Es liegt in der Natur einer jeden Theokratie, dass auf die Frage nach der richtigen Religion sofort die nach der richtigen Konfession folgt. Dass auch der Christliche Nationalismus in den Vereinigten Staaten diesem Muster folgt, zeigt der Umgang des Pentagon mit der Mormonischen Kirche. Mehr →
Ein Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks über eine Nürnberger Boutique löste heftige Kritik aus. Das Problem liegt jedoch nicht nur in den frauenverachtenden Aussagen des Ladenbesitzers, sondern vor allem in einer Berichterstattung, die religiös begründete Geschlechterrollen als Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung präsentiert. Mehr →
In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum und lässt Ereignisse aus dieser Zeit Revue passieren. Der frühere Chefredakteur Frank Nicolai arbeitet seit Mitte 2009 für den hpd und hat seitdem viele Menschen im Umfeld der Redaktion kommen und gehen sehen. Manche gingen leider für immer. Eine... Mehr →
Die Europäische Union hat sich bewegt. Nach jahrelanger Blockade hat sie neue Regeln für sogenannte neue genomische Techniken (NGT) beschlossen und damit begonnen, ein zentrales Dogma ihrer Technologiepolitik zu korrigieren. Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Und doch ist es noch ein langer Weg bis zu einer... Mehr →
Es gibt Fußballgötter wie Toni Turek, Pelé oder Diego Maradona. Das sind Menschen, die Außergewöhnliches im Fußball geleistet haben und deshalb von ihren Fans verehrt werden. Und dann gibt es den Gott des deutschen Nationalspielers Felix Nmecha, der offenbar nicht mehr damit zufrieden ist, nur sonntags in der Kirche angebetet... Mehr →
Das Bundesinnenministerium hat die aktuellen Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität veröffentlicht. Während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor allem auf den Anstieg linksmotivierter Gewalt verweist, gerät ein anderer Befund weitgehend in den Hintergrund: die dramatische Zunahme frauenfeindlicher Straftaten. Mehr →
Dass kirchliche Arbeitgeber sich Privilegien herausnehmen und sich bei ihren eingeschränkten Arbeitnehmerrechten auch noch auf das Grundgesetz berufen können, ist ärgerlich genug. Doch es geht noch ärger: Wie in den Fällen, in denen Arbeitnehmer von "Campus für Christus" ihr Gehalt selbst finanzieren sollen, indem sie entsprechende Spenden in ihrem Bekanntenkreis... Mehr →
Der folgende Essay bildet den Abschluss meiner Artikel zu sozialstaatlichen Themen in den letzten Monaten. Er behandelt keine einzelne sozialpolitische Maßnahme und keine aktuelle Reformdebatte. Er fragt vielmehr nach den historischen Erfahrungen und verfassungsrechtlichen Einsichten, aus denen die Bundesrepublik als demokratischer und sozialer Rechtsstaat hervorgegangen ist. Denn die Zukunft des... Mehr →
Eine Broschüre der Giordano-Bruno-Stiftung versucht, die Anerkennung transgeschlechtlicher Selbstbestimmung mit einem objektiven Geschlechtsbegriff zu verbinden, lässt dabei jedoch zentrale philosophische Debatten weitgehend unberücksichtigt. Besonders problematisch erscheint die Orientierung am "Phänotyp" als geschlechtsbestimmendem Kriterium, da sie stereotype Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit reproduziert und sowohl Transpersonen als auch andere geschlechtlich nonkonforme... Mehr →
Die konservative Denkfabrik "R21" bekommt künftig viel Geld vom Staat, dabei fand die Union NGO-Förderung doch zweifelhaft. Auf Fragen dazu reagiert die Regierung einsilbig. Stattdessen hat Schwarz-Rot im Bundestag beschlossen, die Förderung zu verdoppeln. "R21" bekommt künftig 500.000 Euro pro Jahr.
Der alljährliche Weihnachtsmarkt im Schloss St. Emmeram gilt wegen seines märchenhaften Ambientes als ein Highlight für alle Freunde des Jahresendzeitfestes. Doch die feierliche Stimmung wird getrübt: Aufgrund der hohen Eintrittspreise wird Fürstin Gloria Profitgier vorgeworfen – ein Regensburger Bündnis plant deswegen einen "romantischen Weihnachtsprotest".
Die Bundesregierung hatte einen "Herbst der Reformen" angekündigt – hinter dem scheinbar zukunftsgewandten Begriff verbergen sich jedoch umfassende Angriffe auf sozialrechtliche Errungenschaften, schreibt ein Bündnis von Bürgerrechtsorganisationen, dem auch die Humanistische Union angehört. Der hpd veröffentlicht hier die gemeinsame Erklärung.
Die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes hat zu einem Webinar eingeladen: "Antifeminismus im Blick". Dafür gab es 54 Anmeldungen. Es kann nur ein Schlaglicht auf das Thema Antifeminismus geworfen werden, sagte Referentin Sina Tonk einführend. Dennoch haben Tonk und ihre Kollegin Gesa Birkmann es geschafft, stichpunktartig, aber so umfassend wie möglich, Antifeminismus zu erfassen. Der Grund: Es gibt eindeutig ein Rollback, ein Zurück zu weniger Frauenrechten.
Vergangene Woche stellte Franz Josef Wetz die Ideen aus seinem aktuellen Buch "WerteWirrWarr" in Berlin vor. Über das "Unverzichtbare in unversöhnlichen Zeiten" sprach er mit dem Leiter der Humanistischen Hochschule, Ralf Schöppner.
Der Zentralrat der Konfessionsfreien begrüßt ausdrücklich den einstimmigen Beschluss des 30. Gewerkschaftstags der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW): Die Einführung bekenntnisfreier Schulen.
Christoph Safferling bietet in seinem Buch "Ohnmacht des Völkerrechts – Die Rückkehr des Kriegs und der Menschheitsverbrechen" einen verständlichen Überblick über Entwicklung, Grundlagen und Grenzen des modernen Völkerrechts und zeigt anhand historischer Etappen und aktueller Konflikte dessen fortwährende Herausforderungen. Dabei wird deutlich, wie politische Machtverhältnisse, internationale Institutionen und neue Phänomene wie "Lawfare" das Recht immer wieder an seine Grenzen bringen. Dennoch plädiert das Buch dafür, das Völkerrecht nicht abzuschreiben, sondern zu stärken.
Der Schweizer DIGNITAS-Gründer, gbs- und ifw-Beirat Ludwig A. Minelli starb am vergangenen Samstag so, wie er gelebt hatte: selbstbestimmt. Michael Schmidt-Salomon erinnert an seinen Stiftungskollegen, langjährigen Mitstreiter und Freund.
Das seit Ende 2024 geltende Verbot von Gehsteigbelästigungen gegenüber Schwangeren funktioniert nicht so, wie es sowohl Schwangere als auch Beratungs- und medizinisches Personal gehofft hatten. Das zeigt ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, das Gebetswachen von Abtreibungsgegnern in Sicht- und Hörweite eines Ärztezentrums in Regensburg erlaubt hat.
Auf dem Fachtag "Rechtsextremismus in Beratung und Psychotherapie" des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hielt Jan-Gerrit Keil Ende September einen Vortrag "zur Psychologie extremistischer Brückennarrative". Keil ist studierter Psychologe und arbeitet als Oberpsychologierat beim Landeskriminalamt der Polizei Brandenburg in der Abteilung Zentraler Staatsschutz/Terrorismusbekämpfung. Alexander Wolber sprach mit ihm über extremistische Brückennarrative und was man ihnen entgegnen kann.
Mit einer Petition möchte die italienische Vereinigung Rete L’ABUSO darauf aufmerksam machen, dass es in Italien Probleme mit sexuellem Kindesmissbrauch in der Kirche gibt. Gleichzeitig will die Vereinigung dazu ermutigen, dass für das "Wohl des Kindes" konkrete Grundlagen und Kanäle für die Umsetzung der Gesetze geschafft werden.
Der Beschluss der Grünen, homöopathische Leistungen künftig nicht mehr zu erstatten, markiert eine bemerkenswerte Zäsur: Eine Partei verabschiedet sich von einem ihrer frühen ideologischen Erkennungsmerkmale – und nähert sich konsequent der wissenschaftlichen Evidenz. Doch jenseits parteipolitischer Symbolik berührt die Entscheidung eine größere Frage: Welche Verantwortung trägt der Staat, wenn er durch Anerkennung oder Duldung pseudowissenschaftlicher Verfahren die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaft prägt?
Vergangenen Donnerstag machten die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) und der Betroffenenverein PIEr Schleswig-Holstein e.V. auf ein bisher öffentlich kaum wahrgenommenes Problem aufmerksam: In der jüngsten Zeit häufen sich Anfragen von jungen Menschen oder von deren Eltern auf einen begleiteten Suizid. Diese Menschen stellen nach Jahren des Leidens an der Krankheit ME/CFS entsprechende Anträge, weil sie keinen anderen Ausweg als die Suizidhilfe sehen, um ihr Leiden zu beenden.
Die deutsch-israelische Journalistin Sarah Cohen-Fantl, Enkelin des Schoa-Überlebenden und späteren Filmregisseurs Thomas Fantl beschreibt die Geschichte ihrer Prager Familie Fantl, deren Leben durch die Schoa nahezu ausgelöscht wurde – nur drei von 67 Angehörigen überlebten. Der Fund eines Koffers in Auschwitz mit dem Namen der Urgroßmutter Zdenka Fantlova wird zum Auslöser einer umfassenden Spurensuche der Autorin.
Der Verein "DIGNITAS – Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben" trauert um seinen Gründer und Generalsekretär Ludwig A. Minelli. Er verstarb am 29. November 2025 kurz vor seinem 93. Geburtstag selbstbestimmt durch eine Freitodbegleitung.
Es gibt Zeiten, in denen politische Entscheidungen nicht nur Widerspruch hervorrufen, sondern eine tiefere Irritation auslösen. Nicht, weil eine Regierung unpopuläre Maßnahmen...
Die vollmundigen Versprechen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche bei der Publikation der Eckpunkte, auf die sich die Regierungskoalition im Februar einigte, stehen in krassem...
Es gibt Fußballgötter wie Toni Turek, Pelé oder Diego Maradona. Das sind Menschen, die Außergewöhnliches im Fußball geleistet haben und deshalb von ihren Fans verehrt werden. Und...
Die Europäische Union hat sich bewegt. Nach jahrelanger Blockade hat sie neue Regeln für sogenannte neue genomische Techniken (NGT) beschlossen und damit begonnen, ein zentrales...
Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) Bayern veröffentlicht achtmal im Jahr die Sendung "Menschsein". Die Sendungen werden von BR 2 innerhalb des Formats "Positionen" ausgestrahlt...
Im Gastbeitrag eines Premium-Forum der FAZ treten Expert:innen verschiedener Fachrichtungen für eine liberale Regelung der Suizidhilfe ein, darunter auch die Autorin dieses Textes...
Es liegt in der Natur einer jeden Theokratie, dass auf die Frage nach der richtigen Religion sofort die nach der richtigen Konfession folgt. Dass auch der Christliche...
Die Ankündigung, für den Kölner Dom sowie für die Nürnberger Sebaldus- und Lorenzkirche zukünftig Eintritt zu verlangen, sorgt für erheblichen Diskussionsstoff. Doch ist diese...
Am vergangenen Sonntag hielten die Jungen Humanisten (JuHu) Hannover, der Jugendverband des Humanistischen Verbands Deutschlands (HVD) Niedersachsen, ihre diesjährige Jugendfeier...