In seiner gestrigen Sitzung hat der Saarländische Landtag eine Verfassungsänderung beschlossen, die unter anderem die Ergänzung der Präambel um einen Gottesbezug umfasst. Von SPD und CDU war dies zunächst nicht vorgesehen. Erst nach der öffentlichen Anhörung kamen die Worte "in der Verantwortung vor Gott" in politischen Verhandlungen mit Nachdruck auf... Mehr →
In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum. Die Redaktion möchte diese Zeit Revue passieren lassen und jeden Monat auf einen Artikel oder ein Thema hinweisen, der beziehungsweise das die Gesellschaft mitverändert hat. Heute blicken wir auf die Buskampagnen 2009 und 2019 zurück. Mehr →
Die Kirchen in Hannover bewerben derzeit offensiv ein neues Format der "Lebenswendefeier" – ein Übergangsritual für Jugendliche, ausdrücklich offen für Menschen ohne kirchliche Bindung. Zeitgleich wurde dem Jugendverband Junge Humanisten (JuHu) Hannover die kommunale Förderung entzogen. Hier stellt sich eine grundsätzliche Frage: Wie ernst meinen es Politik und Verwaltung mit... Mehr →
In den ersten Tagen des Irankriegs führte der hpd ein Interview mit dem Vorsitzenden der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon. Es ging dabei um eine humanistische Einschätzung der kurz zuvor erfolgten amerikanischen und israelischen Angriffe auf das Mullahregime. Damals verwies Schmidt-Salomon sowohl auf die Chancen als auch auf die Risiken dieses Krieges... Mehr →
Während Papst Leo XIV. den Krieg im Nahen Osten verurteilt, berufen sich politische Akteure weiterhin auf religiöse Rechtfertigungen für militärische Gewalt. Die alte Lehre vom "gerechten Krieg" erlebt dabei eine fragwürdige Renaissance. Mehr →
Die Trennung von Staat und Religion ist ein Grundpfeiler der US-amerikanischen Verfassung. Doch die Trump-Regierung und mit ihr christliche Nationalisten treiben die Infiltrierung staatlicher Einrichtungen mit Glaubensinhalten voran. Gleichzeitig will Trump gegen eine angeblich weit verbreitete Diskriminierung von Christen im Bundesapparat vorgehen. Aber findet diese Diskriminierung überhaupt statt? Die Organisation... Mehr →
Deutschlandweit sinken die Zahlen der Theologiestudierenden seit Jahren drastisch. Umso erstaunlicher ist es, dass gleichzeitig neue bekenntnisgebundene Strukturen aufgebaut werden – etwa durch die Einrichtung einer islamisch-theologischen Fakultät an der Universität Münster. Angesichts knapper öffentlicher Mittel stellt sich daher umso dringlicher die Frage: Warum hält der Staat nicht nur an... Mehr →
Eine aktuelle Studie der Universität Bochum bringt den zunehmenden Religionsverlust in Zusammenhang mit erhöhten Raten von Angststörungen bei jungen Menschen. Brauchen wir also doch wieder stärkere religiöse Strukturen und in der Gesellschaft fest verankerte religiöse Werte? Mehr →
Die politische Kommunikation in Deutschland ist seit Jahren von einem Begriff geprägt, der seine ursprüngliche Bedeutung weitgehend verloren hat: "Reformen". Kaum ein Interview, kaum eine Regierungserklärung, kaum ein Leitartikel kommt ohne ihn aus. Er steht im Raum wie ein ständiges Hintergrundrauschen, das Aktivität suggerieren soll, Modernität, Entschlossenheit. Doch je häufiger... Mehr →
Das Landtagswahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt entwirft auf 156 Seiten das Bild eines umfassenden politischen und gesellschaftlichen Umbaus, der besonders auf Migration, Kulturpolitik und einen starken Staat fokussiert. Im Zentrum stehen dabei eine restriktive Asylpolitik sowie eine ideologisch aufgeladene Neuausrichtung von Bildung, Familie und Kultur. Das nun beschlossene sogenannte "Regierungsprogramm"... Mehr →
Berlin, Moabit: In der Carl-Bolle-Grundschule gibt es von streng muslimischen Eltern schon Beschwerden, wenn Lehrerinnen zu kurze Röcke tragen. Und dann sagt Oziel Inácio-Stech seinen Schülern, dass er schwul ist. Die Geschichte eines Albtraums.
Auf dem Spiegel-Cover "Gotteskrieger" taucht neben bekannten Figuren der US-Rechten auch Doug Wilson auf – ein evangelikaler Pastor, der durch extrem konservative und teils offen frauenfeindliche sowie rassistische Positionen auffällt. Wilsons Einfluss wächst, nicht zuletzt durch prominente Unterstützer wie Kriegsminister Pete Hegseth und Plattformen wie der von Tucker Carlson. Der Schulterschluss zwischen evangelikalen Hardlinern und katholischen Integralisten rund um Vizepräsident JD Vance wirft Fragen zur religiösen Ausrichtung der US-Politik auf.
Dieser bisher nicht veröffentlichte Artikel hat den zweiten Platz des ersten Helmut-M.-Selzer-Journalistenpreises des hpd gewonnen, der am Wochenende verliehen wurde. Diesjähriger thematischer Schwerpunkt waren die Werte der Offenen Gesellschaft.
Ein neues Buch beschreibt, wie Björn Höcke wurde, was er ist, wie sein Denken und seine Propaganda funktionieren und wie er es schaffte, die AfD zu dem zu machen, was sie heute überwiegend ist: rechtsextrem.
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat sich auf einen Gesetzesentwurf für Selbstbedienungs-Supermärkte geeinigt. Künftig dürfen die SB-Märkte auch sonntags geöffnet haben. Das Gesetz hat aber einen Haken: es verpflichtet SB-Supermärkte dazu, die Öffnungszeiten am Sonntag an die Hauptgottesdienstzeiten anzupassen. Betreiber sehen dadurch ihre Wirtschaftlichkeit gefährdet. Kirchen und CDU betonen den verfassungsrechtlichen Sonntagsschutz, der Ruhe und Gottesdienstbesuch beinhaltet. Kritiker halten die Vorgabe für unnötig und unpraktisch.
Der Krieg in Nahost bewegt sowohl Juden wie auch Palästinenser, die in München leben. Darüber sollte mehr gesprochen werden – und die Stadtspitze sollte eine wichtige Aufgabe wahrnehmen.
Unter dem Vortragstitel "Alles Schwurbler oder einfach psychisch gestört? Eine differenzierte Betrachtung pseudowissenschaftlicher Überzeugungen" referierte hbbk-Leiter Alexander Wolber über den in der Wissenschaft wenig beachteten Zusammenhang von pseudowissenschaftlichen Überzeugungen und schizophrenen Störungen.
Die Kulissen, das Bühnenbild sind längst entsorgt, das Theaterstück hatte nie seine Premiere. Denn es wurde abgesetzt von der Intendanz des Theaters Osnabrück. Und doch geben sich die vom Intendanten gefeuerten Köpfe hinter dem abgesagten Stück nicht geschlagen. Dem Stück, in dem es um den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche und die jahrelange Vertuschung gehen sollte. Ein Offener Brief an die Kommunalpolitiker der niedersächsischen Stadt setzt aktuell das Thema erneut auf die Tagesordnung. Und vielleicht wird es demnächst von einem anderen Schauspielhaus auf die Bühne gebracht.
Der Tag der Deutschen Einheit ist seit 1990 der wichtigste Feiertag unseres Landes. Er soll an das historische Ereignis der Wiedervereinigung erinnern – ein Triumph von Freiheit und Demokratie. Doch seit 35 Jahren beginnt das offizielle Programm nicht mit einem Festakt im Rathaus, nicht mit einer demokratischen Zeremonie auf einem öffentlichen Platz, sondern mit einem ökumenischen Gottesdienst in einer Kirche. Auch 2025 wurde diese Tradition fortgesetzt: Bundespräsident, Kanzler, Bundestags- und Bundesratspräsidentin sowie die gesamte Politprominenz sangen "Allein Gott in der Höh sei Ehr" – live übertragen von der ARD.
Am Samstagabend hat der Humanistische Pressedienst (hpd) erstmals den Helmut-M.-Selzer-Preis in drei Kategorien vergeben. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Kortizes-Symposiums statt.
"Ich bin nicht queer, ich bin schwul", sagte Jens Spahn mal. Dem Begriff "queer", einst als Schimpfwort genutzt und über Jahrzehnte erst als ironische, dann affirmative Selbstbezeichnung zurückgeholt, droht erneut die Umdeutung ins Abwertende, bisweilen gar Pathologische. Diesem Prozess sollten wir entschieden Paroli bieten. Eine Replik.
Zwei FAZ-Journalisten, Reinhard Bingener und Markus Wehner, verweisen in ihrer neuen Monographie darauf, dass sich nicht nur Deutschland bereits in einem "hybriden Krieg" befindet. Ihr gemeinsames Buch "Der stille Krieg. Wie Autokraten Deutschland angreifen" macht auf die einschlägigen Gefahrenpotentiale anhand vieler konkreter Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit aufmerksam.
Bilder von Babys und Föten sowie Versammlungen mit Gebeten "für lebende und sterbende ungeborene Kinder" – all das ist laut Gerichtsbeschluss in der Nähe von Abtreibungskliniken und Beratungsstellen für ungewollt Schwangere erlaubt. Mit dieser Entscheidung hat der bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) ein Verbot der Stadt Regensburg gekippt. Diese hatte Kundgebungen von Abtreibungsgegnern innerhalb einer "Bannmeile" von hundert Metern um die Einrichtungen untersagt.
Die demografische Entwicklung wird häufig als Hauptursache angeblicher Rentenkrisen angeführt. Dabei ist nicht das zahlenmäßige Verhältnis der Generationen entscheidend, sondern...
Ein Mitglied des Bundestages der AfD skizziert in einem Strategiepapier, wie die Alternative für Deutschland gezielt den ländlichen Raum als Machtbasis ausbauen will. Statt großer...
Gestern war weltweiter Star-Wars-Tag, denn der 4. Mai auf Englisch klingt wie "May the Force (be with you)" – "Möge die Macht mit dir sein". Dieses Mantra hat sich neulich auch...
Morgen Abend ist der Wissenschaftsjournalist Dr. Thomas Bührke zu Gast im Live-online-Format "Sternenklar". Der Physiker und Buchautor spricht über den genialen Mathematiker Alan...
Ein weiterer Erfolg für konservative Christen: Ein texanisches Berufungsgericht hat entschieden, dass in öffentlichen Schulen die Zehn Gebote in jedem Klassenzimmer aufgehängt...
Die Bundesregierung hält unbeirrt an der Erzählung fest, die Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sei ein "historischer Meilenstein". Wer sich jedoch anschaut, was...
Mit Ende April ist in England ein Gesetz in Kraft getreten, das klar regelt, dass Frauen wegen ihrer eigenen Abtreibung nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden dürfen. Während...
Die Ankündigung, für den Kölner Dom sowie für die Nürnberger Sebaldus- und Lorenzkirche zukünftig Eintritt zu verlangen, sorgt für erheblichen Diskussionsstoff. Doch ist diese...
Der 13. Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit geht an Yahya Ekhou aus Mauretanien und Natalja Kljutscharjowa aus Russland. Beide erhalten jeweils 10.000 Euro...