Islam

Mädchen verlassen Schulen wegen Hijab-Verbotes

Etwa ein halbes Jahr ist vergangen, seit das Oberste Gericht des indischen Bundesstaates Karnataka eine Entscheidung der örtlichen Regierung stützte, die das Tragen religiöser Applikationen zur Schuluniform in Bildungseinrichtungen verboten hatte. In Protesten gegen das Urteil hatten muslimische Mädchen und junge Frauen angekündigt, Schulen und Universitäten zu verlassen, sollte das Trageverbot für Hijab und Co. durchgesetzt werden. Etwa 16 Prozent von ihnen haben ihre Ankündigung wahr gemacht.

Keine Frauen mehr in Werbespots

Die Behörde, die in der Islamischen Republik Iran für das "Gebot des Rechts und das Verbot des Bösen" zuständig ist, reichte kürzlich eine Klage gegen den Eiscremehersteller Domino ein – wegen zwei Werbespots, die "gegen die guten Sitten verstoßen" und "die Werte von Frauen beleidigen". Damit das nicht noch einmal passiert, hat die iranische Regierung angekündigt, die Präsenz von Frauen in der Werbung gänzlich zu verbieten.

Symbolbild

Islamischer Prediger: Waldbrände durch Frauenfußball

Verheerende Waldbrände haben weite Regionen im Norden Marokkos verwüstet, außerdem leidet die Bevölkerung unter einer Explosion der Lebensmittelpreise. Als angebliche Ursache dieser Übel brandmarkt ein islamischer Prediger den Erfolg des Landes im Frauenfußball. Die Spielkleidung sei für muslimische Frauen "unzulässig", die Ausrichtung eines internationalen Turniers in dem Land eine schwere Sünde.

Gibt es eine islamische Bringschuld?

Es gibt im Islam Problemfelder, die nicht zu leugnen sind, und es liegt an den Muslimen, diese zu bearbeiten und eine Lehre zu etablieren, die weltweit keinen Spielraum für tödliche Fatwas lässt. Das findet der österreichische Autor Niko Alm.

University College, Western University

Lesbische Muslimas beleidigen religiöse Gefühle

Die Western University im kanadischen London feierte den Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie mit einem Post auf Instagram. Auf dem Bild waren auch zwei Muslimas zu sehen, die sich küssen möchten. Das sorgte für Proteste der islamischen Community. Die Universität löschte das Bild – was queeren Mitarbeiter*innen missfiel. Ein Fall aus Kanada, der einen Konflikt offenbart zwischen Toleranz gegenüber Religion und Toleranz an sich.

Kostenlose Drinks für Maria und Mohammed

Wohl um mehr Publikum in ihre Filiale der Holywings Bar- und Restaurantkette in Indonesiens Hauptstadt Jakarta zu locken, hatten sechs Barkeeper kostenlosen Gin für Frauen namens Maria und Männer namens Mohammed versprochen. Nach einer Anzeige religiöser Gruppen schlossen Behörden die Bar. Die Barkeeper sehen sich nun mit dem Vorwurf der Blasphemie konfrontiert. Holywings hat sich für die Promo-Aktion entschuldigt. Human Rights Watch stuft die Reaktion auf die harmlose Aktion als gefährlich ein.