Die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft kann für Frauen, die generell von häuslicher Gewalt betroffen sind, eine noch größere Gefahr bedeuten: denn Niederlagen können als Brandbeschleuniger wirken. Mehr →
Welche Anforderungen müsste ein Gesetz erfüllen, um in Streitfragen rund um eine Änderung des Geschlechtseintrags tatsächlich Rechtsklarheit und Rechtsfrieden herzustellen? Zahlreiche Streitfälle zeigen, dass das Selbstbestimmungsgesetz zentrale Folgefragen zu Hausrecht, Diskriminierung und den Wirkungen des Personenstands weitgehend offenlässt und damit erhebliche Rechtsunsicherheiten erzeugt. Mehr →
Zum AfD-Parteitag mobilisieren auch linksextremistische Gewalttäter. Ihr Agieren beförderte immer wieder das Opfernarrativ der Partei. Es dürfte beim nun bevorstehenden Parteitag am Wochenende in Erfurt ebenso kommen, sofern ihnen nicht auch friedliche Protestierende Einhalt gebieten. Mehr →
Das jüngst veröffentlichte Konflikt- und Gewaltbarometer des Berliner Senats bestätigt, worauf bereits zahlreiche Erhebungen seit Jahren hindeuten. Dennoch wurden entsprechende Befunde allzu oft als "rassistisch" diffamiert. Die neue Untersuchung zeigt: Bereits an Grundschulen häuft sich die Gewalt, die Impulskontrolle nimmt ab, der Anpassungsdruck zu und religiös motiviertes Mobbing sowie Antisemitismus... Mehr →
Es liegt in der Natur einer jeden Theokratie, dass auf die Frage nach der richtigen Religion sofort die nach der richtigen Konfession folgt. Dass auch der Christliche Nationalismus in den Vereinigten Staaten diesem Muster folgt, zeigt der Umgang des Pentagon mit der Mormonischen Kirche. Mehr →
Ein Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks über eine Nürnberger Boutique löste heftige Kritik aus. Das Problem liegt jedoch nicht nur in den frauenverachtenden Aussagen des Ladenbesitzers, sondern vor allem in einer Berichterstattung, die religiös begründete Geschlechterrollen als Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung präsentiert. Mehr →
In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum und lässt Ereignisse aus dieser Zeit Revue passieren. Der frühere Chefredakteur Frank Nicolai arbeitet seit Mitte 2009 für den hpd und hat seitdem viele Menschen im Umfeld der Redaktion kommen und gehen sehen. Manche gingen leider für immer. Eine... Mehr →
Dass kirchliche Arbeitgeber sich Privilegien herausnehmen und sich bei ihren eingeschränkten Arbeitnehmerrechten auch noch auf das Grundgesetz berufen können, ist ärgerlich genug. Doch es geht noch ärger: Wie in den Fällen, in denen Arbeitnehmer von "Campus für Christus" ihr Gehalt selbst finanzieren sollen, indem sie entsprechende Spenden in ihrem Bekanntenkreis... Mehr →
Der folgende Essay bildet den Abschluss meiner Artikel zu sozialstaatlichen Themen in den letzten Monaten. Er behandelt keine einzelne sozialpolitische Maßnahme und keine aktuelle Reformdebatte. Er fragt vielmehr nach den historischen Erfahrungen und verfassungsrechtlichen Einsichten, aus denen die Bundesrepublik als demokratischer und sozialer Rechtsstaat hervorgegangen ist. Denn die Zukunft des... Mehr →
Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) fordert anlässlich des Internationalen Frauentages am morgigen 8. März eine schnelle und umfassende Umsetzung des Gewaltschutz- und Gewalthilfegesetzes. Der Bundestag hatte das Gesetz in der letzten Legislaturperiode beschlossen.
Terre des Femmes macht zum Internationalen Frauentag am 8. März darauf aufmerksam, dass es neben den – ebenfalls berechtigten – Anlässen für weitere Milliarden an Sondervermögen eine weitere Krise gibt, die eine Hälfte der Bevölkerung massiv trifft, und zwar schon seit Jahrzehnten.
Ein breites Bündnis aus feministischen und stadtpolitischen Initiativen, Gewerkschaften und Verbänden ruft morgen zur Demonstration "feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich" auf. Ziel ist es, ein starkes Zeichen für Gleichstellung, Geschlechter- und Verteilungsgerechtigkeit, die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und gute Arbeit zu setzen.
Am 1. Februar zeigten die Fans des FC Bayern München beim Bundesliga-Heimspiel gegen Holstein Kiel eine Choreographie zum Erinnerungstag im deutschen Fußball. Sie präsentierten Bilder von FC Bayern-Mitgliedern, die von den Nazis verfolgt wurden. Zwei Banner mit den Aufschriften "In Gedenken an die verfolgten FC Bayern-Mitglieder" und "Nie wieder ist jetzt!" begleiteten die Aktion. Die Fans demonstrierten damit, dass auch auf dem Fußballplatz eine Gedenk- und Erinnerungskultur existiert. Der Fußball trägt eine Verantwortung, und Gedenk- und Erinnerungsarbeit ist gerade in dieser Zeit überall notwendig.
Mit einer simplen, kontextlosen Stichwortsuche meint Ted Cruz, Milliarden an Fördergeldern für "woke" Wissenschaftsprojekte entdeckt zu haben. Das Weiße Haus streicht wie im Fieberwahn die staatlichen Forschungsgelder zusammen. Diese Politik der Kettensäge wird die US-amerikanische Wissenschaftslandschaft nachhaltig zum Schlechteren verändern.
Die Wahl ist vorbei. Der Souverän hat entschieden. Ein guter Zeitpunkt, um sich über den Zustand unserer Demokratie zu verständigen und über deren Kern zu vergewissern.
Ein Buch des Schauens und Staunens! Die Myrmekologen (Ameisenwissenschaftler) Heather Campbell und Benjamin Blanchard präsentieren überaus eindrucksvoll die faszinierende Welt der Ameisen. Als Erfolgsmodell der Evolution mit nahezu unbegrenzten Entfaltungsmöglichkeiten kommen sie in nahezu jedem terrestrischen Winkel der Erde in verblüffender Vielfalt mit ungewöhnlichen Eigenschaften vor.
Es sollte einen gemeinsamen Ethik-Unterricht geben – statt dem nach Konfessionszugehörigkeit getrennten Religionsunterricht. Das fordert der Zentralrat der Konfessionsfreien in einem aktuellen Papier. Der vorgeschlagene Weg: Vorschriften der Bundesländer sollen geändert werden – mit dem Ziel, dass öffentliche, staatlich getragene Schulen gemäß Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz als bekenntnisfrei gelten und daher keinen konfessionellen Religionsunterricht anbieten müssen.
Die aufwändige Aktion "Was glaubt Österreich?", die vom Zukunftsfond unterstützt wurde und im ORF verbreitet wurde, geht nun langsam zu Ende und man fragt sich, was das Ganze gebracht hat und ob es das Geld wert war. Schließlich war auch die Universität Wien involviert und man sprach daher von "Forschung". Dr. Gerhard Engelmayer bezweifelt nicht den unterhaltenden Wert der Aktion für den ORF, denn die Beiträge sind gut gestaltet und interessant. Aber es handelt sich hier nach Aussage des ORF auch um eine repräsentative Studie des Forschungszentrums der Universität Wien. Da gibt es einiges zurechtzurücken.
Der Bund für Geistesfreiheit München freut sich über den Verhandlungstermin am Aschermittwoch, einem sogenannten Stillen Tag in Bayern, an dem zwar in Bayern nicht getanzt und gefeiert werden darf, aber von Parteien ohne weiteres der politische Gegner herabgewürdigt werden kann.
Je schlechter die Zeiten, desto besser die Satire: Stolze vierzehn politische Mottowagen hat das Team um den Bildhauer und Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung Jacques Tilly diesmal auf die Straße gebracht – ein neuer Rekord. Stoff genug gab es wahrlich.
Auf den Tag genau fünf Jahre nach dem bahnbrechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidassistenz war es für die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) Zeit, Bilanz zu ziehen: Was hat sich geändert und was ist in dem nächsten halben Jahrzehnt zu tun, um dem Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Sterben Geltung zu verschaffen? Was ist nötig, dass Menschen das ihnen zugestandene Recht in der Realität der Kliniken, Heime und Familien tatsächlich ausüben können? Wie können drohende Hürden durch Gesetzgebung verhindert werden?
Das muslimische Kopftuch für Mädchen unter 14 Jahren soll in Österreich künftig verboten werden. Das kündigt der frisch ernannte Bundeskanzler Christian Stocker von der konservativen ÖVP an.
Der Papst ist erkrankt, schwer erkrankt. Seit Wochen berichten deutsche Medien täglich, wie es um die Gesundheit des Oberhaupts der katholischen Kirche steht. An manchen Tagen informiert der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland in seinen Nachrichten noch vor den Schrecken des Ukrainekriegs und der Regierungsbildung über den aktuellen Grad der Lungenentzündung des Pontifex Maximus – muss das sein?
Für seinen Film "Die Saat des heiligen Feigenbaums" riskierte Mohammad Rasoulof viel. Die Dreharbeiten verliefen heimlich. Immer bestand die Gefahr, dass das iranische Regime ihn beim Dreh erwischen und inhaftieren würde. Dennoch ist ihm ein düsterer, überaus sehenswerter Film gelungen, der einen tiefen Einblick in das Leben iranischer Frauen gibt. Er war letzte Nacht für einen Oscar in der Kategorie "Bester internationaler Film" 2025 nominiert, erhielt den Preis jedoch am Ende nicht.
Die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft kann für Frauen, die generell von häuslicher Gewalt betroffen sind, eine noch größere Gefahr bedeuten: denn Niederlagen können als...
Die akademische Definition von Populismus ist zwar politologisch korrekt, aber völlig blutleer. Sie beschreibt die Symptome auf der Makroebene, doch geht nicht in den "...
Die Europäische Union hat sich bewegt. Nach jahrelanger Blockade hat sie neue Regeln für sogenannte neue genomische Techniken (NGT) beschlossen und damit begonnen, ein zentrales...
Das jüngst veröffentlichte Konflikt- und Gewaltbarometer des Berliner Senats bestätigt, worauf bereits zahlreiche Erhebungen seit Jahren hindeuten. Dennoch wurden entsprechende...
Österreichs Sterbeverfügungsgesetz wird nachgebessert. Nicht aus großzügiger politischer Einsicht, sondern weil der Verfassungsgerichtshof den Gesetzgeber dazu gezwungen hat.
Anlässlich des 250. Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung der USA wird morgen angesichts deren historischer und internationaler Wirkung erinnert. Die Ambivalenzen von Idealen...
Die Ankündigung, für den Kölner Dom sowie für die Nürnberger Sebaldus- und Lorenzkirche zukünftig Eintritt zu verlangen, sorgt für erheblichen Diskussionsstoff. Doch ist diese...
Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) Niedersachsen hat ab morgen einen neuen Landesgeschäftsführer. Sebastian Kurtz übernimmt die Geschäftsführung des Landesverbands...