Kommentar

Papst-Nachruf: Ermittlungen wegen "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener"

Der verstorbene Papst Benedikt XVI. alias Joseph Ratzinger

Die Polizei Berlin hat Ermittlungen gegen das Online-Magazin queer.de wegen "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" eingeleitet. Das Portal hatte den verstorbenen Papst Benedikt XVI. in einem Nachruf als einen "der größten queerfeindlichen Hetzer" bezeichnet.

"Mit Ratzinger starb einer der größten queerfeindlichen Hetzer" – so lautet der Titel des Nachrufs, der bei queer.de am Silvestermorgen erschien, rund zwei Stunden nach dem Tod von Benedikt XVI. alias Joseph Ratzinger. Der Text fasst sachlich die Geschehnisse um den Tod Benedikts zusammen und kommt im letzten Abschnitt auf die Bedeutung Benedikts zu sprechen. Der ganz normale Aufbau eines Nachrufs, wie er auch bei anderen Medien an diesem Tag zu finden war. Mit einem entscheidenden Unterschied: Während sich die meisten anderen Publikationen im Absatz, der sich der Bedeutung des Verstorbenen widmet, vor Lobhudelei zu übertreffen versuchten und Bendikt als "großen Denker und Theologen" lobten, ging queer.de auf das ein, was die Zielgruppe des Magazins nun mal am meisten interessiert: Benedikts Haltung zur Homosexualität. Hierfür trug das Magazin Aussagen Benedikts zusammen, die in Artikeln veröffentlicht wurden, die zu dessen Lebzeiten erschienen waren und attestierte ihm zusammenfassend "Homohass als Markenzeichen" anhand zahlreicher Belege.

Rund eine Woche später wurde die queer-Redaktion von der Polizei Berlin unterrichtet, dass gegen sie aufgrund des Artikels wegen des Verdachts der "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" ermittelt wird. Ein sogenanntes Antragsdelikt, was bedeutet, dass jemand gegen queer.de Anzeige erstattet haben muss.

Nun ist es grundsätzlich natürlich erstmal der Job von Strafverfolgungsbehörden, dass sie Anzeigen nachgehen. Dennoch hat das Ganze doch einen recht intensiven Beigeschmack, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass sich eben jene Behörden deutschlandweit nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, was Ermittlungen gegen die Kirche und kirchliche Würdenträger in Sachen Kindesmissbrauch betrifft. Wo bei Verbrechen eines solchen Ausmaßes in jeder anderen Organisation vermutlich per Razzia umfangreich Unterlagen beschlagnahmt worden wären, ließ man die Bistümer oft genug unangetastet, wenn diese rückhaltlose Aufklärung zusicherten.

Sollte der Staat in Deutschland etwa einen "soft spot" haben für die Kirche und kirchliche Würdenträger? Was den Vorwurf der Hetze gegen Homosexuelle betrifft, fühlt man sich unwillkürlich an den Fall des evangelikalen Bremer Pastors Olaf Latzel erinnert. In einem Eheseminar hatte er "praktizierte Homosexualität" als "todeswürdiges Verbrechen" bezeichnet und noch manch andere unfreundliche Dinge gesagt, die zu einer Anklage wegen Volksverhetzung geführt hatten. Nach einer Verurteilung in erster Instanz war Latzel im vergangenen Mai schließlich vom Landgericht Bremen freigesprochen worden, weil dieses Latzels Religionsfreiheit höher bewertete als den Schutz der Menschenwürde Homosexueller.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge bezüglich des Papst-Nachrufs von queer.de entwickeln werden. Auf jeden Fall hat wer auch immer die Anzeige veranlasste damit einen netten Streisand-Effekt hervorgerufen: Die queer.de-Bewertung von Ratzinger als einem "der größten queerfeindlichen Hetzer" wurde durch die Anzeige so oft in den Medien wiederholt, dass sie sich erfolgreich als Gegengift zu den Lobhudeleien der viel zu vielen beschönigenden Nachrufe Benedikts erweist.

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Kommentare (173)

Andres Zaugg (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 13:03

Trotz desaströsen Verhältnissen in den christlich geprägten demokratischen USA und dem durch russisch-orthodoxe Verblendungen ermöglichtem Krieg in der Ukraine werden weder in der Politik noch in der Justiz die längst augenfälligen Erkenntnisse gezogen.
Auch Bücher wie «Der Gotteswahn» (von Richard Dawkins) noch «Die Logik der Nicht-Logik» (von Andreas Kilian) können gegen die «heiligen» Mythen aus der Steinzeit zeitgemäss erforderliche Erkenntnisse generieren.

W. Klosterhalfen (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 13:31

Zumindest scheint der Verstorbene in Hinblick auf junge Frauen nicht übergriffig gewesen zu sein:

„Weil ich damals schon verlobt war, suchte ich mir einen Kommilitonen aus, bei dem ich absolut sicher sein konnte, dass er mir nicht plötzlich einen Kuss gibt. Bei ihm war ich da absolut sicher.“
Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann über Dr. Joseph Ratzinger, Focus, 18.2.2010

Roland Fakler (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 13:36

Die angeblichen Gesetze Gottes sind nichts als die Vorurteile unwissender Bibelschreiber, die die in ihrem Kulturkreis gerade geltenden Regeln als von Gott gewollte, ewige Gesetze verkündeten, um ihnen mehr Autorität zu verleihen. Ein Gott kann gar nicht so dumm sein, dass er für homosexuelle Menschen, die er ja angeblich selbst erschaffen hat, die Todesstrafe fordert.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 18:33

Antwort auf von Roland Fakler (nicht überprüft)

Dazu meine Sicht: Heute fordert kein Christ - wenn er die Bibel kennt - die Todesstrafe für homosexuelle Menschen.
Und zu „Ein Gott kann gar nicht so dumm sein …“:
Da fehlt ihnen vermutlich die klare Sicht auf den Heilsplan Gottes. Gott hat uns Menschen nach dem Sündenfall aus dem Paradies verstoßen und in eine Welt „dahingegeben“ in der wir auch Kummer, Schmerz und zuletzt den biologischen Tod erleiden. Dazu gehören auch viele körperliche und seelische Leiden, die wir im Einzelnen nicht beurteilen können.
Es ist also nicht Dummheit, sondern Absicht und vielleicht auch schon sein Gericht.

Sascha Larch (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 22:09

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sehr geehrter Herr Edler:

https://www.youtube.com/watch?v=yA09x3V2Ot4
https://www.youtube.com/watch?v=L61723RQpb8
https://www.youtube.com/watch?v=pnVK_BvtZSo
https://www.youtube.com/watch?v=w83kIAfuKoE

Noch Fragen?

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 18:39

Antwort auf von Sascha Larch (nicht überprüft)

Nein keine weiteren Fragen.
Diese Positionen kann ich nicht nachvollziehen. Es entspricht nicht dem Evangelium wie ich es kenne.
Sie sollten vielleicht auch solche Hasstiraden nicht für das Evangelium halten.
LG

J.B. (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 07:13

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

>"Es ist also nicht Dummheit, sondern Absicht und vielleicht auch schon sein Gericht."

Krankheiten, Naturkatastrophen oder Geschehnisse wie Auschwitz, wo selbst unschuldige Kinder betroffen sind, sind Ihrem Glauben nach Gottes "Absicht" - wie bekommen Sie das dem Glauben zusammen, Gott sei allmächtig, mitfühlend und gütig???

Bitte das Wort "vielleicht" beachten. Das bedeutet, dass ich mir nicht anmaße seine Gottes Gedanken zu kennen. Weil er allmächtig ist und wir ihn deshalb fürchten sollen, halte ich es nicht für ausgeschlossen.

Das scheint ein Widerspruch zu " mitfühlend und gütig" zu sein, ist es aber nicht. Da haben sie offenbar das Evangelium nicht ganz verstanden.
Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit wir hier ein Gegenmittel für alles Grauenhafte in dieser Welt (inklusive unseren Tod) haben, sondern damit wir eine echte Zukunft haben, als Kinder Gottes.

Das ist es jedenfalls wert sich mit dem Wort Gottes im Evangelium zu beschäftigen.

"Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit wir hier ein Gegenmittel für alles Grauenhafte in dieser Welt (inklusive unseren Tod) haben, sondern damit wir eine echte Zukunft haben, als Kinder Gottes."

Der Erlöser war vor zweitausend Jahren da und das Grauen geht ungebrochen weiter (selbst in seinem Namen entstand Grauenhaftes ohne Ende) - er ist in der Tat kein Gegenmittel. Dass er das auch nicht sein soll, ist mir allerdings neu.

Das hat Jesus Christus auch nicht versprochen, dass hier auf dieser Erde alles gut wird.
Wir haben nun aber eine Perspektive, die wir Menschen vorher nicht hatten. Jesus spricht: "Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist."
Was sind die paar Jährchen hier im Vergleich zur Ewigkeit. Das sollten wir bedenken.

"Wenn man das Schwergewicht des Lebens nicht ins Leben, sondern ins Jenseits verlegt - ins NIchts - so hat man dem Leben übrthaupt das Schwergewicht genommen. Unsterblichkeit zerstört jede Vernunft, jede Natur im Instikte - alles, was wohltätig, was lebensfördernd, was zukunftverbürgend in den Instikten ist, erregt nunmehr Mißtrauen."

Diesen Worten von F. Nietzsche kann man nur zustimmen, wenn man Ihre Äußerungen liest. Was hier im Diesseits so Schlimmes passiert, ist Ihrer Meinung (oder Ihrem Glauben) nach nicht so schlimm - das Jenseits ist wichtig. Das ist regelrecht lebensfeindlich.

Da hat der Herr Nitzsche offensichtlich die Bibel nicht gelesen oder nicht verstanden, oder er hat damit gar nicht Christen gemeint. Dazu als kurze Nachhilfe das Gebot der Nächstenliebe:
Auf die Frage eines Gesetzeslehrers "Was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?" antwortet Jesus: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst".

Wie zerstört dies jede Vernunft, jede Natur im Instinkte - alles, was wohltätig, was lebensfördernd ist ...?
Wenn sie wissen wollen wie die Geschichte weitergeht, dann lesen sie Lukas 10,25-37 und dann vielleicht nochmal Nitzsche.

J.B. (nicht überprüft)

Fr. 20 Jan 2023 - 14:17

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"Was sind die paar Jährchen hier im Vergleich zur Ewigkeit. Das sollten wir bedenken."

Diese Ihre Äußerung - im Kontext der unsagbaren Übel auf der Erde!!! - zeigt eindeutig, dass Ihnen das Jenseits mehr bedeutet als das Leben hier. Das kann man nur als unvernünftig bezeichnen. Das macht auch Ihr netter Jesusspruch nicht weg. Ich könnte jetzt viele unschöne Sprüche aufzählen, die Jesus geäußert haben soll, aber die kennen Sie ja sicher.

https://bibelzitate.hpage.com/64-unmenschliche-jesuszitate.html

Ja, aber es stimmt doch: die Ewigkeit ist doch viel länger als die Zeit, die wir hier auf der Erde verbringen. In 100 Jahren sind wir nicht nehr hier.
Daraus kann man aber nicht ableiten, dass mir das, was hier passiert in dieser Zeit egal ist. Es ist einfach eine andere Perspektive, die ich habe.

Die "unschönen" Sprüche von Jesus sind mir bekannt. Sie passen nicht zum üblichen Bild von lieben Jesus.
Das liegt aber daran, dass sie ein falsches Bild von Jesus haben. Das sollten sie korrigieren bevor es zu spät ist.

Wie gehen Sie denn mit den Sprüchen um, die nicht ins Bild eines gütigen, sogar seine Feinde liebenden Jesus passen? Ignorieren Sie die einfach?

Ich habe keine so einfach gestricktes Bild von Jesus, und deshalb sind die zitierten Sprüche von ihm kein Widerspruch für mich. Ich erspare mir hier die Mühe , die 64 Zitate einzeln zu kommentieren.
Um diese zu verstehen muss man im Evangelium etwas tiefer graben und auch die Situation des Menschen in der Welt erkennen.
Ohne Jesus sind die meisten Menschen verloren. Das ist eine sehr ernste Sache, die eine Entscheidung erfordert.
Darauf hinzuweisen geht halt mit "lieb sein" alleine nicht und deshalb gibt es auch die klaren und "weniger lieben" Worte von Jesus.

in 100 Jahren sind wir NIRGENDS mehr, es gibt kein Paradies, kein Jenseits und auch keine Hölle. Die Drohung mit der Hölle dient(e) dazu, die "einfachen" Menschen gefügig zu machen, damit sie gegen die "von Gottes Gnaden eingesetzten" Herrscher nicht aufbegehr(t)en.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 23 Jan 2023 - 21:16

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Das ist ein schwaches Argument in der heutigen Zeit, wo niemand mehr gefügig gemacht werden muss. Ich bin ein freier Mensch und zwinge niemand mein Weltbild zu teilen.
Sie können sich da gleich wieder beruhigen, und wir können es einfach abwarten, wer recht hat.

Paul München (nicht überprüft)

Di. 24 Jan 2023 - 18:51

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Genau deshalb treten heutzutage so viele aus der Kirche aus, weil sie den Betrug erkannt haben.

Nochmal: die Bibel behauptet, Gottes Wort zu sein. Was wäre, wenn sich damals einige Phantasiebegabte einfach hingesetzt und diese Texte verfasst haben, danach behauptet, sie seien auf einen Berg gestiegen, wo sie diese Texte angeblich von Gott erhalten hätten. Niemand kann das überprüfen! So muss man die Angelegenheit als Betrug einordnen.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 25 Jan 2023 - 11:05

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Bei oberflächlicher Betrachtung gebe ich ihnen recht.
Wenn man sich aber etwas ernsthafter mit der Bibel beschäftigt tut man sich nicht mehr so leicht mit dieser Behauptung.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Do. 26 Jan 2023 - 10:51

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Ihre Argumente sind nicht richtig. Ihre Flucht ins Kerygma ist einfach nur lächerlich.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Fr. 27 Jan 2023 - 12:38

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Dann informieren Sie sich mal, was dahintersteckt:
verlogene Argumentation von bestimmten Theologen:
Alles was nicht passt, wird einfach unterdrückt

Das brauche ich vermutlich nicht weil es mich nicht betrifft. Ich glaube nämlich nicht an Theologen sondern an Jesus Christus und an bibeltreue Verkündigung. Die röm.-kath. Kirche gehört jedenfalls nicht dazu.

Wenn sie sich dazu etwas konkreter äußern kann ich vielleicht was dazu sagen.

Paul München (nicht überprüft)

Mi. 1 Feb 2023 - 19:17

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"Nochmal: die Bibel behauptet, Gottes Wort zu sein. Was wäre, wenn sich damals einige Phantasiebegabte einfach hingesetzt und diese Texte verfasst haben, danach behauptet, sie seien auf einen Berg gestiegen, wo sie diese Texte angeblich von Gott erhalten hätten. Niemand kann das überprüfen! So muss man die Angelegenheit als Betrug einordnen."

Dazu haben Sie leider nicht Stellung genommen, Sie ziehen sich lapidar zurück auf "wenn man sich ... ernsthafter mit der Bibel beschäftigt", Sie weichen aus weil Ihnen der Gedanke zutiefst unangenehm ist, ja, unangenehm sein muss, dass die gesamte Bibel und der Glaube an einen Gott ein riesiger Schwindel ist.

Nehmen Sie bitte Stellung zu der Frage, woher Sie die "Gewißheit" beziehen, dass die Bibel "Gottes Wort" ist und nicht lediglich von Phantasiebegabten geschrieben! Und kommen Sie bitte nicht mit der Plattitüde "weil es in der Bibel steht".

Meine Antwort dazu ist ganz einfach: Es ist der Heilige Geist, den jeder wiedergeborene Christ von Gott bekommt. Nur durch ihn habe ich die Gewissheit, dass ich keinem Betrug auf den Leim gegangen bin.

Darüber hinaus gibt es genug wissenschaftliche Literatur, die sich mit der Echtheit der Bibel beschäftigt. Sie sind ja nicht der erste, der sie in Zweifel zieht.

Aber nochmal: Gewissheit bekommt man nur durch den Heiligen Geist.

"Gewissheit bekommt man nur durch den Heiligen Geist." ... den Sie nicht nachweisen können. Der "Heilige Geist" hat Ihnen dann eventuell mitgeteilt, welche Passagen in der Bibel nicht mehr gelten? Haben Sie mitgeschrieben, oder die Zusammenstellung schriftlich erhalten? Denn Sie hatten ja gesagt, dass manches nicht mehr gilt.

Richard G. (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 07:52

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"Heute fordert kein Christ - wenn er die Bibel kennt - die Todesstrafe für homosexuelle Menschen."

Hmm.

(3. Mose 20,13): "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben."

Ihre Sicht zu haben, ist durchaus legitim. Jedoch ist sie meiner Ansicht nach reine Projektion und Rosinenpickerei.

Das ist es nicht, wenn man die Bibel in ihrer Ganzheit versteht.
Wenn man sich nur nach dem 3.Buch Mose orientiert ist es Rosinenpickerei.
Jesus hat nie dazu aufgefordert Menschen zu töten.

Roland Fakler (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 13:06

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

@Franz Edler "Jesus hat nie dazu aufgefordert, Menschen zu töten", Jesus verflucht nicht nur Feigenbäume, die im Winter keine Früchte tragen, (konnte der Sohn Gottes ja nicht wissen), sondern er verflucht ganze Städte, die dem Meister und seinen Jüngern nicht ausreichend huldigten. Luk. 10:15 "Und du, Kapernaum, die du bis an den Himmel erhoben bist, du wirst in die Hölle hinunter gestoßen werden."
Und noch ein schöner Satz: Luk. 19:27 „Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.“

Franz Edler (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 22:48

Antwort auf von Roland Fakler (nicht überprüft)

Was den Feigenbaum und das Schicksal der drei Städte Kapernaum, Chaorazim und Betsaida betrifft, daraus leite ich keine Handlungsanweisung für mich ab. Er ist der Herr.
Es zeigt aber gleichzeitig den Ernst des Evangeliums. In den Kirchen wird darüber leider kaum mehr gesprochen, sondern nur mehr über den lieben Jesus.

Der "schöne Satz": Luk. 19:27 ist auf den ersten Blick auch für mich befremdlich. Er stammt aus einem Gleichnis und bedeutet (aus meiner Sicht), dass jenen Menschen gerichtet werden, die nicht die Herrschaft Jesu anerkennen. Und das nicht heute, sondern am Ende der Zeiten. Noch können wir uns zu ihm bekennen und es ist noch nicht zu spät.

Ich muss aber zugeben, dass es manche Verse in der Bibel gibt, die sich mir nicht immer gleich erschließen. Diese lasse ich dann liegen und mache mir deswegen keine schlaflosen Nächte.
Manches habe ich dann später erst verstanden, manches aber auch noch nicht. Der obige Vers gehört dazu.
Mich beunruhigen aber in der Regel nicht die Verse die ich nicht verstehe, sondern die, die ich verstehe.

"Jesus hat nie aufgefordert, einen Menschen zu töten." Vielleicht nicht expressis verbis im Neuen Testament. Wenn man aber gerade das tut, was Sie fordern, "die Bibel in ihrer Ganzheit verstehen", dann eben schon. Denn wie heißt es zu Beginn des Johannesevangeliums? "Am Anfang war das Wort (Logos) und das Wort war bei Gott." Genau dieser Logos wird im folgenden als Jesus gedeutet. In Verbindung mit der aus diesen Worten mit abgeleiteten Trinitätslehre müsste dann auch Jesus im Alten Testament als Logos gesprochen haben und damit auch für die dortigen homophoben Passagen verantwortlich sein.

Sie haben im Prinzip recht, aber sie ignorieren dabei die geschichtliche Entwicklung des Volkes Gottes (Heilgeschichte).
Der "Logos" aus dem Johannesevangelium und der Gott, der nach 1.Mose die Welt erschaffen hat, ist ein und derselbe. Er hat die Menschen nach dem Sündenfall verstoßen und später mit Jesus die Möglichkeit zur Rettung geschaffen.
Man muss dabei zur Kenntnis nehmen, dass Gott im Alten Bund furchtbare Anweisungen an sein Volk gegeben hat. Da gibt es - wie zumeist ja bekannt - viele Stellen, die Gott als "blutrünstig" darstellen. Sie sind aber Geschichte. Ich anerkenne aber dass Gott als Schöpfer so handeln darf, auch wenn ich es mir so nicht wünsche.

Jesus hat sich nie vom Alten Bund distanziert sondern diese Schriften zu seiner Legitimation verwendet (Johannes 5:39: Suchet in der Schrift; denn ihr meinet, ihr habet das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeugt).
Er hatte aber nicht den Auftrag dieses Regime so fortzuführen sondern die Menschen zu retten: "Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird."
Das bedeutet auch, dass die homophoben Aussagen im Alten Testament in einem neuen Licht zu sehen sind. Da empfehle ich sich Zeit zu nehmen und mit der Annahme, dass es Gott wirklich gibt, Römer 1,18-32 zu lesen.
Ich wünsch ihnen, dass diese Verse sie berühren. Mir sind sie jedenfalls unter die Haut gegangen. Sie erkennen dann vielleicht, dass wir es mit einem lebendigen Gott zu tun haben.

Klaus Bernd (nicht überprüft)

So. 15 Jan 2023 - 14:05

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sie vergessen, dass er als Person der Dreifaltigkeit schon immer beteiligt war an allem was der Gott des AT getan und befohlen hat. Das ist die Lehre der katholischen Kirche !

Tobias Seyb (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 09:33

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Die "klare Sicht auf den Heilsplan Gottes" und "Dummheit" -

Ich mach mir da Gedanken, in welchem Verhältnis diese zueinander stehen...

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 11:32

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Ihr Kommentar ist keiner Antwort wert, da Sie in einer Scheinwelt leben und nie begreifen werden auf welchen Unsinn Sie hereingefallen sind.

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 19:01

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Ok. Ich akzeptiere wie immer ihre Sicht.
Wir können es ja abwarten ob sie recht haben oder ich,

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 19:03

Antwort auf von Eckhardt Fritsche (nicht überprüft)

Nein, da muss ich sie enttäuschen.
Das war mein voller Ernst, und ich habe auch kein Fieber.

Michael Fischer (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 14:31

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Ach ja, wie schön war's doch im Paradies, als Nudismus noch das Höchste war. Arbeit war ein Fremdwort und es war die ganze Zeit Wochenende! Keine Krankenversicherung, keine Arbeitslosenversicherung, Müßiggang war Trumpf!

Dieses Schlaraffenland würde ich mir auch zurückwünschen.

Da durften wenigstens auch keine Neandertaler, Denisovas und ähnliches Gesindel rein! Die mußten draußen bleiben!

Paul München (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 19:46

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Herr Edler, habe Sie schon vermisst! Wenn Kinder mit schweren Missbildungen geboren werden, sodass sie als Babys mehrere Operationen über sich ergehen lassen müssen, dann ist das also ebenfalls "Absicht" Ihres Gottes?

Sollte Gott existieren, dann ist er nicht "verehrungswürdig", wie es die Religiösen ständig von sich geben, sondern als sadistisches Scheusal ohne gleichen zutiefst verabscheuungswürdig!

Und zur "Vertreibung aus dem Paradies", sollte diese vor langer langer Zeit stattgefunden haben, was haben die heute lebenden Menschen damit zu schaffen?? Glückwunsch an Sie, dass Sie "die klare Sicht auf den Heilsplan Gottes" haben, vielleicht sollten Sie ein Buch darüber schreiben.

Franz Edler (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 22:09

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Lieber Herr München, ... und ich hab sie schon erwartet.
Zum Vorwurf über Missbildungen etc. kann ich - sie werden das sicher bedauern - nichts sagen, außer dass unser Gott allmächtig ist. Das bekennen wir Christen im ersten Satz des Glaubensbekenntnisses.
Er lässt Leid zu, das ist eine Tatsache, die man millionenfach sehen kann. Ich könnte hier auch z.B. Ausschwitz, oder auch ganz einfach der Tod eines geliebten Menschen ergänzen.
Warum Gott das zulässt - das ist die klassische Theodizee-Frage - kann ich nicht sagen. Es wäre anmaßend, wenn ich behaupten würde, dass ich es verstehe.
Und gleichzeitig beruhigt es mich auch. Es müsste ein komischer Gott sein, den so ein kleiner Geist wie ich kapieren kann.
Manches versteht man vielleicht erst später im Rückblick, und manches vielleicht erst nach unserem Tod.

Ihre daraus resultierende Ansicht über Gott teile ich nicht. Sie ist einfach falsch. Sie geht davon aus dass wir Gott auf eine Anklagebank setzten und über ihn richten können. Das ist undenkbar!
Das ist ein Hochmut, ein Nicht-Anerkennen dass er unser Herr ist und wir seine Geschöpfe sind. Dieser Hochmut hat schon dazu geführt hat, dass Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden.
Und damit ergibt sich auch schon die Antwort auf ihre letzte Frage " Was haben die heute lebenden Menschen damit zu schaffen?".
Lesen sie einfach nochmals ihre Vorwürfe von vorher durch und dann erkennen sie vielleicht, warum es auch uns heute betrifft. Das ist wie wenn sich ein Topf sich beim Töpfer beklagt, weil er nicht so ist wie er sein will.

Entschuldigung, aber Sie haben wahrhaftig eine merkwürdige Art: es "beruhigt" Sie, dass Sie nicht alles verstehen. Keine weiteren Fragen! Lediglich die Feststellung, dass ohne die Fiktion eines Gottes die Dinge sich wesentlich plausibler darstellen: Mutationen im Erbgut führen u.a. leider zu Missbildungen, ganz ohne "zulassen" durch einen Gott, sondern -leider- "einfach so".

Franz Edler (nicht überprüft)

Di. 17 Jan 2023 - 11:02

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Aber ohne "Fiktion eines Gottes" lassen sich für mich grundlegende Aspekte des Daseins nicht erklären.
Die Hypothesen von Abiogenese und Multiversum sind für mich noch weniger plausibel. Damit könnte ich mich nicht zufrieden geben.

Michael Fischer (nicht überprüft)

Di. 17 Jan 2023 - 17:23

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Rein theologisch könnten Sie schon beides unter einen Hut bringen:

"Grundsätzliche theologische Einwände gegen ein Multiversum sehe ich nicht", schreibt Hans Küng in seinem Buch "Der Anfang aller Dinge. Naturwissenschaft und Religion".

Und zur Abiogenese äußert er sich so:

"Wie auch immer man diesen Übergang zum Leben im Einzelnen erklärt, er beruht auf biochemischen Gesetzmäßigkeiten und somit auf Selbstorganisation der Materie, der Moleküle. Und wie sich aus der Urmaterie durch elektrische Entladungen immer komplexere Moleküle und Systeme gebildet haben, so aus Nukleinsäuren und Proteinen das auf Kohlenstoff basierende Leben."

Wenn es der berühmte Theologe Hans Küng kann - wieso können Sie es nicht?

Ganz einfach - weil ich selbst denke und keine Hilfe dabei brauche. Auch nicht von Hans Küng. Es ist einfach so was von "an den Haaren herbeigezogen", nicht fassbar, wie man an so was glauben kann.

Michael Fischer (nicht überprüft)

Mi. 18 Jan 2023 - 10:53

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Natürlich sind Sie ein "Selbstdenker".

Aber was bedeutet das konkret?

Bei Ihnen bedeutet es einfach: Richtig ist, was Sie für richtig halten.
Alle, die nicht Ihrer exzentrischen Meinung sind, leben einfach in einer Blase. Das gilt dann halt auch für Theologen wie Hans Küng.

Könnte es nicht eher so sein, dass Sie nur gerne nach dem Splitter in den Augen derjenigen suchen, die nicht Ihrer Meinung sind, den Balken im eigenen Auge aber konsequent ignorieren?

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 18 Jan 2023 - 14:16

Antwort auf von Michael Fischer (nicht überprüft)

Das bedeutet, dass ich in der Bibel lese und das darin enthaltene Wort Gottes für wahr halte. Soweit, so exzentrisch.
Dort steht nämlich "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde". Das ist doch klar und eindeutig.
Da habe ich dann keinen Bedarf an Abiogenese und Multiversum.
Wenn das Herr Hr. Küng nicht so sieht ist es nicht mein Problem. - Soviel zum Selbst-Denker.

Die Nichtnachweisbarkeit des versprochenen Paradieses, sowie keinerlei "Bemühungen" seitens des christlichen Gottes, Anhänger anderer Religionen von sich als "einzig wahrem Gott" zu überzeugen, ist Anlass genug, sowohl die behauptete Existenz eines Gottes als auch eines Paradieses als den größten Betrug (!) der gesamten Menschheitsgeschichte anzusehen.

Jesus redete vom Paradies im Himmel, weil er genauso wie die anderen damals lebenden Menschen annahm, dass "irgendwo da oben" Gott seinen Sitz habe. Zudem war er ein Hochstapler mit seiner Behauptung, Gottes Sohn zu sein. Dass er es nicht war, sieht man daran, dass er seinen Mitmenschen keinerlei z.B. naturwissenschaftliche Kenntnisse mitteilte, über die er als "göttliches Wesen" verfügt hätte. Er hatte keine, da er nur ein normaler Mensch war, dem man später einige Wunder angedichtet hat.

Seit dem Raumfahrtzeitalter fragen sich die Menschen zu recht: wo sollte denn das Paradies sein - es existiert offensichtlich nicht, und Gott ebensowenig!

Woher wissen sie das so genau?
Sind sie sich da wirklich sicher?

Das sind zu viele - aus meiner Sicht falsche - Behauptungen und irrige Annahmen. Darauf im einzelnen zu antworten sprengt leider den Rahmen dieser Diskussion.
Aber es ist schade dass sie sich da so einzementieren.

apropos Behauptungen: Jesus behauptete, der Sohn Gottes zu sein, ohne es nachweisen zu können. Und ich wiederhole mich, als göttliches Wesen hätte er Kenntnisse beispielsweise in Naturwissenschaften gehabt, es ist jedoch NICHTS derartiges überliefert, dass er sich jemals in dieser Hinsicht geäußert hätte, konnte er auch garnicht, da er eben nur ein hochstaplerischer Mensch war und nur den Wissensstand wie seine Mitmenschen hatte.

Und auch nochmal, die angeblichen Wunder wurden ihm später angedichtet.

Paul München (nicht überprüft)

Fr. 20 Jan 2023 - 18:22

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Haben Sie ein Hobby? Nehmen Sie an, dass Sie es im Jenseits weiterhin ausüben können? Oder dass Sie tagein tagaus ohne Unterlass "Hosianna" und "Halleluja" singen müssen?

Ach übrigens, Sie wiederholen sich ebenfalls, und -Entschuldigung- sogar nur eindimensional.

Paul München (nicht überprüft)

Mo. 23 Jan 2023 - 18:50

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

präziser: als göttliches Wesen hätte Jesus Kenntnis von den chemischen Elementen gehabt, die vor 2000 Jahren den auf der Erde lebenden Menschen noch völlig unbekannt waren, er hätte physikalische Kenntnisse gehabt, hätte seinen Mitmenschen u.a. erklären können, wie Blitz und Donner entstehen, wie Erdbeben zustande kommen, er hätte pharmazeutische Kenntnisse gehabt, biologische usw. - NICHTS davon: weil er eben KEIN göttliches Wesen, sondern nur ein hochstaplerischer Mensch war mit lediglich dem Kenntnisstand der damals lebenden Menschen.

Die Steintafeln mit den zehn Geboten sind ebenfalls eine menschliche Erfindung, weil die Menschen damals nichts anderes kannten als Inschriften auf Steinen.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 23 Jan 2023 - 21:25

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Da muss auch schon wieder das Bild von Jesus zurecht rücken. Er ist nicht in die Welt gekommen um uns die Einzelheiten der Schöpfung wissenschaftlich zu erklären, sondern um Menschen vom ewigen Tod zu retten.
Wenn unser Leben zu Ende geht nützt uns auch ein wissenschaftlicher Durchblick nicht mehr. Jesus ist gekommen zu retten, was verloren ist. Das war seine Mission.

Michael Fischer (nicht überprüft)

Mo. 23 Jan 2023 - 11:42

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Aber die Wissenschaft kann mit diesen Hypothesen arbeiten - mit der Hypothese "Gott" ist man dagegen unmittelbar in einer Sackgasse gelandet.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 23 Jan 2023 - 20:38

Antwort auf von Michael Fischer (nicht überprüft)

Für mich ist Gott keine Hypothese.
Jesus sagt von sich: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Wo ist da eine Sackgasse?

Zweiflerin (nicht überprüft)

Di. 24 Jan 2023 - 13:01

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"Jesus sagt von sich: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." - Solche größenwahnsinnigen Anmaßungen von Einzelpersonen sollten immer die Alarmglocken schrillen lassen, egal ob das ein heutiger Guru oder ein Sektenführer von vor 2000 Jahren behauptet.

Es haben sich schon viele als Götter bezeichnet (der ein oder andere König z.B., quer durch alle möglichen Kulturen) - warum sollte das ausgerechnet bei diesem Jesus zutreffen, von dem man nicht mal sicher weiß, ob es ihn wirklich gegeben hat? Ein Legendenbuch ist für mich keine ernstzunehmende Quelle und andere gibt es nicht.

Wenn sei meinen dass man nicht mal sicher weiß, ob es Jesus wirklich gegeben hat, haben sie nicht ernsthaft mit den historischen Fakten beschäftigt. Da gibt es genug wissenschaftlich anerkannte Indizien.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Mi. 1 Feb 2023 - 13:25

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

1970 fing man an, die Aussagen der Bibel mit den tatsächlich gefundenen Überresten objektiv miteinander zu vergleichen. Es ist eindeutig widerlegt, dass man das alte Testament auch nur andeutungsweise als objektives Geschichtsbuch lesen könnte. Es ist nichts anderes als eine Sammlung von Legenden, Märchen, die Jahrhunderte später zur Historie hochgelogen wurden. Genauso wie man den Kampf Siegfrieds mit Fafner als eine historische Tatsache beschreiben könnte. Nazis und rechtsextreme Spinner haben diese Geschichten als Grundlage ihrer überheblichen Sichtweise gemacht, dass der germanische Europäer etwas ganz Besonderes ist. Vom Märchenbuch neues Testament will ich garnicht reden...

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 1 Feb 2023 - 20:48

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Haben sie sich wirklich ernsthaft mit der Glaubwürdigkeit der Bibel auseinander gesetzt? - Ich vermute, dass sie das nicht haben.
Es erfordert eine gewisse Bereitschaft das gewohnte Weltbild in Frage zu stellen. Diese Bereitschaft fehlt ihnen offenbar, soweit ich das anhand ihrer Vorurteile erkenne.
Das ist schade.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Do. 2 Feb 2023 - 14:23

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sie scheinen nicht zu kapieren, dass man die Aussagen dieses Märchenbuches auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft hat. Seit die Archäologie nicht mehr automatisch nach Hinweisen in dem alten und neuem Märchenbuch sucht, sondern kritisch nachforscht, ob es konkrete Hinweise auf den Wahrheitsgehalt durch wissenschaftliche archäologische Funde gibt, und zum Ergebnis kommt, dass das Alte und Neue Testament den gleichen Wahrheitsgehalt hat wie meinetwegen Grimms Märchen. Da muß sich jetzt die Theologie neue "Begründungen" suchen. Glauben Sie Grimms Märchen ruhig weiter... Sie machen sich lächerlich. Aber das ist nicht mein Problem.

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 2 Feb 2023 - 21:00

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Sie kommen offensichtlich auch nie aus ihrer Echo-Kammer raus. Ein bißchen frischere Luft würde ihnen gut tun.
Ich kann ihnen noch ein Buch empfehlen, diesmal von Josh McDowell "Die Bibel im Test". Das können sie auch kostenfrei down-loaden (https://clv.de/Die-Bibel-im-Test/255490).
Soviel zu Grimms Märchen.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

So. 5 Feb 2023 - 16:12

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sie machen sich lächerlich. Solche Bücher z.B. " Und die Bibel hat doch recht" von Werner Keller, veröffentlicht 1955 sind schon lange (seit 1970) widerlegt.

Ich habe das Buch von Werner Keller nicht gelesen.
Ich beziehe mich auf das Buch "Die Bibel im Test" von Josh McDowell. Es stammt aus 1995 und geht auch auf die üblichen Argumente, die Bibel zu widerlegen ein.
Der einzige Nachteil dabei: Man muss auch lesen und dabei mitdenken.

Na, dann bilden Sie sich mal mit 'nem Welt-Artikel weiter:

Und die Bibel hat nicht Recht
Veröffentlicht am 01.11.1999 | Lesedauer: 5 Minuten
Von Norbert Jessen
"Immer mehr israelische Archäologen bestreiten die Wahrhaftigkeit der jüdischen Gründungserzählungen"

https://www.welt.de/print-welt/article588738/Und-die-Bibel-hat-nicht-Recht.html

Seit 1990 ist es Stand des Wissens bei Archäologen, dass nicht ein Fünkchen im Alten und Neuen Testament steht, das durch wissenschaftliche Untersuchungen als tatsächlich passiert verifiziert wurde. Viel Spass mit ihrem Märchenbuch.
Übrigens, die allerbeste Ausgabe des Märchenbuches AT ist "Der große Boss", unverschämt gut erzählt von Fred Denger. Zum Kugeln, der Abschnitt: "Der Minirock- Ein alter Hut" 1 Mose 3

Na, dann können wir uns gegenseitig verschiedene Beiträge an den Kopf werfen. Da habe ich auch etwas für sie zum Lesen:

- Craig Blomberg: Die historische Zuverlässigkeit der Evangelien; 1998; ISBN 3-933372-16-X.
- Josh McDowell: Die Bibel im Test. Tatsachen für die Wahrheit der Bibel; CLV: Bielefeld 20029; ISBN 3-89397-490-3 (online, PDF)
- Josh McDowell: Die Fakten des Glaubens. Die Bibel im Test. Fundierte Antworten auf herausfordernde Fragen an das Wort Gottes; Hänssler, Neuhausen-Stuttgart 2002; ISBN 3-7751-1869-1.
- Werner Gitt: So steht’s geschrieben. Zur Wahrhaftigkeit der Bibel; 4. Auflage; ISBN 3-7751-1703-2.
- Stephan Holthaus, Karl-Heinz Vanheiden (Hrsg.): Die Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit der Bibel; ISBN 3-933372-38-0.
- Eta Linnemann: Gibt es ein synoptisches Problem? VTR, Nürnberg 1999; ISBN 3-933372-15-1.
- Eta Linnemann: Bibelkritik auf dem Prüfstand; VTR Verlag für Theologie und Religionswissenschaft, Nürnberg 20012; ISBN 3-933372-19-4.
- Eta Linnemann: Original oder Fälschung. Historisch-kritische Theologie im Licht der Bibel; Bielefeld: CLV-Verlag, [1994]; ISBN 3-89397-754-6 (PDF-Download)
- Vittorio Messori: Gelitten unter Pontius Pilatus? Eine Untersuchung über das Leiden und Sterben Jesu; Adamas-Verlag, 1997; ISBN 3-925746-72-2.
- Ralph O. Muncaster: Prüfe die Beweise: Wissenschaft – war die Bibel ihrer Zeit voraus? Hamburg 2003; ISBN 3-931188-55-8 (Buch eines ehemaligen Bibelkritikers)
- Alfons Sarrach: Jahrhundert-Skandal. Von der unhaltbaren Kritik an den Evangelien; Miriam, Jestetten 2003; ISBN 3-87449-323-7.
- Martin Seils: Zu den grundlegenden Fragen des Bibelverständnisses (die die Synode in Frankfurt (Main) und Magdeburg 1965 formuliert hat). In: Schrift, Theologie, Verkündigung. Erarbeitet und mit Genehmigung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland hg. von dem theologisch-wissenschaftlichen - - Arbeitskreis „Schrift und Verkündigung“. Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1971, S. 50–56
- Dale Rhoton: Die Logik des Glaubens: Argumente, Denkanstöße; Hänssler, Neuhausen-Stuttgart 19939; ISBN 3-7751-1174-3 (mit Abschnitten zur Kritik an den Wundern Jesu, seiner Auferstehung, der Genauigkeit der Bibel usw.)
- Uwe Zerbst, Peter van der Veen (Hrsg.): Keine Posaunen vor Jericho? Beiträge zur Archäologie der Landnahme; Hänssler-Verlag, Holzgerlingen, 2005; ISBN 3-7751-4419-6 (Inhaltsverzeichnis und Leseprobe; PDF; 73 kB)

Man sollte es sich nicht so einfach machen, es sei denn man will unbedingt nur seine Meinung bestätigt sehen.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Mi. 8 Feb 2023 - 11:35

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Na, da haben Sie voll in literarische K***e gegriffen:
CLV Verlag: Wird von anderen Christen als christlicher Lügenverlag bezeichnet.
Craig Blomberg ist ein evangelikaler Theologe. Diese Typen werden von -einigermaßen- vernünftigen Theologen, die versuchen bei der Wahrheit hinsichtlich ihrer Aussagen zu bleiben, verachtet...
Weiter habe ich nicht mehr gesucht. Es reichte...
Im Übrigen geht es um Übereinstimmung des AT und NT mit der historischen Wahrheit. Und da sind den Theologen schon lange -wie ich geschrieben habe- die argumentativen Begründungen ausgegangen.
Sie sollten sich als Katholik schämen, solche geistigen Quacksalbereien der Evangelikalen auch nur in den Mund zu nehmen.
Aber es ist viel einfacher:
Die schriftlichen Absonderungen von Theologen hinsichtlich der naturwissenschaftlichen Welt sind schon zusammengefasst worden:
"Der Dogmenwahn"
von Heinz-Werner Kubitza"
Und die naturwissenschaftliche Welt hat sich schon längst von Aussagen schwülstiger Theologen freigekämpft:
Galilei
Kopernikus
Kepler, hier ein Zitat:
„Heilig ist zwar Laktanz, der die Kugelgestalt der Erde leugnete;
heilig Augustinus, der die Kugelgestalt zugab, aber die Antipoden leugnete;
heilig das Offizium unserer Tage, das die Kleinheit der Erde zugibt, aber ihre Bewegung leugnet.
Aber heiliger ist mir die Wahrheit.“
Aus seinem Buch "Astronomia Nova"
Meditieren Sie mal drüber...

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 8 Feb 2023 - 16:15

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Ich wiederhole es gerne nochmal:
Ich glaube nicht an die Meinung anderer Christen oder Theologen sondern an die Bibel. Und was auf Universitäten gelehrt wird ist, soviel mir scheint, nicht bibeltreu (Ich bin übrigens kein Theologe sondern Telekom-Experte).
Daher berührt mich auch die wahrscheinlich zurecht geäußerte Kritik am Dogmenwahn eines Heinz-Werner Kubitza nicht.
Und auch die Aussagen von Theologen zu Galilei, Kopernikus, Kepler etc... haben mit meinem Leben nichts zu tun. Das ist mit schlichtweg auch egal.

Was mich aber berührt sind Aussagen über Jesus wie "Du hast Worte ewigen Lebens". Mit "berührt" meine ich: Da spüre ich eine große Geborgenheit und Zuversicht für mein Leben. Darauf kommt es an.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 15:13

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Lach. Theologen sind viel geschickter als Sie, Märchengeschichten als "Historisch" wahr darzustellen. Keine Religion hat ihre Mythen so brutal mit Lügen als "Historisch" dargestellt und mit blutigen Verbrechen durchgesetzt wie die christliche.
Allein die Mythen der Buschmänner (Die Sterne am Himmel sind die Lagerfeuer ferner Stämme) sind emotional weit beeindruckender als die zusammengelogenen Geschichten (Erbsünde, Sintflut, Auferstehung, Himmelfahrt)

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 20:31

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Wie ich schon oft sagte: Für Probleme von Theologen bin ich nicht zuständig. Ich muss sie nicht verteidigen.
Was ich aber verteidigen muss ist die Bibel. Es ist das wichtigste Buch meines Lebens, und es gibt mir Zuversicht und Hoffnung, die es sonst nirgendwo gibt.
Schade dass sie sich damit nicht beschäftigen und nur nach Macht-Missbrauch in etablierten Kirchen suchen.

Ach, Sie verteidigen die Bibel... Gegen wen denn? Gegen Wissenschaftler, die nachgewiesen haben, dass nichts wirklich passiert ist, was im AT und NT steht? Die Kreuzigung war bei den Römern ein normale Hinrichtung von Volksaufrührern, Rebellen und Brandstiftern. Und das ist jenem Typ, der im NT "Sohn Gottes" genannt wird eben passiert. Alles andere ist erstunken und erlogen. Und solch ein Märchenbuch müssen Sie verteidigen? Damit Sie in den Himmel kommen, wie es Ihnen Ihr Heiliger Geist einredet?
Lustig....

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 11:53

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Ich verteidige die Bibel gegen leichtgläubige Menschen, die mit wenig Tiefgang der Bequemlichkeit halber einfach das nachplappern was ihnen gerade passt.
Das wichtige Thema bei der Bibel ist nicht die Hinrichtung wie sie damals bei den Römern üblich war, obwohl hier auch erstaunliche Details vorausgesagt wurden, sondern die Auferstehung.
Wenn sie dafür mehr Zeit investieren würden könnten sie das Thema nicht so einfach beiseite schieben. Im Moment passt es ihnen so am Besten, aber das Thema ist damit auch für sie nicht erledigt, so meine Überzeugung.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 16:07

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Ja, Sie stellen die Lügen (Auferstehung) als historische Tatsache da... Wie ich schon sagte, Sie glauben auch an den Osterhasen. Jesus wurde als Aufrührern von den Römern am Kreuzschafott hingerichtet. Seine Leiche war Mahlzeit für Hunde, Krähen und Geier. Deshalb verschwand er. Das war mit Aufrührern damals üblich. Genauso wie mit den christlichen Brandstiftern in Rom. Das wurde dann später als Märtyrer verkauft...

Paul München (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 17:21

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Wer hier leichtgläubig ist, das sind Sie! Vermutlich träumen Sie nachts vom "Heiligen Geist" und nehmen das als Realität. Ernsthaft, bei (zu) intensiver Beschäftigung mit einer Sache passiert das.

Ja, Sie lieben das AT und NT in seiner blutigsten und verlogensten Form. Es gibt einige Theologen, die versuchen wenigstens diese Texte so zu interpretieren und umzudeuten, dass diese religiotischen Ansichten wenigsten dem Anschein nach mit unserer humanistisch-demokratischen Weltanschauung übereinstimmen. Glückwunsch an Sie, dass Ihnen, konsequent wie Sie sind, die tatsächlichen, brutalen und menschenverachtenden (Homosexualität!!") Aussagen des AT und NT soviel Zuversicht und Hoffnung geben.
Hier ein Video, dass Sie sicher trösten wird:
https://www.youtube.com/watch?v=U7-60tyLQhA

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 12:11

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Ja, das sind jene Theologen, die aus dem wirklich ernst zu nehmenden Evangelium unbedingt ein Wohlstands-Evangelium machen wollen. Das Problem dabei ist nur: Sie liegen falsch mit dieser Interpretation.
Das von ihnen empfohlene Video muss ja schrecklichen Inhalt haben, denn es wurde offenbar entfernt (This video isn't available anymore),

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 16:01

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sie reagieren wie ein kleines Kind: "Nein, ich hab Recht!!!"
Lesen Sie Historiker, die sich mit den religiotischen Lügen des AT und des NT beschäftigt haben. Wußten Sie das die Maria des Jesu aus Nazareth 5 Kinder hatte? Jesus war der älteste...
Und mein Video war ein Tröstvideo ... Natürlich läuft es ganz normal. Was sind Sie? Informatiker?

Michael Fischer (nicht überprüft)

Mi. 8 Feb 2023 - 12:40

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Wer suchet, der findet...

Das ist aber ziemlich unfair von Ihnen, den anderen einfach derart zuzumüllen.

Haben Sie denn das überhaupt selbst alles gelesen?

Ich habe da ehrlich gesagt meine Zweifel, vor allem wegen ihrer letzten Quelle, dem Buch von Zerbst und van der Veen. Dazu habe ich nämlich eine kleine Rezension gefunden, hier ein Auszug:

"Zerbst kommt zu dem Schluß:

„Die aufgelisteten Widersprüche lassen es als sicher erscheinen, dass die Zahlen des
Auszugsberichtes beträchtlich überhöht sind.“ (S.103)
Damit ist klar: die Bibel, das Wort Gottes, enthält Fehler. Die biblischen Zahlen sind
unglaubwürdig. Oder, in Korevaars Diktion: Wenn Gott sagt, es seien 600.000 Wehrfähige durch die Wüste gezogen, dann stimmt das noch lange nicht."

http://www.ruediger-heinzerling.de/nostalgicroot/pdf/review4.pdf

Das kann ja wohl nicht in Ihrem Sinne sein!

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 8 Feb 2023 - 16:37

Antwort auf von Michael Fischer (nicht überprüft)

Ich muss zugeben, dass ich nur einen Teil der zitierten Bücher und den auch nur nur auszugsweise gelesen habe.
Meine Absicht war zu zeigen, dass es auch auf der anderen Seite seriöse wissenschaftliche Arbeiten gibt, die die Bibel nicht einfach als Buch der Mythen und Märchen bezeichnen, sondern manches Gegenargument in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Auch die Rezension über das Buch von Zerbst und van der Veen erschüttert mich nicht. Es gibt vieles in der Bibel, das ich nicht auf Anhieb verstehe, aber ich verstehe immer mehr je mehr ich mich damit beschäftige.

Die Größe der israelitischen Bevölkerung während der Wüstenwanderung und Landnahme hat mir bislang keine schlaflosen Nächte bereitet, und wird es auch in Zukunft nicht tun.
Was mich aber beschäftigt seit ich einigermaßen eigenständig denken kann ist das woher, wozu und wohin meines Lebens. Und da habe ich noch keine besseren und beglückenderen Antworten gefunden als in der Bibel.

Paul München (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 19:07

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"Und da habe ich noch keine besseren und beglückenderen Antworten gefunden als in der Bibel." "Da spüre ich eine große Geborgenheit und Zuversicht für mein Leben."

... und es ist Ihnen vollkommen egal, ob das alles möglicherweise nur von Menschen erfundene Erzählungen sind. Entschuldigung, das ist wie bei einem kleinen Kind, dem manche Eltern vom Sandmännchen erzählen.

Nochmal: woher nehmen Sie die "Gewißheit", dass die Bibel "Gottes Wort" ist, WOHER??

Wenn Ihr Nachbar von seinem Urlaub erzählt und von höchst ungewöhnlichen Vorkommnissen am Urlaubsort berichtet, dann glauben Sie das auch alles zu 100 Prozent?

Ich kann ihnen versichern, dass es mir nicht egal ist, und ich beschäftige mich intensiv mit dem Thema Wahrheit der Bibel.
Allerdings ist es so, dass es auch wissenschaftliche Literatur gibt, die die Wahrheit der Bibel bezeugen. Also das Thema ist nicht so klar, wie sie es darstellen, und ich lerne ständig dazu.
Allerdings werde ich es in meinem Leben nie schaffen, aller Argumente und Gegenargumente jederzeit im Kopf zu haben.
Was mache ich in diesem Dilemma?
Da hilft mir der Heilige Geist, der mir immer wieder die Gewissheit gibt, auch wenn ich mit vermeintlichen Widersprüchen in der Bibel konfrontiert werde.

Aber da können sie leider nicht mit diskutieren. Der Heilige Geist ist für sie sicher nur ein Killerargument. Das kann ich aber leider nicht ändern.

Michael Fischer (nicht überprüft)

Di. 24 Jan 2023 - 14:15

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sie sollten wirklich mal genau lesen, was andere Leute schreiben.

Ich habe nicht über Sie geschrieben, und auch nicht über Jesus, sondern über die Wissenschaft.

Tatsächlich erfüllt "Gott" nicht die Bedinungen für eine Hypothese, da eine solche anhand ihrer Folgerungen überprüfbar sein muß.

Ob Sie z.B. persönlich an eine Abiogenese glauben oder nicht, ist völlig irrelevant. Aber in der Wissenschaft kann man mit dieser Hypothese arbeiten.

Wenn Sie dagegen glauben, dass Gott das Leben geschaffen hat, ist man damit aus wissenschaftlicher Sicht bereits in der Sackgasse gelandet, weil Gott weder verifizierbar noch falsifizierbar ist.

Würde sich uns der wahre Gott offenbaren, sähe die Sache natürlich anders aus.
"Warum versteckt sich der allmächtige Gott?" fragt daher Hugo Stamm in diesem Artikel: https://hpd.de/artikel/wuerde-sich-uns-wahre-gott-offenbaren-koennte-viel-elend-vermieden-werden-20970

Komisch, den scheinen Sie noch gar nicht entdeckt zu haben.

Franz Edler (nicht überprüft)

Di. 24 Jan 2023 - 17:38

Antwort auf von Michael Fischer (nicht überprüft)

Wenn ich an Gott glaube, dann ist es für mich auch irrelevant, ob sie darin aus wissenschaftlicher Sicht eine Sackgasse sehen. Für mich erschließt sich dadurch die Wahrheit meines ganzen Lebens, sodass keine Frage offenbleibt.

Und übrigens: Gott hat sich geoffenbart in Jesus Christus. Vielleicht weiß das Hr. Stamm noch nicht.

Ich kenne die Beiträge von Hr. Stamm auf watson,ch schon seit langem habe aber dort noch nie eine ernsthafte Diskussion erlebt.

Die ist aber auch nicht neu, das war immer schon so.
Für die einen ist es nichts als eine Dummheit, für die anderen eine wunderbare Lebenskraft.
(Ich habe auf jetzt Bibelzitate verzichtet).

Sie können meinetwegen auch an Einhörner und Feen glauben - wen interessiert das schon, was Sie oder ich "glauben"?

In den Naturwissenschaften geht es nicht um "glauben".

Und übrigens: Mit Ihnen kann man ja auch nicht ernsthaft diskutieren. Sie sind ja nicht mal ansatzweise fähig, sich in die Denkweise anderer Leute hineinzuversetzen.

Das mag schon sein, dass es sie nicht interessiert.
Ich kann es mir manchmal nicht verkneifen, wenn falsche Behauptungen aufgestellt werden. Und dann kommentiere ich auch unabhängig davon ob es die Echokammer stört.

Und außerdem: Mein Glauben ist zu einem Wissen geworden. Das versteht man aber nicht mit eingeengter Wahrnehmung. Darin liegt wahrscheinlich auch ihr Problem mit mir zu diskutieren.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Do. 2 Feb 2023 - 19:11

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"Mein Glauben ist zu einem Wissen geworden."
Na klar, jetzt wissen Sie ja alles. Wie ein dreijähriges Kind, dem man vom Osterhasen erzählt, es in den Garten läuft, dort Ostereier findet und jetzt "weiß " dass es Osterhasen gibt. So sieht ihr "Wissen" aus.

Franz Edler (nicht überprüft)

Fr. 3 Feb 2023 - 12:36

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Ich weiß nicht alles, aber genug um die Wahrheit der Bibel zu erkennen.

Für den Osterhasen bin ich nicht zuständig. Aber den Unterschied zwischen beiden kennen sie ja nicht.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Sa. 4 Feb 2023 - 12:32

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Der Glaube eines Kleinkindes an den Osterhasen ist nicht zu vergleichen mit dem Glauben eines geistig aktiven Menschen an die Märchenerzählungen des AT und NT. Das Kleinkind entwickelt sich und wird 5 Jahre später über diesen Glauben lachen und zwar herzlich. Und Sie? Da kann man noch nicht mal drüber lachen...

Ja, ich gebe ihnen recht, wenn es wirklich nur Märchenerzählungen wären. Aber das sind sie nicht. Man muß im Glauben an den lebendigen Gott nicht den Verstand an der Garderobe abgeben.
Ganz im Gegenteil. Jesus erwartet das. Sein großes Liebesgebot lautet: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst."
Deshalb bemühe ich mich auch alles mit meinem Verstand zu prüfen, und da mache ich es mir nicht leicht.

Offenbar haben Sie die Entgegnung von Christian Nentwig nicht verstanden. Das, was Sie zu "wissen" meinen in Bezug auf die Bibel, wurde Ihnen lediglich von Vertretern der christlichen Religion erzählt. Wären Sie z.B. in Indien geboren und aufgewachsen, würden Sie an Buddha glauben. Wären Sie in einer muslimischen Umgebung aufgewachsen, würden Sie die Idee von Jesus als "Gottes Sohn" vehement als abwegig bezeichnen. Denken Sie mal darüber nach. Und sagen Sie nicht, dass Sie sich glücklich schätzen, mit der "richtigen" Religion aufgewachsen zu sein, denn das sagen die Anhänger der anderen Religionen ebenso.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 6 Feb 2023 - 18:24

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Ich denke schon, dass ich die Entgegnung richtig verstanden habe.
Wie können sie sich aber erklären, dass in Indien und in muslimischen Ländern der Glaube an Jesus Christus trotz massiver Unterdrückung Fuß fasst?
Diese Menschen riskieren dabei sogar ihr Leben. Warum? Das sollten sie sich auch fragen.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Do. 26 Jan 2023 - 10:47

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sie schreiben:"Heute fordert kein Christ - wenn er die Bibel kennt- die Todesstrafe für Homos...."
Das ist falsch. Ein guter Christ der die Bibel kennt, wird sich hüten, mit der Hetze, die in der Bibel steht, sich persönlich die Finger schmutzig zu machen.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Fr. 27 Jan 2023 - 12:35

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Hier nur ein Beispiel über brutale Hetze in der Bibel:
Roland Fakler (hpd) am 23. Mai 2022 - 14:02 Permanenter Link
Wenigstens haben wir jetzt Klarheit darüber, wer alles die Todesstrafe verdient:
- alle Ehebrecher (Lev 20:10)
- alle Zauberinnen (Ex 22:18)
- alle falschen Propheten (Zech 13:3; Lev 20:27)
- alle Sünder (Ezek 18:4)
- alle Neugierigen (1 Sam 6:19-20)
- alle Nicht- Hebräer (Dt 20:16-17)
- Söhne von Sündern (Isaiah 14:21)
- alle Ungläubigen (2 Chron 15:12-13)
- jeden der Gott flucht (Lev 24:16)
- jedes Kind, das Eltern schlägt (Ex 21:15)
- Kinder, die ihren Eltern nicht gehorchen (Dt 21:20)
- alle die Vater und Mutter fluchen (Lev 20:9)
- alle die am Sabbat arbeiten (Ex 31:15)
- Fremde die sich einem Tempel? nähern (Num 1:48-51)
- alle männlichen Feinde nach einer gewonnenen Schlacht (Dt 20:13)
- jede Braut, die keine Jungfrau mehr ist (Dt 22:21)
- diejenigen, die den falschen Gott anbeten (Num 25:1-9; Dt 13:13-16)
- jeden der jemanden tötet. (Lev 24:17)
Auch im Neuen Testament:
- alle Homosexuellen ( Lev 20:13; Rom 1:21-32)
- ungehorsame Kinder (Ex 21:17; Mk 7:10)
- uneheliche Kinder (Off. 2:23)
Herzlichen Dank an Roland Fakler.
@ Franz Edler: Zufrieden mit diesen Beispielen?

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 30 Jan 2023 - 14:29

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Da haben sie und offenbar auch Hr. Fakler die Bibel nicht ganz verstanden. Da picken sie sich einfach raus, was in ihr flaches Weltbild passt.

Die oben zitierten Beispiele stammen aus dem Alten Testament bzw. aus Auseinandersetzungen Jesu mit den "gesetzestreuen" Pharisäern.
Jesus Christus hat diese Gesetze nicht aufgehoben, sie aber in einem anderen Licht dargestellt: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein".
Das bedeutet nicht, dass diese Vergehen (ich habe sie im einzelnen jetzt nicht studiert) nun unter den Tisch gekehrt werden.
Es bedeutet aber, dass es uns nicht zusteht hier den Richter zu spielen. Damit muss jeder selbst fertig werden, wenn er Jesus Christus nicht auf seiner Seite hat.
Ich gehöre jedenfalls nicht zu denen, die gerne Steine werfen.

Soviel zur brutalen Hetze in der Bibel

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Di. 31 Jan 2023 - 10:32

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sehen Sie, Sie können die Kerygma-Theologie aus den Eff-Eff.
Danke für diesen öffentlichen Beweis. Sie sagen bewußt die Unwahrheit.

Franz Edler (nicht überprüft)

Di. 31 Jan 2023 - 22:10

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Jetzt habe ich den komischen Begriff gegoogelt: "Die Kerygmatische Theologie legt den Gehalt der christlichen Botschaft dar."
Was ist daran verwerflich? Ich bin ja davon überzeugt, und die Wahrheit kann nie schaden.
Das ehrt mich sogar. Danke.

Schön, Dass es sie ehrt, historische Tatsachen, die klar beweisen, dass die sog. Wahrheiten der Bibel, egal ob altes oder neues Testament auf verlogene Art (einfach durch Verschweigen) bewußt weiter verbreiten eine Methode Ihrer religiösen Wissenschaftler ist. Sie sagen die Unwahrheit, wissen es, zumindest jetzt und verbreiten ihre Lügen weiter:

"Du sollst kein falsch Zeugnis reden dider Deinen Nächsten" 2. Mose 20"

Aber es ist natürlich klar, den Mose gab es garnicht, er ist eine Märchengestalt, deshalb dürfen Sie auch ungestraft Unwahrheiten weiter verbreiten.

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 2 Feb 2023 - 16:25

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Wie ich schon vorhin sagte: Die Gewissheit, dass die Bibel wahrhaftig Gottes Wort ist, habe ich vom Heiligen Geist.

Was die Wissenschaft und die historisch-kritische Methode betrifft ist für mich klar, dass diese Wissenschaftler nie die Bibel als Gottes Wort anerkennen können.
Sie gehen nämlich von der Annahme aus, dass Gott nicht existiert.

Falls sie sich mit dieser Problematik ernsthaft (d.h. mit weniger Schaum vorm Mund) beschäftigen wollen, kann ich das Buch "Original oder Fälschung" von Dr. Eta Linnemann empfehlen. Sie war lange Jahre eine Proponentin der historisch kritischen Methode, bis sie durch Gottes Gnade erkannt hat, dass die Bibel doch Gottes Wort ist.

Das Buch kann man auch kostenfrei downloaden (https://clv.de/Original-oder-Faelschung/255754). In ihrer Einleitung gibt sie Zeugnis dieser Realität.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Do. 2 Feb 2023 - 19:49

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sie schreiben:"Die Gewissheit, dass die Bibel wahrhaftig Gottes Wort ist, habe ich vom Heiligen Geist."
Aha. Gut zu wissen. Auch die Kreuzritter, die die Bevölkerung in Jerusalem abgeschlachtet haben, hatten die Gewissheit, dass ihr Tun wahrhaftig vom Heiligen Geist befohlen wurde. Genauso wie bei den Ketzerverbrennungen. Oder die Hinrichtung von Giodarno Bruno...
Viel Spass bei der Beratung durch den Heiligen Geist.

Ich bin kein Kreuzritter und auch für Ketzerverbrennungen oder die Hinrichtung von Giodarno Bruno bin ich nicht verantwortlich. Ich bin auch überzeugt, dass hier nicht der Heilige Geist im Spiel war, wer auch immer das behauptet.

Sie möchten mich gerne auf dieselbe Ebene mit Machtmissbrauch in der Kirche stellen, das ist nicht mein Thema und tangiert mich nicht. Macht und Kirche sind ein Widerspruch.

Aber sie tun sich offenbar leichter auf diese Art das Thema Gott und Bibel zu verdrängen. Das ist schade. Vielleicht denken sie mal darüber nach. Es gibt nämlich ein zu spät.

"Die Gewissheit, dass die Bibel wahrhaftig Gottes Wort ist, habe ich vom Heiligen Geist."

Ist Ihnen der Heilige Geist erschienen und hat zu Ihnen gesagt "Ich bin der Heilige Geist", oder wie muss man sich das vorstellen? Und auf welche Weise haben Sie sich vergewissert, dass es sich wirklich um den Heiligen Geist handelt?

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 6 Feb 2023 - 18:18

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Ganz einfach: Das spürt man, wenn man im Gebet und Demut an die Sache herangeht.
Das ist wahrscheinlich schwer zu vermitteln, und daher vermute ich auch das Ende der Diskussion.

Das ist wohl tatsächlich das Ende der Diskussion, denn ein rational denkender Mensch würde dies schlicht als Einbildung bezeichnen, etwas derartiges zu spüren. Und immer wieder behaupten Gläubige, Gott habe ihnen dies und jenes gesagt, manchmal mit schlimmen Folgen für unbeteiligte Mitmenschen.

Die Behauptung "manchmal mit schlimmen Folgen für unbeteiligte Mitmenschen" kann man auf manch andere Ideologien auch anwenden. Wie war das noch mal mit Hitler oder Stalin, oder heute noch mit Kim Jong-un?
Aber daran orientiere ich mich nicht. Ich denke selbst.

ja und? Schon mal was von Whataboutism gehört?

https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism

Ablenkungsmanöver, sonst nichts!

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 18:07

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Na dann halt meine klare Antwort dazu:
Es ist nicht mein Thema weil es mich nicht betrifft. Ich muss hier niemand irgendwie in Schutz nehmen.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 1 Feb 2023 - 09:29

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Und eigentlich wollte ich nur eine falsche Sichtweise zur Bibel korrigieren.
Da zeugt es nicht von offener Diskussionskultur wenn dies mit merkwürdigen Schlagworten vom Tisch gewischt wird. Einfach Nachdenken könnt hier helfen.

Normalerweise lohnt es sich nicht, mit sturen Gläubigen sachlich zu diskutieren. Aber ich habe mir mal die Mühe gemacht, einen relativ kurzen Artikel zu finden, der darüber informiert, dass das AT keinen historischen Hintergrund hat.
Hier ist er:
https://www.welt.de/print-welt/article588738/Und-die-Bibel-hat-nicht-Recht.html
1999 erschienen

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 6 Feb 2023 - 18:13

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Danke für die Mühe, die sie sich gemacht haben. Der Artikel erschüttert mein Weltbild nicht. Es zeigt dabei die klassische Situation:
Wenn man die Bibel mit gläubigem Herzen liest eröffnet sich eine Wahrheit, die auch durch ein paar Unklarheiten nicht so leicht zu erschüttern ist.
Wenn man die Bibel mit dem Ziel sie zu widerlegen liest findet man genug um das zu bestätigen.
Es ist also eine Frage des Standpunkts.

Aha. Sie meinen also, Wissenschaftler (Historiker) setzen sich zum Ziel, etwas zu "widerlegen". Hier ist es aber so, dass Historiker untersuchen müssen, mit wissenschaftlichen Überlegungen, ob eine Behauptung in dem Märchenbuch tatsächlich den Tatsachen entspricht. Hat die Person gelebt? In dem Zeitraum, in dem der Vorfall passiert ist? Stimmen die anderen Daten dazu? Genau das ist geschehen. Es ist bewiesen, dass das AT genauso wie das NT zu 95% erstunken und erlogen ist. Geschrieben von Leuten, die zeitlich Jahrhunderte von den "Tatsachen entfernt waren. Aber kuscheln Sie sich ruhig an Märchenerzähler ran. Sie haben einfach Schiss vor dem Tod. So einfach ist es.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 8 Feb 2023 - 13:19

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Danke für ihren netten Kommentar.
Für mich bleibt die BIbel das wichtigste Buch in meinem Leben und im Sterben.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Mi. 8 Feb 2023 - 16:05

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Tja, damit beweisen Sie, dass Sie im Leben und im Sterben Märchenbücher für ihre wichtigste Wissensquelle halten.

Christian Nentwig (nicht überprüft)

Fr. 10 Feb 2023 - 07:18

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Ja, das ist meine Auffassung. Und der dazugehörige Fakt ist, dass die Märchenbücher AT und NT ja nicht harmlose "Märchen" sind, sondern einen politischen Zweck haben, Menschen im ideologischen Gefängnis einer Ideologie zu halten, die auf Angst, Frauenverachtung, unbedingter Machtausübung und Gehorsam aufgebaut ist.
"Tötet sie alle. Gott kennt die Seinen schon."

Die beschriebenen Fakten habe ich in der Bibel noch nicht entdeckt.
Dass die Bibel missbraucht wurde und auch noch wird ist mir schon klar, aber deswegen ist sie nicht falsch. Ich habe jedenfalls nicht vor jemand zu töten.
Vielleicht haben sie eine andere Bibel, oder sie kennen sie nicht und so ist es für sie dann leichter sie mit ein paar Floskeln als Märchenbücher wegzuschieben.

Paul München (nicht überprüft)

Mi. 8 Feb 2023 - 19:13

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Manche haben auch die "Geschichte der Päpste" in 24 Bänden zuhause stehen, wie einst mein Vater. Ich lebe lieber in der Gegenwart und kommuniziere mit netten Mitmenschen, als über irgendwelche seltsamen Erzählungen der Bibel zu meditieren.

Wir sollten uns übrigens beeilen, in 3 Tagen wird die Diskussion vermutlich geschlossen.

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 18:13

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Also die Geschichte der Päpste und die Bibel sind nicht dasselbe. Da verwechseln sie wieder mal was.
Und ich kommuniziere auch gerne mit netten Mitmenschen, aber wenn sie in ihren Ansichten falsch liegen, dann muss ich was dazu sagen. Das ist gute Praxis in der Kommunikation.

Paul München (nicht überprüft)

Fr. 10 Feb 2023 - 06:13

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Verwechselt habe ich hier nichts, wollte lediglich zum Ausdruck bringen, welche Zeitverschwendung es ist, sowohl sich mit der "Geschichte der Päpste" als auch mit den erfundenen Erzählungen der Bibel zu beschäftigen und das reale Leben zu vernachlässigen, das tausendmal interessanter ist.

Apropos Zeitverschwendung, heute noch werde ich wütend, wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, als ich gezwungen wurde, Gottesdienste zu besuchen, zusätzlich noch Maiandachten und ähnliches, und -Entschuldigung- bescheuerte Liedtexte mitsingen zu müssen.

Franz Edler (nicht überprüft)

Fr. 10 Feb 2023 - 17:17

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Für mich sind das zwei verschiedene Dinge, die "Geschichte der Päpste" und die Bibel. Für sie liegt es auf derselben Linie, ist also Zeitverschwendung.
Für ihre Kindheit und diverse religiöse Zwänge kann ich nichts.

Was mich betrifft kann ich die Fragen nach dem woher, wozu und wohin, vor allem das "wohin" nicht verdrängen. Die Ansicht "nach dem Tod ist einfach nichts" ist falsch, das spüre ich.
Da nützt es nichts wenn ich versuchen würde mir das tagtäglich einzureden. Das klappt bei mir nicht.
Aber da beneide ich auch niemand, der das kann. Mir jedenfalls würde etwas fehlen, das macht mich unruhig.

Paul München (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 17:36

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"Die Ansicht "nach dem Tod ist einfach nichts" ist falsch, das spüre ich."

Der "Siebente Sinn"? Wenigstens bekommen Sie von der Enttäuschung nichts mit, wenn nach dem Tod dann doch Nichts ist. Sie haben dann "nur" eine Menge an Lebenszeit vergeudet für Bibellesen, Gottesdienste besuchen, u.U. Wallfahrten.

weil Ihnen die Gläubigkeit von den Priestern antrainiert worden ist! - man könnte es auch Befangenheit nennen, es ist Ihnen somit unmöglich, UNbefangen an die Texte der Bibel heranzugehen, wie es die Wissenschaftler handhaben. Und den Wahrheitsbegriff haben Sie -Entschuldigung- offensichtlich nicht verstanden.

Was sie alles über mich zu wissen meinen ist erstaunlich.
Aus dieser "Befangenheit" wie sie es nennen strömt für mich Zuversicht, Friede und Freude.
Ich nenne es einfach Wahrheit.

Typische Äußerung eines Menschen, der, in einer Scheinwelt lebend, sich von der Realität abgekapselt hat und mit Händen und Füßen sich dagegen wehrt, wenn andere versuchen, ihm dies klarzumachen.

Rüdiger Pagel (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 13:40

Geht's noch ??

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 14:09

Wenn ein Mann der Kirche Homosexualität als todeswürdiges Verbrechen bezeichnet, dann
ist diese Denkweise islamistisch und damit hetzerisch gegen Menschen gerichtet.
Derartige Aussagen dürften nicht auch noch von einem Gericht einen Freispruch ergeben.
Wenn das die Meinung von unserer Justiz ist, haben wir in der BRD bereits islamische Verhältnisse.

Ein Mensch wie Joseph Ratzinger, welcher Zeit seines Lebens nur gelogen und betrogen hat, was nachweisbar der Fall ist, sollte auch nach seinem Tod dafür gerade stehen und nicht vor der Wahrheit in Schutz genommen werden.
Dies gilt auch für Politische Verbrecher wie z.B. Hitler, Stalin usw.
Insofern ist auch J.Ratzinger ein Verbrecher und sollte als solcher auch in die Geschichte der BRD eingehen.

Die Kirchen haben sich im laufe ihrer Geschichte milliardenfachen Mordes schuldig gemacht, ohne dafür jemals zur Rechenschaft gezogen zu werden und vertuschen auch noch heute ihre Verbrechen an Minderjährigen Kindern beiden Geschlechts, ohne dabei die dafür geltenden Strafen zu bekommen.

Assia Harwazinski (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 17:43

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

... und auch biblische - zumindest alttestamentarische - Verhältnisse: Die Stelle bei Levitikus 20,12 ist eindeutig, sie verurteilt die Homosexualität als todeswürdiges Verbrechen.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 12:11

Antwort auf von Assia Harwazinski (nicht überprüft)

Danke für ihren Kommentar, Bei Leviticus 20,12 geht es um Verkehr mit Verwandtschaft
Was Sie meinten steht bei Leviticus 20,13 wer mit einem Mann schläft wie mit einer Frau
begeht ein Todeswürdiges Vergehen, dies hat der Islam übernommen und wird noch heute
so geahndet.

Assia Harwazinski (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 08:52

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Danke für den Korrekturhinweis. Die genaue Stelle findet sich bei Levitikus unter "Sexuelle Vorschriften": 18,3-30, hier konkret unter 20,2-5 bzw. genau 18:20,22: "Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft, das wäre ein Greuel." (Sogleich danach folgt das Verbot der Unzucht mit Tieren - ein Tatbestand, der offenbar bekannt war). - Bei Levitikus unter 20,11-17 werden die "Unzuchtverbrechen" aufgeführt; dort heißt es konkret unter 20,13: Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Greueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen....". Auch die Unzucht mit Tieren wird kurz darauf mit der Todesstrafe belegt. - All diese Stellen weisen auf Praktiken der Realität hin, also Dinge, die existier(t)en und rechtlich beurteilt wurden. - Diese Angaben sind aus: Die Bibel. Altes und Neues Testament. Einheitsübersetzung, 1980 - für diejenigen, die nachschlagen möchten.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 15:11

Antwort auf von Assia Harwazinski (nicht überprüft)

Richtig, so ausführlich wollte ich nicht schreiben, es geht mir primär darum, dass es in der
BRD kein Gesetz gibt, welches für Homosexualität die Todesstrafe vorsieht, so wie es in islamischen Ländern teilweise noch der Fall ist.
Wenn ein christlicher Pabst derartige Meinungen vertritt, so muss ich konstatieren, dass dieser noch im finstersten Mittelalter lebt.

Assia Harwazinski (nicht überprüft)

Mo. 16 Jan 2023 - 13:19

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Die Verfassung und das Grundgesetz der BRD fußt derzeit auch nicht auf irgendeinem Religionsrecht, sondern auf einem säkularen, basierend auf den ebensolchen Menschenrechten. Das kann sich theoretisch ändern, wenn die aufgrund der "hinkenden Trennung von Staat und Kirchen" sich weiterhin übergriffigen Entwicklung gesellschaftlicher Rechtsbereiche (Arbeits-, Dienstrecht, konfessionell gebundene Stellenausschreibungen für nicht-konfessionelle Arbeitsgebiete und Tätigkeiten sich fortsetzen, ohne dass ihnen dezidiert - evtl. mit juristischen Mitteln/Klagen - Einhalt geboten wird. Das "Böckenförde-Dilemma" sollte zum Gegenstand des Ethik-, Gemeinschaftskunde-, Politik- und Geschichtsunterricht werden, und zwar verpflichtend!

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mo. 16 Jan 2023 - 17:49

Antwort auf von Assia Harwazinski (nicht überprüft)

Hallo Assia, ein interessanter Aspekt, der einer näheren Betrachtung wert ist, Wikipedia ist
da meine Wissensquelle.

wolfgang (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 15:23

Da war einer, der behauptete, er sei der Vertreter Gottes auf Erden. Dann wäre da die Frage, wann hat ein Gott irgendwo da oben den Ex persönlich eingesetzt? So und jetzte
frage ich, wie alt ist denn jener Gott und wieso kommt die Behauptung, er sei männlich?
Wer sah seinen Penis? Ach du lieber Gott!
Und im übrigen, hier in unserem Lande herrscht Presse- und Meinungsfreiheit, Amen!

A.S. (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 15:55

Wenn man sieht wie unsere Politiker um die Wette Bücklinge vor kirchlichen Würdenträgern machen, tot oder lebendig, dann weiß man doch was Sache ist. Oder?
Deutschland ist immer noch eine Theokratie und die "Demokratie" nur Blendwerk. Gläubigen kann man alles verkaufen.

"Gläubigen kann man alles verkaufen."

Solange haben auch Heiratschwindler und Theologen immer noch Hochkonjuktur!

Achim Stößer (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 21:15

Antragsberechtigt sind m.W. nur Angehörige. Da Ratzingers Eltern und Geschwister tot sind, war es wohl ein uneheliches Kind?

Zweiflerin (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 16:13

Antwort auf von Achim Stößer (nicht überprüft)

...oder vielleicht hatte er ja eine heimliche eingetragene Lebenspartnerschaft unter bürgerlichem Namen mit Herrn Gänswein? ;-P

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Mi. 11 Jan 2023 - 23:00

Was gibt es da zu ermitteln ? Der Text liegt vor und kann von jedermann beurteilt werden.
Für mich gibt es keinen Zweifel, dass diese Meinungsäußerung legitim und legal ist.
Wenn wir das „über die Toten nichts Schlechtes“ durch das Strafrecht schützen würden, dürfte man auch über andere verstorbene Staatschefs, z.B. die der DDR, keine kritische Beurteilung ihrer Persönlichkeit und ihres Wirkens mehr veröffentlichen.
Das „geistliche Vermächtnis“ Ratzingers ist übrigens ein Musterbeispiel an irrer Egozentrik. Er lobt seinen Gott für alles Gute das ER ihm, seiner Familie und dem Voralpenland hat angedeihen lassen. Was ER anderen Meschen und Regionen an Leid angetan hat, ist/war für sein Denken und seinen Glauben irrelevant.
Seine vielgepriesene Theo-“logie“ ist nach meiner Meinung geprägt von einem selbstherrlichen Umgang mit der „Heiligen Schrift“ (und von subjektiven Spekulationen). Er hermeneutigt aus ihr alles heraus, was seinem Wohlfühlglauben dienlich ist. Dazu gehört natürlich auch, dass man zwar die Aussage, dass homosexuelle Handlungen Gott ein Gräuel seien, ernst nimmt, die unmittelbar anschließende Anweisung, Homosexuelle zu steinigen, aber unter den Tisch fallen lässt. Das „Lehramt“ rechnet es sich wohl als Verdienst an, dass es solche und ähnliche Anweisungen GOTTES zwar für „heilig“ erklärt, heute aber nicht mehr darauf besteht, sie zu befolgen.
Ein Papst, der die Kriminalgeschichte seiner Kirche schönredet oder sogar verherrlicht, - und das hat Ratzinger getan - hat jede Kritik, auch die an seiner Persönlichkeit, und auch über seinen Tod hinaus, verdient.

David Z (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 09:12

Ich bin anderer Meinung.

Man muss einen Verstorbenen nicht mit "Lobhudeleien" überschütten, wenn man von seinen Ansichten nichts gehalten hat. Aber Verunglimpfung müssen eben auch nicht sein.

Die Aussage " größter queerfeindlicher Hetzer" ist evident unsachlich, da reicht ein Blick Richtung Islam. Sie ist damit klar überzogen und folglich in diffamierender Absicht aufgestellt.

Ähnlich kritisch sehe ich den Kommentar eines Moderators des ÖRR, der während der Berichterstattung den Leichnam verspottend als "Gammelfleisch" bezeichnet hat.

Man muss kein Fan von Religionen sein, um zu erkennen, dass Diffamierungen von Menschen, egal ob lebendig oder tot, inakzeptabel sind und damit zurecht gesetzlich verfolgt werden.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 12 Jan 2023 - 16:38

Antwort auf von David Z (nicht überprüft)

Das heißt, wer heute Adolf Hitler einen Massenmörder nennt, muss damit "zurecht" gesetzlich verfolgt werden?

Hallo, gehts noch, auch Ratzinger ist ein Teil der RKK, welche Milliarden von Menschen im Laufe ihrer Geschichte ermordet haben und im 3.Reich weggeschaut haben bei der Ermordung von Millionen von Juden und anderen unliebsamen Menschen.
Dass dann die Kirchen auch noch geholfen haben diesen Verbrechern die Flucht in einen anderen Kontinent zu ermöglichen, zeigt deren Gesinnung eindeutig.
Solche Menschen haben das Recht auf einen würdigen Nachruf längst verspielt.

David Z (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 09:09

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Ich hatte befürchtet, dass dieser absurde Vergleich kommt.

Nein. Denn auch wenn er persönlich kein Massenmörder war, kann man bei Hitler aufgrund der Tatsache, dass er der leitende Kopf einer massenmordenden Organisation war, aus gutem Grund indirekt einen Massenmörder erkennen.

Ist der Gedanke, dass man weder Lebende noch Verstorbene diffamiert, so abwegig für Sie?

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 15:04

Antwort auf von David Z (nicht überprüft)

Werter Davit Z, weder diffamiere ich lebende oder Tote Personen, dies liegt mir fern..
Aber die Fakten über das Leben eines Menschen kann ich be-oder verurteilen, ob ein Mensch
ein sinnvolles Leben gelebt hat, ohne andere zu schädigen, oder, wie Herr Ratzinger, sein Leben in einem selbstgewählten Narrativ verbringt und dabei die Fakten dieses Narrative verdrängt, welches nachweislich unendliches Leid über die Menschheit gebracht hat, wie es die Kirchen in der Geschichte ihres Daseins getan haben.
Ein solcher Mensch kann keine Huldigung von mir erwarten, eine Diffamierung wäre nur dann der Fall, wenn die Fakten nicht Wahrheit wären, sondern von mir erfunden.

Ein Mensch der andere Menschen NUR belügt und betrügt, wie Sie dem Buch von Jörn Dyck
entnehmen können, hat in meinen Augen das Recht auf den Schutz seiner Untaten verloren.
Dies gilt für alle Päpste und höhere Priester in den Kirchen, egal welcher Konfession, auch
sämtliche Religionen weltweit arbeiten nach dem gleichen Schema, eine Belohnung nach dem Tod und Drohung mit Höllenqualen bei nicht Gehorsam.
Alles nur Märchengeschichten zum Geld und Machtvorteil für die Verkünder der Märchen.

Menschen wie diese, welche nie wirklich produktiv arbeiten, sind in meinen Verständnis nichts anderes als Schmarotzer am Volksvermögen.
Mir tun nur die niedrigen, hilfsbereiten Angestellten oder ehrenamtlich tätigen Menschen in den Kirchen leid, welche von den skrupellosen oberen Geistlichen nur ausgenützt werden.
Da auch ich, als nahezu lebenslanger Atheist diese Schmarotzer von meinen Steuergeldern
zwangsweise bezahlen muß, zeig deutlich, dass die weltlichen Schmarotzer (Politiker) bei
diesem Spiel mitmachen.
Ein selbstbestimmtes Leben ist dadurch nahezu ausgeschlossen, in unserer Theokratie.
Vielleicht verstehen Sie mich jetzt besser.

David Z (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 19:46

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Dass Sie Verstobene nicht diffamieren, freut mich. Dann sind wir sicher einer Meinung, dass die oben erwähnte Aussage "größter queerfeindlicher Hetzer" mindestens grenzwertig ist.

@David Z: Genauer lesen, dann hättest Du Dir schon den Anfangskommentar sparen können. Die angeblich "oben erwähnte Aussage" ist gar nicht oben erwähnt worden.

Die oben erwähnte Aussage (und somit der Titel des Artikels auf queer.de) lautet:

"Mit Ratzinger starb einer der größten queerfeindlichen Hetzer".

Und schon ist das gar nicht mehr so grenzwertig, sondern recht angemessen.

Nein, auch "einer der größten queerfendlichen Hetzer" ist selbstverständlich nicht angemessen, weil auch diese Behauptung eine unsachliche, den Fakten nicht standhaltende und somit diffamierende Aussage darstellt.

Herbert Georg (nicht überprüft)

Fr. 27 Jan 2023 - 03:16

Antwort auf von David Z (nicht überprüft)

Sehr interessante Diskussion. Ratzinger war, bis er Papst wurde, das Oberhaupt der kath. Glaubenskongregation; also deren mächtigste Instanz in vielen Fragen. Und damit der eindeutige, von ihm in einer im Fernsehen vor Jahren ausgestrahlten Sendung stolz zugegebene juristische Nachfolger der sogenannten "heiligen" Inquisition. Damals auf die Gräueltaten und 1000-fachen Morde im Namen der Inquisition angesprochen, antwortete dieser Verbrecher im Geiste treuherzig aber eindeutig, was man der Inquisition denn vorwerfe. Denn da hätten zum ersten Mal richtige Prozesse stattgefunden und das sei doch anerkennenswert. So viel menschenverachtende Borniertheit ist noch immer kaum zu ertragen. Er soll ja in den letzten Jahren an einem Buch, u.a. mit Erinnerungen an seine Jugendzeit als Hitler-Junge Ratzinger gearbeitet haben. Das Buch sollte den Titel tragen:" Mein Vatikampf". Wie ich hörte sollen einige italienische Bischöfe, denen ein Deutscher als Papst nie gepasst hatte, spontan und frohgemut ihr Kirchenliedchen angestimmt haben: Nun danket alle Gott, jetzt ist er endlich fort! Satire muß sein und die noch immer stärkste Lobby, den Bundestag in Berlin umschwirrend, stellen immer noch die Kirchen allen Couleurs. Deren verbissenen Selbsterhaltungstrieb kann man nur mit dem Ausspruch von Joachim Ringelnatz ertragen:" Humor ist der Knopf, der verhindert, daß uns der Kragen platzt".

wolfgang (nicht überprüft)

Mi. 18 Jan 2023 - 08:09

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Hitler wurde nie exkommuniziert und das Reichskonkordat hat noch heute seine volle Gültigkeit, mit einer einzigen Ausnahme, die Glocken läuten nicht mehr zu Ehren des Führers!

Michl Deutscher (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 08:11

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen und über die Freischaltung zu entscheiden.

Nun ich bin ja gespannt, ob Sie auch Andersdenkenden wie mir das Recht einräumen anders zu denken. Weil das gehört ja auch zur Toleranz.
Wie kann es denn sein, dass es gerade die so angeblich toleranten Humanisten sich anmassen über Verstorbene zu hetzen? Die Toleranz der ach so toleranten ist dann zu Ende, wenn sie selbst kritisiert werden. Für mich war Ratzinger ein brillanter Theologe und wird es bleiben. Genauso wie es G.L. Müller ist. Sie sprachen Pastor Olaf Laatzel an. Hat er denn nicht auch das Recht anderer Meinung zu sein? Und wenn er etwas im privaten Kreis äussert es auch sein gutes Recht ist? Auch humanistischer Atheismus kann eine menschenverachtende Ideologie sein, die Millionen von Menschen das Leben gekostet hat. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Aus der Sicht von Dawkins und anderer Evolutionsschwurbler ist jeder Genozid und Demozid gerechtfertigt. Das ist im Prinzip auch die Position Hararis. Der wissende Mensch soll zum transhumanen göttlichen Menschen werden, der sich selbst zum Massstab aller Dinge macht. Wo es keinen Gott mehr gibt ist alles erlaubt. Sollen etwa die 0,01% der Superreichen und ihre WEF Satrapen über die 99,9% herrschen? Ich denke alle sind gleich wertvoll.
Wer die Bücher Ratzingers nicht kennt, der sollte besser seinen Mund halten. Amen!

@ Michl Deutscher: "Auch humanistischer Atheismus KANN eine Menschenverachtende Ideologie sein".
Wie uns aber die Geschichte der Erde lehrt, ist in allen religiös geprägten Ländern immer
Mord und Totschlag an der Tagesordnung gewesen und ist es noch.
Es gibt kein Land auf der Erde, in dem der Glaube an ein erfundenes Geisteswesen Friede gebracht hat, im Gegenteil, lesen Sie die Bibel, dann sehen Sie dass dort NUR gemordet
und abgeschlachtet wird und so läuft es auch noch heute in den ach so frommen Islamischen Ländern.
Träumen Sie weiter vom Heil durch einen Gott und verschließen sie die Augen vor der Realität.

@Deutscher Michl
Ich zweifle zwar daran, dass es Sinn macht, mit Ihnen zu argumentieren, aber auf folgendes möchte ich doch hinweisen:
1, „DIE HUMANISTEN“ sind bei weitem keine so homogene Gemeinschaft und schon gar nicht so streng hierarchisch organisiert wie die katholische Kirche. Deren absoluter Herrscher, der als Stellvertreter Gottes unbedingten Gehorsam von seinen Untergebenen verlangte, war J.A. Ratzinger. Eine auch nur annähernd vergleichbare Authorität gibt es bei den Anhängern des Humanismus nicht. Die Aussagen eines Ex-Papstes fließen in die Ideologie der römisch katholischen Kirche ein und entfalten da ihre unheilvolle Wirkung. So wie diese Ansichten nach dem Tod des „Großen Theologen“ in unkritischen Lobhudeleien gefeiert werden, erfordert es geradezu, dass sie, auch in drastischen Formulierungen, kritisiert werden. Von Hetze kann da keine Rede sein.
2. Dawkins und anderen „Evolutionsschwurbelern“ geht es niemals um irgendwelche „Rechtfertigungen“ – ist mir schleierhaft wie Sie auf sowas kommen – sondern um Wissenschaft, redliche Wissenschaft, die versucht Tatsachen zu ergründen.
3. „transhuman“ und „göttlich“ sind ganz verschiedene Dinge. Im Gegensatz zu religösen Gottgläubigen versucht kein Atheist, an die Stelle Gottes zu treten, wie Kirchen- bzw. Religionsfürsten immer wieder gerne behaupten. Und sie versuchen auch nicht „sich zum Mass aller Dinge zu machen“ (DAS ist eine schwurbelige Formulierung). Es sind aber immer Menschen, die behaupten, das „Mass Gottes“ zu kennen. Auch bete ich als Atheist nicht Satan an, wie Bergoglio mal verkündete. Anbetung ist aus meinem Verhaltensportefolio vollkommen verschwunden,
4. Menschliche „Ungeheuer“, die, denen Sie „humanistischen Atheismus“ unterstellen, haben gewiss auch unendlich viel Leid über die Menschheit gebracht. Ich darf aber darauf hinweisen, auch wenn es Hunderte vor mir schon getan haben, dass A. Hitler, den Sie sicher auch dazu zählen, katholisch war und niemals exkommuniziert wurde.
5. Das unsägliche „Wo es keinen Gott mehr gibt, ist alles erlaubt“ ist es eigentlich gar nicht wert, noch ein weiteres mal zurechtgerückt zu werden. In allen Kulturen gab es jedenfalls bisher Gott oder Götter, und was da alles erlaubt oder von Gott sogar angeordnet wurde an Brutalität und Grausamkeit, spottet jeder Beschreibung. Zynisch könnte man sogar sagen „Schlimmer kanns gar nicht mehr kommen“. Es sei denn man glaubt an die Offenbarung des Johannes („Heilige Schrift“, Sie erinnern sich ?).
6. Was die Superreichen jetzt zum Thema beitragen sollen, ist mir schleierhaft. Unter ihnen gibt es sicher Atheisten, Humanisten … aber auch solche, die heilige Eide auf gleich zwei Bibeln schwören.
7. Ich kenne die Bücher Ratzingers nur in Ausszügen, sie sind es mir nicht wert, Geld dafür auszugeben. Trotzdem lasse ich mir von Ihnen nicht das Wort verbieten. Ich kenne aber seine Enzykliken, d.h. ich habe sie sorgfältig und vorurteilsfrei gelesen. Ich komme mir da vor wie im griechischen Götterhimmel, nur dass die Götter nicht Zeus und Apollo heißen sondern Liebe und Glaube und Wahrheit und Unentgeltlichkeit und Das Böse und Die Gottlosigkeit und was noch alles, die da alle umeinander wuseln und sich gegenseitig beeinflussen; und das ganz abgehoben von jeder Lebenswirklichkeit. DAS nennt man Schwurbelei ! Oder können Sie mir erklären, was „Die Liebe“ da in „Der Wahrheit“ drin zu suchen hat ?

"Wer sich nicht über das Christentum empört, kennt es nicht. Dr.Dr. Joachim Kahl ehem. ev. Theologe Das "Elend des Christentums"

Ich spreche den meisten Christen ab, das sie die Bibel von vorne bis hinten durchgelesen haben. Ich ja, denn sonst wäre ich kein Atheist
Ich behaupte auch, die meisten Christen wisssen nicht und wollen auch nicht wissen, was
in dr Bibel steht.. Unliebsame Verse sind z.B. von Menschen dem armen Jesus in den Munde gelegt. weil sie ihn nicht leiden konnten oder vom Teufel persönlich in die Bibel geschrieben. (Aussage meine katholisch-bayerischen Ehefrau!!) Wagt da der Michl zu widersprechen?
Jeder Gläubige bastelt sich seinen Glauben so zurecht, wie er ihm am besten in den eigenen Kram passt. Da wird schon mal gelogen, betrogen, vertuscht usw. usw.
Und darf es noch ein bisschen mehr sein? Die Frauen auf den Scheiterhaufen, die Frauen, die vor ihrem Tod noch von Mönchen vergewaltigt wurden,die Inquisition, die Folterkammern, die Gebete für den Führer und dem lieben Gott war alles egal?

Was ist denn dieser Gott für ein Scheusal!

Ich fürchte keinen Gott oder das Jesulein, ich fürchte die Menschen, die an so einen Mist
glauben, denn sie sind- wie die Vergangenheit gezeigt hat, zu allem fähig!! Toleranz Ende.

Marc (nicht überprüft)

Fr. 13 Jan 2023 - 15:56

Ich bin vor 30 Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Darüber ärgere ich mich heute!
Nicht über den Austritt sondern darüber, dass ich den nicht schon 10 Jahre früher eingeleitet habe.

wolfgang (nicht überprüft)

Mo. 16 Jan 2023 - 12:35

Ratzinger war nur ein Mensch, bisschen geisteskrank, denn wie kann man sich als Stellveertreter Gottes auf Erden bezeichnen, wenn es doch gar keinen Gott gibt? Wie kann man in einem Weltraum leben. ohne Licht und Wasser? Und nach der Sintflut heißt es immer noch "lieber Gott"? lmdaA!

Roland Fakler (nicht überprüft)

Mo. 16 Jan 2023 - 16:08

Das ganze Unheil, die Kriege und Streitigkeiten, die das Christentum in den letzten 2000 Jahren angerichtet hat, beginnen letztlich mit dem anmaßenden und absurden Herrschaftsanspruch eines jüdischen Wanderpredigers.

Wolfgang (nicht überprüft)

So. 22 Jan 2023 - 10:36

Ist der Herr Ratzinger im Himmel angekommen oder hockt er immer noch in der Warteschleife? In den Medien finde ich keine Hinweise, seltsam, seltsam...........

Roland Fakler (nicht überprüft)

Di. 31 Jan 2023 - 12:48

Warum werden Bibeltexte immer wieder falsch verstanden? Weil es der Papst immer wieder versäumt, Herrn Edler zu fragen, wie sie gemeint sind!

Daniela Wakonigg

Die Autorin ist studierte Philosophin, Theologin und Germanistin. Sie lebt in Münster (Westf.) und arbeitet als freie Autorin und Journalistin für Hörfunk- und Print-Medien. Sie ist u. a. Redakteurin der Zeitschrift MIZ und war von 2016 bis Anfang 2024 stellvertretende Chefredakteurin des hpd.

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