautentfernung ("Beschneidung") eines Jungen als eine strafbare Körperverletzung bewertete.
Unter dem Motto "Suche Streit – Für eine vernünftige Streitkultur" wird in zwei Wochen der 1. Deutsche Ketzertag eröffnet. Er findet vom 9. bis 12. Mai 2018 parallel zum 101. Deutschen Katholikentag in Münster (Westf.) statt, der unter dem Motto "Suche Frieden" steht.
Wie gut Wissenschaftsvermittlung und Unterhaltung zusammenpassen können, bewiesen im März der Hirnforscher Martin Korte und der Zauberkünstler Thomas Fraps. Geboten waren verblüffende Illusionen, intelligenter Klamauk und Wissenswertes aus der Gedächtnisforschung.
"Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist." Mit diesen Worten schuf Karl Marx 1844 die Grundlagen für einen neuen säkularen Humanismus. Anlässlich des 200. Geburtstages des Philosophen wird Bestsellerautor Jürgen Neffe dessen Leben und Werk am 29. April im "Haus Weitblick" (gbs-Stiftungssitz in Oberwesel) vorstellen.
Am Samstag hatte der aus türkischer Haft entlassene Journalist Deniz Yücel seinen ersten öffentlichen Auftritt. Der Inhalt seines neuen Buches, das an diesem Abend vorgestellt werden sollte, geriet zur Nebensache. Es ging vielmehr darum, wie es entstehen konnte, um die Haftbedingungen und wie er das durchhalten konnte. Die Antwort wurde deutlich: Mit Humor.
In der neuen Nürnberger Vortragsreihe "Vom Reiz des Wissens" ging es um das Wesen der empirischen Wissenschaften. Alle vier Referenten unterstrichen, wie wichtig es gesellschaftlich ist, die Wissenschaft mit richtigen Augen zu sehen.
Was haben Blockchain mit Humanismus zu tun? Kann Datenschutz und Anonymität ein Menschenrecht sein? Und wie gefährlich ist das Maas'sche Netzwerkdurchsuchungsgesetz? Diese und viele andere Fragen wurden am vergangenen Wochenende bei einem Workshop diskutiert, zu dem der hpd und die Giordano Bruno Stiftung (gbs) eingeladen hatten.
Für den hpd sprach Brynja Adam-Radmanic mit den Veranstaltern Helmut Fink und Rainer Rosenzweig über das Nürnberger Symposium zur Frage "Was hält uns jung? - Neuronale Perspektiven für den Umgang mit Neuem". Sie fragte nach den Hintergründen, Zielen und dem angesprochenen Publikum des populärwissenschaftlichen Wochenendes im April.
Die russische Protestgruppe "Pussy Riot" wurde durch eine Guerilla-Performance in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau weltberühmt. Derzeit ist sie mit ihrem Bühnenprogramm "Pussy Riot Theatre" auf Tournee. Der hpd war in München vor Ort und sprach mit der Aktivistin Marija Aljochina über Putin, Religion und Feminismus.
Gestern demonstrierte das "Internationale Komitee gegen Steinigung" in Berlin. In einer Rede forderte Mina Ahadi dabei von der deutschen Bundesregierung, dass diese das iranische Volk und nicht die Machthaber des Landes unterstützen muss. Sie kritisierte unter anderem, dass Ayatollah Mahmoud Hashemi Shahroudi, der verantwortlich für tausende Hinrichtungen war, in Deutschland medizinisch behandelt wird.
Statt einer Sprache der Schuld brauchen wir echte Innovationen, meinen Michael Braungart und Monika Griefahn. Das prominente Paar, das zu den Pionieren der deutschen Umweltbewegung gehört, warb im Humanistischen Salon Nürnberg für das "Cradle to Cradle"-Prinzip und die Neuausrichtung des Bio-Gedankens im humanistischen Sinne.
Mit Prof. Franz Josef Wetz und dem Thema: "Im Garten der Lüste gedeiht kein Terror. Wer tanzt, tötet nicht" wurde kurz vor dem unrühmlichen ersten Jahrestag des Attentats auf dem Berliner Breitscheidplatz ein Aspekt des Geschehens betrachtet und analysiert, der bisher recht unbeachtet blieb.
Kaum eine moderne Technologie erfährt so viel Ablehnung und Skepsis wie die Gentechnik allgemein und die grüne Gentechnik im Besonderen. Organisationen wie Greenpeace sowie Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen, die Linken, die SPD, die CSU und die AfD sprechen sich gegen das Verfahren aus, bei dem artfremde Gensequenzen in Pflanzen-DNS eingearbeitet wird, um die Pflanze gezielt mit bestimmten Eigenschaften auszustatten.