Am Samstag hatten wieder zahlreiche Organisationen zum "Worldwide Day of Genital Autonomy" (WWDOGA) aufgerufen. Bei diesmal sommerlichen Temperaturen wurde vor dem Kölner Dom im Rahmen einer internationalen Kundgebung das Recht auf genitale Selbstbestimmung – also der Schutz vor nicht-therapeutischer Genitalbeschneidung Minderjähriger – gefordert. Mehr →
Seit zwölf Jahren reist die Aktionsgruppe "11. Gebot" zu jedem Kirchen- und Katholikentag, um mit ihrer drei Meter hohen Moses-Figur an das "11. Gebot" zu erinnern: "Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!" Beim vom 13. bis 17. Mai stattfindenden Katholikentag in Würzburg wird "Moses" durch die bekannten Skulpturen des "Hängemattenbischofs"... Mehr →
Homöopathie, Schöpfungsglaube im wissenschaftlichen Gewand, Verschwörungsmythen, Künstliche Intelligenz und das Spannungsfeld zwischen Politik und Wissenschaft – das sind nur einige Themen der "SkepKon 2026", veranstaltet von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). Diese größte skeptische Konferenz Deutschlands findet vom 14. bis 16. Mai in Regensburg statt und richtet... Mehr →
In seiner gestrigen Sitzung hat der Saarländische Landtag eine Verfassungsänderung beschlossen, die unter anderem die Ergänzung der Präambel um einen Gottesbezug umfasst. Von SPD und CDU war dies zunächst nicht vorgesehen. Erst nach der öffentlichen Anhörung kamen die Worte "in der Verantwortung vor Gott" in politischen Verhandlungen mit Nachdruck auf... Mehr →
In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum. Die Redaktion möchte diese Zeit Revue passieren lassen und jeden Monat auf einen Artikel oder ein Thema hinweisen, der beziehungsweise das die Gesellschaft mitverändert hat. Heute blicken wir auf die Buskampagnen 2009 und 2019 zurück. Mehr →
Die Kirchen in Hannover bewerben derzeit offensiv ein neues Format der "Lebenswendefeier" – ein Übergangsritual für Jugendliche, ausdrücklich offen für Menschen ohne kirchliche Bindung. Zeitgleich wurde dem Jugendverband Junge Humanisten (JuHu) Hannover die kommunale Förderung entzogen. Hier stellt sich eine grundsätzliche Frage: Wie ernst meinen es Politik und Verwaltung mit... Mehr →
In den ersten Tagen des Irankriegs führte der hpd ein Interview mit dem Vorsitzenden der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon. Es ging dabei um eine humanistische Einschätzung der kurz zuvor erfolgten amerikanischen und israelischen Angriffe auf das Mullahregime. Damals verwies Schmidt-Salomon sowohl auf die Chancen als auch auf die Risiken dieses Krieges... Mehr →
Die Trennung von Staat und Religion ist ein Grundpfeiler der US-amerikanischen Verfassung. Doch die Trump-Regierung und mit ihr christliche Nationalisten treiben die Infiltrierung staatlicher Einrichtungen mit Glaubensinhalten voran. Gleichzeitig will Trump gegen eine angeblich weit verbreitete Diskriminierung von Christen im Bundesapparat vorgehen. Aber findet diese Diskriminierung überhaupt statt? Die Organisation... Mehr →
Deutschlandweit sinken die Zahlen der Theologiestudierenden seit Jahren drastisch. Umso erstaunlicher ist es, dass gleichzeitig neue bekenntnisgebundene Strukturen aufgebaut werden – etwa durch die Einrichtung einer islamisch-theologischen Fakultät an der Universität Münster. Angesichts knapper öffentlicher Mittel stellt sich daher umso dringlicher die Frage: Warum hält der Staat nicht nur an... Mehr →
Das Landtagswahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt entwirft auf 156 Seiten das Bild eines umfassenden politischen und gesellschaftlichen Umbaus, der besonders auf Migration, Kulturpolitik und einen starken Staat fokussiert. Im Zentrum stehen dabei eine restriktive Asylpolitik sowie eine ideologisch aufgeladene Neuausrichtung von Bildung, Familie und Kultur. Das nun beschlossene sogenannte "Regierungsprogramm"... Mehr →
Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) Bayern hatte bereits im Frühjahr 2022 eine Umfrage durch das größte deutsche Meinungsforschungsinstitut GfK in Auftrag gegeben. Dabei befürworteten auch 64 Prozent der Bayern einen gemeinsamen Ethikunterricht für alle Schüler. Der Vorsitzende des bfg Bayern, Frank Riegler, fordert die politisch Verantwortlichen dazu auf, dieses deutliche Ergebnis umzusetzen. "Einer für alle – Ethik" sollte demnach für die bayerischen Schulen gelten.
Ein Jahr nach dem Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) zogen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft und Religionsgemeinschaften in einer öffentlichen Veranstaltung des Arbeitskreises Politischer Islam (AK Polis) eine erste Bilanz. Im Mittelpunkt standen die Hintergründe des Verbots, mögliche Auswirkungen auf islamistische Netzwerke in Deutschland sowie der Umgang mit legalistischem Islamismus. Dabei wurden auch kritische Fragen zur Rolle des Staatsvertrags mit islamischen Verbänden und zu langfristigen integrationspolitischen Zielen diskutiert. Die Veranstaltung zeigte, wie komplex die Balance zwischen religiöser Freiheit und staatlicher Sicherheit bleibt.
Es geht zwar nur um zwei Unterrichtsstunden, vor allem aber geht es um Grundsätzliches: Inwieweit darf eine (nicht konfessionsgebundene) Schule während der Unterrichtszeit einen christlichen Schulgottesdienst organisieren? Wie wirkt eine solche religiöse Veranstaltung auf das soziale Gefüge der Schülerinnen und Schüler?
Mit einem Vortrag zum Thema "Kritischer Rationalismus – Durch Irrtum zum Erfolg" fand erneut eine erfolgreiche Veranstaltung der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) Bodensee im "Humanistischen Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz" (hbbk) statt.
Für einen CDU-Politiker ist es ein ungewöhnlicher Vorstoß: Friedrich Merz hat sich bei einem Besuch der Medizinischen Hochschule Hannover öffentlich für eine strikte Trennung von Staat und Religion an deutschen Hochschulen ausgesprochen. Ein grundsätzlich begrüßenswertes Anliegen – wäre seine Kritik nicht so einseitig: Merz nahm ausschließlich muslimische Studierende ins Visier und schwieg auffällig zu christlichen Einflüssen auf den akademischen Betrieb.
Im Mai 2025 fand die kontroverse "Islamwoche" an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Kiel statt. Die von der Islamischen Hochschulgruppe Kiel (IHG) organisierte Veranstaltung löste Kritik wegen Vorgaben zur Geschlechtertrennung und des Auftritts eines dem Salafismus zugeordneten Redners aus. Die Universität distanzierte sich von den Inhalten und entzog der IHG daraufhin die Nutzungsrechte für Räume und Infrastruktur, während politische Akteure eine schnelle Aufklärung und Konsequenzen forderten.
Neun Jahre brauchten die Mühlen der bayerischen Justiz um ein Urteil zu christlichen Symbolen in staatlichen Gymnasien zu verkünden. Jetzt stellt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in seiner Urteilsbegründung fest, dass vorliegend die missionarische Wirkung des streitgegenständlichen Kruzifixes, insbesondere aufgrund seiner Größe und Positionierung, nicht ausgeschlossen werden kann. Der bfg Bayern begrüßt das Urteil.
Der Juni war Pride-Month. In nahezu jeder deutschen Großstadt – oder zumindest in jeder Universitätsstadt – zogen Christopher-Street-Day-Paraden durch die Straßen. Besonders bemerkenswert ist die Parteinahme manch queerer Aktivisten für Palästina unter dem Label "Queers for Palestine" – ausgerechnet für eine Region, in der bei Homosexualität Gefängnis oder gar Lynchjustiz durch die eigene Familie droht. Welche ideologische Basis prägt diese Bewegung? Passend dazu hat hpd-Autor Moritz Pieczewski-Freimuth ein umfassendes Working Paper am Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Schröter veröffentlicht. In Teil 1 präsentiert der hpd ausschnittsweise die Analyse der Thesen der Vordenkerinnen Butler, Davis und Puar.
In Köln sollen Spielplätze zukünftig nicht mehr Spielplätze heißen und Netz und Medien diskutieren über Sinn und Unsinn einer solchen Aktion. Ist es ein wichtiger Schritt zu mehr Inklusion oder handelt es sich um den nächsten Schildbürgerstreich weltfremder Bürokraten? Ein Plädoyer, den "Wutbürger" neu zu denken.
Bereits im vergangenen Jahr berichtete der hpd, wie ein Bündnis zivilgesellschaftlicher und politischer Organisationen – initiiert von Frederic Forkel von der Partei der Humanisten (PdH) – in der AfD-Hochburg Sonneberg einen Christopher Street Day (CSD) auf die Beine stellte. In jener Stadt, in der die AfD erstmals einen Landrat stellen konnte.
Seit 1954 ist es Religionsgemeinschaften in den Vereinigten Staaten verboten, explizite Wahlempfehlungen auszusprechen, wenn sie ihre Steuerbefreiung behalten wollen. In einem aktuell laufenden Gerichtsverfahren argumentiert der Internal Revenue Service (IRS), dass dieses Gesetz verfassungswidrig sei, weil es das Recht auf freie Meinungsäußerung beschneide. Die Freedom From Religion Foundation warnt: Wenn dem Finanzamt ein Gesetz nicht schmeckt, kann es zwar dagegen klagen, aber nicht unilateral dessen Durchsetzung verweigern.
Seit Jahren wird das vermeintliche Hauptmotiv für den Kirchenaustritt wie ein Mantra wiederholt: die Kirchensteuer. Sie gilt vielen als Symbol für eine überholte Institution, als finanzielle Belastung oder als bürokratische Zumutung. Doch eine neue repräsentative Umfrage zeigt: Diese Erklärung greift viel zu kurz. Der schwindende Rückhalt der Kirchen in der Bevölkerung lässt sich nicht allein monetär begründen. Die Zahlen dokumentieren einen tiefgreifenden kulturellen und gesellschaftlichen Wandel.
Anlässlich der Kampagne gegen Prof. Frauke Brosius-Gersdorf hat die Humanistische Union einen Offenen Brief an die Mitglieder der Bundestagsfraktion der Union geschrieben. Der hpd dokumentiert ihn im Wortlaut.
Beim diesjährigen Forum von Gesellschaft für kritische Philosophie und Humanistischer Akademie sollen der gegenwärtige Zustand wie die Aussichten offener Gesellschaften diskutiert und dabei auch hochaktuelle Entwicklungen in den Blick genommen werden. Die eintägige Veranstaltung findet am 11. Oktober in Nürnberg statt.
Gibt es Handlungsbedarf, dass der Staat Verfahrensregeln für die Hilfe zur Selbsttötung aufstellt? In einer parteiübergreifenden Initiative wollen es Abgeordnete demokratischer Parteien nicht länger beim Status Quo belassen. Anders als vor zwei Jahren soll nur ein einziger Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht werden.
Die demografische Entwicklung wird häufig als Hauptursache angeblicher Rentenkrisen angeführt. Dabei ist nicht das zahlenmäßige Verhältnis der Generationen entscheidend, sondern...
Ab dem Schuljahr 2026/2027 muss in Bayern an allen Schulen bei den Abschlussfeiern die Bayernhymne abgespielt werden. Der Bund für Geistesfreiheit Bayern kritisiert diese...
Morgen ist "Christi Himmelfahrt", zehn Tage später folgt "Pfingsten" – Kuriositäten des christlichen Feiertagskalenders, die noch immer gesetzliche Feiertage sind. Michael...
Morgen Abend ist der Wissenschaftsjournalist Dr. Thomas Bührke zu Gast im Live-online-Format "Sternenklar". Der Physiker und Buchautor spricht über den genialen Mathematiker Alan...
Ein weiterer Erfolg für konservative Christen: Ein texanisches Berufungsgericht hat entschieden, dass in öffentlichen Schulen die Zehn Gebote in jedem Klassenzimmer aufgehängt...
Die Bundesregierung hält unbeirrt an der Erzählung fest, die Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sei ein "historischer Meilenstein". Wer sich jedoch anschaut, was...
China bezeichnet sich selbst als Vielvölkerstaat. Offiziell gibt es 56 anerkannte Ethnien. Doch während Mitgliedern ethnischer Minderheiten teils gewisse Sonderrechte zustehen,...
Die Ankündigung, für den Kölner Dom sowie für die Nürnberger Sebaldus- und Lorenzkirche zukünftig Eintritt zu verlangen, sorgt für erheblichen Diskussionsstoff. Doch ist diese...
Der 13. Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit geht an Yahya Ekhou aus Mauretanien und Natalja Kljutscharjowa aus Russland. Beide erhalten jeweils 10.000 Euro...